Teamstatistiken und Taktik

WM-Finale: Aufstellung Deutschland - Schürrle eingewechselt

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André Schürrle wurde in der ersten Halbzeit für den bei mehreren Fouls verletzten Christoph Kramer eingewechselt.

Deutschland gegen Argentinien! Die offizielle Aufstellungen der Teams im WM-Finale ist da: Khedira nicht in der Startelf, Kramer verletzt raus, Schürrle rein.

Update: Deutschland ist Weltmeister 2014! Nach dem Sieg der DFB-Elf über Argentinien im WM-Finale können sie die internationalen Pressestimmen nachlesen. Alle Infos zum Tag nach dem WM-Sieg im WM-Ticker vom Montag

Millionen von "Bundestrainern" zu Hause und an den Stammtischen in Deutschland werden sich in diesen Tagen die Münder fusselig reden: Wie wird der richtige Bundestrainer Jogi Löw das DFB-Team vor dem WM-Finale am Sonntag (live in der ARD - und bei uns im WM-Ticker vom Sonntag) gegen Argentinien aufstellen? Vertraut Löw jener Startelf, die im WM-Halbfinale Gastgeber Brasilien so phänomenal mit 7:1 aus dem Turnier warf? Oder lässt sich Löw doch eine andere Taktik und damit personelle Umstellungen einfallen, um das zu erwartende Defensiv-Bollwerk von Argentinien zu knacken?

Hier erfahren Sie alles über die Aufstellungen von Deutschland und Argentinien, die zu erwartende Taktik sowie die wichtigsten Statistiken der DFB-Elf und der Gauchos bei dieser WM.

Aufstellung Deutschland:

Torhüter:

Manuel Neuer bei seiner Wahnsinnsparade gegen Frankreich.

Dass Manuel Neuer der beste Torwart der Welt ist, daran dürfte es spätestens nach der WM 2014 keine Zweifel mehr geben. Selbstredend, dass der Torhüter des FC Bayern die Aufstellung von Deutschland auch im WM-Finale anführen wird. Der 28-Jährige zeigte die gesamte WM über konstante bis teilweise überragende Leistungen, kassierte in sechs Spielen nur vier Gegentore und war der große Rückhalt der DFB-Elf auf dem Weg ins WM-Finale. Man denke nur an seine phantastische Rettungsaktion gegen Karim Benzema in der letzten Minute der Nachspielzeit des WM-Viertelfinales gegen Frankreich, die den 1:0-Sieg für Deutschland rettete.

Abwehr:

Über weite Strecken der WM bot Bundestrainer Joachim Löw in der Viererkette in der Abwehr vier Innenverteidiger auf: Jerome Boateng (rechts), Per Mertesacker, Mats Hummels (beide innen) sowie Benedikt Höwedes (links). Seit dem Viertelfinale hat Löw bei umgedacht und Kapitän Philipp Lahm aus dem Mittelfeld auf die Rechtsverteidigerposition zurückgezogen. Dafür rutschte Per Mertesacker aus der Startformation. Vieles sprach dafür, dass Löw auch im WM-Finale gegen Argentinien diese Abwehr-Aufstellung aufbieten würde, und so kam es auch.

Mittelfeld:

Das Herzstück der deutschen Aufstellung ist das Mittelfeld, das sich im zunehmenden Turnierverlauf mehr und mehr gesteigert hat. Das mag auch daran liegen, dass die lange Zeit verletzten Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira mehr und mehr ihren Rhythmus gefunden haben und zeitweise schon wieder so harmonieren, wie bei der WM 2010. Leider kann letzterer im WM-Finale nicht spielen. Kurz vor Anpfiff der Partie Deutschland gegen Argentinien gab es die Schock-Nachricht: Khedira ist nicht in der Startelf, sondern muss aufgrund einer Verletzung von Christoph Kramer ersetzt werden. Der wurde allerdings in der ersten Halbzeit mehrfach gefoult und musste dann - ebenfalls verletzt - vom Feld genommen werden. Für ihn spielt jetzt André Schürrle. Daneben spielt mit Toni Kroos der Mann, der im WM-Halbfinale gegen Brasilien (7:1) das wohl beste Länderspiel seiner Karriere absolvierte, gekrönt von zwei Toren sowie einer Torvorlage. Weiter vorne vertraute Bundestrainer Löw bislang dem vierfachen WM-Torschützen Thomas Müller und Mesut Özil, dem einzigen DFB-Kicker, der im bisherigen WM-Turnier nicht hundertprozentig überzeugen konnte.

Angriff:

Der Sturm der DFB-Elf besteht zwar nur aus einem Mann, Miroslav Klose, ist aber ein Angriff der Rekorde. Schließlich ist Klose nach seinem Tor gegen Brasilien mit 16 WM-Treffern alleiniger Rekordtorschütze bei Weltmeisterschaften. Zu Beginn des Turniers setzte Jogi Löw noch auf Thomas Müller im Sturmzentrum, mittlerweile ist zu erwarten, dass die deutsche Aufstellung Miroslav Klose als Sturmspitze vorsieht.

