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Fans schießen sich nach Blamage auf einen Spieler ein – und greifen Team wegen Geste an

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Viele Fans kritisieren das DFB-Team nach der Auftaktniederlage gegen Japan scharf. Der Vorwurf: die Mannschaft solle sich auf den Sport konzentrieren statt auf politische Zeichen.

München - Das haben sie sich anders vorgestellt. Die deutsche Nationalmannschaft verliert ihr Auftaktspiel bei der WM in Katar gegen Japan trotz 1:0-Führung mit 1:2. Schon vor dem Spiel sorgte die DFB-Elf für Aufsehen, als sich Spieler und Bank beim Mannschaftsfoto vor Anpfiff die Hand vor den Mund hielten. Die Botschaft: Das Verbot der „One-Love“-Binde als Zeichen für Gleichberechtigung und Meinungsfreiheit bedeutet, den Spielern den Mund zu verbieten.

Deutschland - Japan
Ergebnis: 1:2
Tore: Gündogan (33. Minute, FE), Doan (76. Minute), Asano (83.)
Zuschauer: 42.608

WM 2022: Gegenwind im Netz für DFB-Team - auch wegen Zeichen vor dem Spiel

Für ihre Aktion wurde das Team von Trainer Hansi Flick im Netz zu Beginn des Spiels noch gefeiert. Aber: Nachdem die Führung leichtfertig hergeschenkt wurde und der WM-Auftakt erneut in die Hose ging, hauten die Fans die Nationalmannschaft ordentlich in die Pfanne – auch und gerade wegen des Zeichens vor Spielbeginn.

Nico Schlotterbeck (Nr. 23) machte gegen Japan kein gutes Spiel.
Nico Schlotterbeck (Nr. 23) machte gegen Japan kein gutes Spiel. © ULMER/imago

WM 2022: Twitter-Nutzer wüten nach Pleite gegen Japan - „Nehmt die Binde aus eurem Kopf“

Dass die Fans sofort darauf schließen, dass das DFB-Team durch ihr politisches Zeichen abgelenkt wurde, war fast klar. „Wenn man sich mehr um Aktivismus als um den Sport kümmert“, schrieb ein Nutzer auf Twitter.

„Die Japaner haben verstanden, dass es im Fußball nicht um Regenbogenfähnchen, ,One Love‘-Armbinden und derartigen Unsinn geht“, urteilt ein Instagram-User knallhart. Ein anderer vermutet, dass die Spieler durch die Diskussionen rund um mögliche politische Statements abgelenkt waren: „Nehmt mal die Binde aus eurem Kopf und spielt Fußball.“

WM 2022: Defensivleistung um Schlotterbeck im Fokus der Kritik

An sportlicher Kritik wird ebenfalls nicht gespart. Besonders die Defensivleistung von BVB-Spieler Nico Schlotterbeck stößt den Fans übel auf: „Was Schlotterbeck da macht, hat nichts im deutschen Kader bei einer WM zu suchen.“ Dementsprechend werden auf Social Media viele „Schlotterbeck raus“-Rufe laut. Die meisten Zuschauer befürchten nach der erneuten Auftaktpleite ein Vorrunden-Aus wie schon bei der WM 2018 in Russland.

Damit steht die DFB-Elf beim zweiten Gruppenspiel am Sonntag (27. November, 20 Uhr) gegen Spanien mächtig unter Druck. Gelingt auch gegen die Iberer kein Sieg, ist das zweite Aus in der Gruppenphase am Stück wohl besiegelt. Dann dürften sowohl die politischen als auch die sportlichen Diskussionen nochmal zunehmen. (jg)

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