Das müssen Sie beachten!

WM in Brasilien: Tipps für Reisende

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Brasilia - WM-Reisende sollten zwischen Zuckerhut und Amazonas einige Vorsichtsmaßnahmen beachten, damit der Traum-Trip nach Südamerika nicht zum Desaster wird.

In wenigen Wochen beginnt die Fußball-WM. Tausende Fans werden dann nach Brasilien pilgern, das ohnehin mit zahlreichen touristischen Höhepunkten aufwarten kann. Egal, ob sie WM-Touristen sind oder nicht: Reisende sollten zwischen Zuckerhut und Amazonas einige Vorsichtsmaßnahmen beachten, damit der Traum-Trip nach Südamerika nicht zum Desaster wird:

Die richtigen Reisedokumente besorgen

Wer nach Brasilien einreisen will, braucht einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass oder Kinderreisepass. Darauf weist das Auswärtige Amt hin. Ein deutscher Personalausweis reicht nicht. Ein Visum muss nicht beantragt werden, sofern es sich um einen touristischen Aufenthalt von maximal 90 Tagen (binnen eines halben Jahres) handelt.

Für den Krankheitsfall vorsorgen

Wie in den meisten außereuropäischen Ländern übernimmt die deutsche Krankenversicherung auch in Brasilien selbst im Notfall keinerlei Kosten. Touristen brauchen unbedingt eine private Auslandskrankenversicherung, die sie während ihrer Reise schützt und möglichst auch Kosten für eine Rücktransport abdeckt. Die Kosten für solche Zusatz-Policen sind nicht sonderlich hoch.

Der Standard der medizinischen Einrichtungen im Land selbst ist unterschiedlich. In Großstädten gibt es in der Regel Privatkliniken und -praxen, die mit denen in Westeuropa vergleichbar sind. Anders sieht es meist in den öffentlichen Einrichtungen aus, vor allem auf dem Land. In Privatkliniken müssen Kosten üblicherweise aber vor Beginn per Kreditkarte oder in bar beglichen werden - und die können hoch sein. Patienten müssen dann später selbst mit ihrer Versicherung abrechnen.

Nicht leichtsinnig sein

Brasilien hat insbesondere in Großstädten mit hohen Kriminalitätsraten zu kämpfen. Das Auswärtige Amt mahnt daher generell zur Vorsicht und rät insbesondere vom Besuch der sogenannter Favelas (Armenviertel) ab. Auch die vergleichsweise sicheren und bei Touristen beliebten Favelas Santa Marta und Vidigal in Rio de Janeiro sollten nur mit Ortskundigen betreten werden.

Raubüberfälle und Taschendiebstähle häufen sich oft auf weniger belebte Straßen in den Innenstädten sowie Strandpromenaden und Stränden - vor allem im Dunkeln. Insbesondere nachts sollten Touristen lieber Taxis als Busse nutzen. Generell sollten sie beim Bummeln nicht durch viel Schmuck, auffällige Kleidung oder große umgehängte Kameras auffallen. Bei Überfällen sollten Opfer keinen Widerstand leisten. Die Täter stehen laut Auswärtigem Amt oftmals unter Drogen und schrecken vor Gewaltanwendung "aus nichtigem Anlass" nicht zurück.

Landestypische Gesetze beachten

Unkenntnis der Vorschriften schützt auch in Brasilien nicht vor Strafe: Deshalb sollten sich Reisende mit den dort geltenden Gesetzen vertraut machen. So weist der ADAC auf den für Mietwagenfahrer wichtigen Umstand hin, dass hinter dem Steuer ein absolutes Alkoholverbot gilt. Baden "oben ohne" oder Umziehen am Strand sind "Erregung öffentlichen Ärgernisses" und können Verfahren nach sich ziehen. Badegästen sollten unbedingt Umkleidekabinen nutzen.

Bargeld-Versorgung genau planen

Gängige Kredit- sowie EC-Karten wurden in Brasilien bislang zwar generell akzeptiert. In letzter Zeit häufen sich aber Fälle, in denen heimische Banken deren Nutzung einschränken und eine Bargeldabhebung an Geldautomaten für Touristen deshalb nicht mehr möglich war. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher, zusätzlich auch Reiseschecks des Unternehmens American Express mitzunehmen, um notfalls damit an Bargeld zu kommen.

Schutz vor Tropenkrankheiten abklären

Spezielle Impfvorschriften für die Einreise bestehen nicht. Generell wird aber eine Hepathitis-A-Impfung angeraten. Je nach Reiseroute kann es auch nötig sein, sich gegen bestimmte Tropenkrankheiten zu wappnen. In Brasilien gibt es etwa Gelbfieber- sowie Malaria- und Denguefieber-Gebiete. Experten raten dann dazu, sich von einem Mediziner beraten zu lassen und sich mit den Maßnahmen etwa zur Mückenabwehr vertraut zu machen.

AFP

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