Offizielle Aufstellung Deutschland:

1 Neuer - 16 Lahm, 20 Boateng, 5 Hummels, 4 Höwedes - 7 Schweinsteiger, 23 Kramer - 13 Müller, 18 Kroos, 8 Özil - 11 Klose

Aufstellung Argentinien:

Torhüter:

Bei Argentinien steht Sergio Romero zwischen den Pfosten. Er war auch der Torwart bei der WM 2010, als Deutschland den Gauchos im Viertelfinale gleich vier Tore einschenkte (4:0). Romero spielt beim AS Monaco, ist dort allerdings Ersatztorwart und kam in der vergangenen Saison nur zu drei Einsätzen.

Im Halbfinale gegen die Niederlande avancierte der 27-Jährige zum Helden, als er im Elfmeterschießen die Versuche von Ron Vlaar und Wesley Sneijder parierte und Argentinien so den Einzug ins WM-Finale sicherte.

Abwehr:

Nationaltrainer Alejandro Sabella wechselte seine Defensive im Verlauf der WM 2014 mehrmals durch. Zu Beginn des Turniers ließ der Coach Argentinien in einem 5-3-2 agieren, mittlerweile hat er auf ein 4-3-3 umgestellt, in dem der ehemalige Münchner Martin Demichelis seinen Platz in der Innenverteidigung neben Ezequiel Garay gefunden zu haben scheint. Auf den Außenpositionen verteidigen Pablo Zabaleta (rechts) und Marcos Rojo.

Die Defensive ist trotz der prunkvollen Offensive (siehe unten) die Stärke von Argentinien, immerhin haben die Südamerikaner in der K.o.-Runde noch kein einziges Gegentor kassiert.

Mittelfeld:

Abräumer und Spielgestalter in einer Person: Javier Mascherano (vorne).

Auch die Zentrale wird bei den Argentiniern von defensiven Spielern geprägt. In erster Linie ist hier Abräumer Javier Mascherano zu nennen, der Chef der Mannschaft. Der Spieler des FC Barcelona war lange Zeit Kapitän der Albiceleste, gab die Binde allerdings freiwillig an Lionel Messi weiter. Dennoch ist "Masche" nach wie vor der Boss im Team. Er organisiert und strukturiert das Spiel von hinten heraus. Neben ihm agierte im WM-Halbfinale Lucas Biglia. Für Kreativität im Mittelfeld ist eigentlich Angel di Maria zuständig, doch der fehlte bereits im WM-Halbfinale gegen die Niederlande verletzt (Oberschenkelprobleme) und wurde auch fürs Finale nicht für die Startelf fit. Wie auch gegen die Niederlande ersetzt ihn heute Enzo Perez.

Angriff:

Von den Namen her bietet die Aufstellung der Argentinier im Angriff wohl mit das Beste, was es weltweit gibt: Kapitän Lionel Messi, Gonzalo Higuain und Sergio Aguero. Die drei erzielten in ihrer bisherigen Karriere für Argentinien und auf Vereinsebene in addiert 1038 Spielen 713 Tore! Ein beeindruckender Wert! Bei der WM 2014 allerdings zeichnet die argentinische Nationalelf nicht unbedingt Torgefahr aus. Der Fokus liegt auf der Defensive, vorne wird auf Geniestreiche des Trios gehofft. Allerdings ist Sergio Aguero noch immer leicht angeschlagen und zudem bei dieser WM noch ohne Treffer.

Offizielle Aufstellung Argentinien:

Romero - Garay, Zabaleta, Biglia, Perez, Higuain, Messi (C), Mascherano, Demichelis, Rojo, Lavezzi

Deutschland und Argentinien: Team-Statistik bis zum Finale

Deutschland Argentinien Turnierschnitt
Tore 17 (2,83 pro Spiel) 8 (1,33 pro Spiel) 167 (2,69 pro Spiel)
Gegentore 4 3
Schüsse aufs Tor 64 61
Torschnitt/Zeit Ein Tor alle 34 Minuten Ein Tor alle 75 Minuten
Torschnitt/Versuche Ein Tor alle 5,2 Schüsse Ein Tor alle 11,9 Schüsse
Laufleistung (Team) 695.8 km 683.5 km
Gelbe Karten 4 6 2,77 (pro Spiel)
Gelb-Rote//Rote Karten 0 0 0,05 // 0,11 (pro Spiel)
Flanken 121 160 74,8
Einwürfe 180 210 123
Pässe 3421 2928 1486

Deutschland gegen Argentinien: Taktik

Während Deutschland bei dieser WM durch immense taktische Variationsmöglichkeiten brilliert - genannt sei hier nur das Luxusproblem, ob Kapitän Philipp Lahm im Mittelfeld oder in der Verteidigung aufläuft - liegt der Fokus bei Argentinien klar auf der Defensive. Im WM-Auftaktspiel gegen Bosnien-Herzegowina starteten die Gauchos sogar mit einer Fünfer-Abwehrreihe, die mittlerweile zu einem 4-3-3 umfunktioniert wurde. Auch bei Deutschland hat sich im Verlauf der WM 2014 ein 4-3-3-System herauskristallisiert, auf das Bundestrainer Jogi Löw wohl auch im WM-Finale setzen wird.

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