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Verpasst Italien schon wieder die WM? Europameister blamiert sich - Trainer spricht trotzdem vom Titel

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Von: Marius Epp

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Europameister Italien hat die sicher geglaubte WM-Qualifikation weggeworfen. Die Azzurri müssen in die schweren Playoffs - währenddessen jubelt die Schweiz.

Belfast - Es wäre ein bitteres Déjà-Vu - 2017 verpasste die italienische Nationalmannschaft die Qualifikation zur WM 2018. Das fußballbegeisterte Land hat sich eigentlich geschworen: So etwas darf nie wieder passieren. Doch vier Jahre später bangt Italien nun erneut um die Teilnahme an der WM.

Der Europameistertitel scheint der „Squadra Azzurra“ nicht gut bekommen zu sein. Von dem Fußball, mit dem die Elf im Sommer Europa begeisterte, ist nicht viel übrig geblieben. Das enttäuschende 0:0 gegen Nordirland am Montagabend ist die Fortsetzung der letzten Wochen und Monate, in denen mächtig der Wurm drin war.

WM-Qualifikation: Italien verspielt Vorsprung und muss in die Playoffs

Mit vier Unentschieden in den letzten fünf Quali-Spielen (zweimal gegen die Schweiz, einmal gegen Bulgarien und einmal gegen Nordirland) verspielte das Team von Roberto Mancini das schon sicher geglaubte Ticket zur Weltmeisterschaft in Katar. Nutznießer ist die Schweiz, die den Azzurri unter großen Jubel den ersten Platz wegschnappte und sich mit dem 4:0-Sieg über Bulgarien direkt für die EM qualifizierte.

Italien muss nun in die Playoffs, wo unter anderem die Superstars Zlatan Ibrahimovic mit Schweden und Cristiano Ronaldo mit Portugal warten. Von der eigenen Presse gab‘s nach der Rückreise aus Belfast ordentlich auf die Mütze. „Was für eine Enttäuschung“, schrieb Tuttosport. Die Gazzetta dello Sport klagte über einen „Alptraum“. Die Mannschaft sei „glanzlos und selten gefährlich“ aufgetreten.

Roberto Mancini kratzt sich am Kopf.
Roberto Mancini lässt sich seinen Optimismus nicht nehmen. © Andrea Staccioli/imago-images

WM-Qualifikation: Italien-Trainer Mancini trotz Blamage siegessicher

Nationaltrainer Roberto Mancini übte sich jedoch in unerschütterlichem Optimismus. „Wir haben immer noch die Chance, es zu schaffen“, betonte er bei RAI Sport. „Ich glaube fest daran, dass wir weiterhin ein großes Team sind. Wir werden unseren Platz bei der WM buchen - und dann hoffentlich auch das Turnier gewinnen.“ Große Worte nach einer Blamage in Nordirland.

EM-Finalgegner England buchte das WM-Ticket souverän. Die Three Lions blieben ungeschlagen und feierten mit einem 10:0-Schützenfest gegen San Marino einen gebührenden Abschluss. Ebenfalls sicher qualifiziert haben sich Kroatien, die Niederlande, Dänemark, Belgien, Frankreich, Spanien, Serbien und die DFB-Elf. Die Playoffs steigen ab 24. März. (epp)

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