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England-Kapitän Kane setzt 570.000 Euro teures Protest-Zeichen

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Von: Antonio José Riether

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Englands Kapitän Harry Kane reagierte mit einem versteckten und vor allem teuren Signal auf das Verbot der „One Love“-Binde.

Doha - Die englische Nationalelf war die erste Mannschaft, die nach dem Verbot der „One Love“-Binde durch die FIFA auf dem Rasen stand. Vor dem 6:2-Sieg über den Iran am Montag setzten die englischen Spieler ein Zeichen, als sie symbolisch kurz vor Anpfiff geschlossen in die Knie gingen. Englands Kapitän Harry Kane, der die Binde hätte tragen sollen, entschied sich trotz der Anordnung des Weltverbandes dazu, vor dem ersten Gruppenspiel mit einer Regenbogen-Uhr ins Stadion zu laufen.

Harry Kane
Geboren: 28. Juli 1993 in London
Verein: Tottenham Hotspur
Position: Mittelstürmer
Länderspiele: 76 (51 Tore)

WM 2022: Harry Kane setzt ungewöhnliches Zeichen mit Regenbogen-Rolex

Bilder von der Ankunft der Engländer beweisen den Seitenhieb Kanes, sie zeigen den Tottenham-Star mit Rainbow-Rolex im Wert von mehr als einer halben Million Euro. Das demonstrative Tragen der Luxusuhr hatte offenbar keine Folgen für den 29-jährigen Angreifer, der bereits in der Vergangenheit mehrfach mit der „One Love“- sowie die eigentlichen Regenbogen-Binde für England auflief.

Der Seitenhieb gegen die homophobe Kultur und Gesetzgebung im WM-Gastgeberland Katar rief in Kanes Heimat ein großes Echo hervor, auch wegen des beachtlichen Kaufpreises der hochwertigen Armbanduhr. Die seltene Rolex Daytona ‚Rainbow‘ 116595RBOW in 18 Karat Roségold ist eines der begehrtesten Stücke auf dem Markt, der Preis für das Stück liegt bei mehr als 570.000 Euro.

WM 2022: Englands Nationaltrainer Southgate sieht keine Notwendigkeit für weiteres Zeichen

Die Regenbogen-Rolex könnte jedoch schon das letzte Zeichen der Engländer gewesen sein. Vor dem zweiten Gruppenspiel der Three Lions gegen den USA am Freitagabend sieht Nationaltrainer Gareth Southgate nämlich keine Eile für ein schnelles neues Signal.

Harry Kane setzte ein Zeichen gegen das Verbot der „One Love“-Binde.
Harry Kane setzte ein Zeichen gegen das Verbot der „One Love“-Binde. © Ulmer/imago

„Wenn wir uns einfach beeilen, um irgendetwas etwas zu machen, könnte uns ein Fehler unterlaufen, der nicht gut ankommt“, sagte Southgate am Donnerstagabend. „Ich denke nicht, dass wir irgendeinen Druck verspüren sollten. Wir haben über ein Jahr über all diese Themen gesprochen“, meinte der 52-Jährige. (ajr)

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