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„Werden überwacht!“ - Belgien-Star Vertonghen attackiert FIFA und spricht von „Angst“

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Von: Florian Schimak

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Sportlich hat die WM 2022 bislang noch wenige große Schlagzeilen produziert. Dies spürt auch Belgiens Abwehrspieler Jan Vertonghen. Der fühlt sich von der FIFA überwacht.

München/Doha – Die WM 2022 ist gerade einmal drei Tage alt, die sportlichen Schlagzeilen aber sind überschaubar. Klar, die 1:2-Niederlage von Top-Favorit Argentinien gegen Außenseiter Saudi-Arabien oder die 6:2-Gala der Engländer gegen den Iran waren Highlights auf dem Rasen. Dennoch steht bislang eher das Verhalten der FIFA im Vordergrund.

Name: Jan Vertonghen
Geburtstag: 24. April 1987 (35 Jahre)
Verein: RSC Anderlecht (seit 2022)
Länderspiele (Tore): 142 (9)
Marktwert: 1,8 Millionen (Quelle: transfermarkt.de)

WM 2022: Belgien-Star Vertonghen „hat Angst“ und attackiert FIFA

Mit der Drohung von Sanktionen beim Tragen der „One Love“-Binde und dem Verbot des belgischen Auswärtstrikots macht sich der Weltverband nicht zwingend beliebt. Nun hat sich der erste Spieler sehr bedenklich über sein Befinden in Katar geäußert.

„Mir geht es nicht gut dabei, darüber zu reden. Und das sagt doch eigentlich alles“, sagte Jan Vertonghen vom RSC Anderlecht am Dienstag in Doha. „Ich habe es noch nie erlebt, dass ich bei allem, was ich sage, Angst haben muss, ob ich am nächsten Tag überhaupt auf dem Platz stehen darf“, ergänzte der 35-jährige Abwehrspieler vor dem belgischen WM-Auftakt am Mittwoch gegen Kanada (20 Uhr) weiter. „Wir werden überwacht. Wir sind hier, um Fußball zu spielen.“

Jan Vertonghen findet das Verhalten der FIFA alles andere als gut.
Jan Vertonghen findet das Verhalten der FIFA alles andere als gut. © IMAGO / Belga

Am Montag hatten sieben europäische Verbände, darunter auch der belgische und der Deutsche Fußball-Bund (DFB), angekündigt, nun doch auf das Tragen der „One Love“-Kapitänsbinde verzichten zu wollen.

„One Love“-Eklat: Rewe kündigt Kooperation mit DFB, Helmer pro FIFA

Daraufhin gab es heftige Reaktionen. In Deutschland kündigte beispielsweise Rewe die Kooperation mit dem DFB-Team vorzeitig. Der Vertrag wäre aber ohnehin Ende des Jahres ausgelaufen. Ex-Nationalspieler Thomas Helmer hingegen zeigte kein Verständnis und schlug sich auf die Seite der FIFA.

Das DFB-Team trifft ebenfalls am Mittwoch (14 Uhr, MEZ) zum WM-Auftakt auf Japan. Bundestrainer Hansi Flick muss dabei aber auf Leroy Sané verzichten. Der Bayern-Star fällt mit einer Knieverletzung aus. (smk/dpa)

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