Was Sie im Film "Die Mannschaft" erwartet

WM-Geheimnisse: Müllers Wette, Lahms Ansprache

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Die Weltmeister hautnah: Der Film „Die Mannschaft“ lüftet die letzten WM-Geheimnisse.

München - Am Donnerstag kommt der WM-Film "Die Mannschaft" in die Kinos. Die tz verrät vorab, welche Geheimnisse darin preisgegeben werden.

Das Filmplakat.

Ein guter Anfang braucht Begeisterung. Ein gutes Ende Disziplin. Diese Botschaft prangt zu Beginn derWM-Dokumentation Die Mannschaft auf der Leinwand. Danach können die Fans in 90 Minuten noch einmal das Turnier nacherleben. 22 Stunden Filmmaterial haben Regisseur Ulrich Voigt, Kameramann Martin Christ und Cutter Jens Gronheid gesichtet, herausgekommen ist ein kleiner Einblick ins Innenleben der Löw-Truppe – angefangen von der Vorbereitung in Südtirol bis zum Triumphzug durch Berlin. Alle WM-Tore gibt’s mit originalem TV-Kommentar auf der großen Leinwand. Ab Donnerstag läuft die Titel-Doku in allen Kinos. Die tz lüftet schon jetzt die Geheimnisse.

Die Müller-Geheimnisse: Er ist der Star des Films. Immer wenn es um Witz, Sponta­neität und gute Laune geht, ist der Bayern-Star mittendrin. Gleich zu Beginn gibt’s den schon legendären Freistoß-Stolper-Trick aus dem Algerien-Spiel. „Der Trick, den Ball einfach über die Mauer zu lupfen, funktioniert auch ohne stolpern. Aber so verwirrt man den Gegner, der nicht mehr auf die Laufwege achtet.“ Joachim Löw registrierte die Aufführung damals verwundert. „Der Trick ist überragend. Aber bei einem 0:0 in der 87. Minute… Ich wünsche ihn mir noch mal in einem anderen Spiel.“ Ebenfalls ein Knaller: Müllers Dirndl-Wette. Mit Physiotherapeut Christian Huhn hatte er sich zum Golf-Duell verabredet. „Ich habe um ein Loch verloren, aber auch, weil es regeltechnisch konfus zuging. Ich wurde betrogen“, klagt der Bayern-Star und liefert gleich zum Beleg die Golfregel 25-2 vom „eingebetteten Ball“ mit. Müllers Golfleidenschaft führte so weit, dass er in Brasilien den Bundestrainer um eine Auszeit bat. „Sehr geehrter Herr Löw, ich frage höflichst um die Erlaubnis, per Helikop­ter zum Golfplatz zu fliegen“, verfasste er schriftlich seine Bitte. Sie wurde bewilligt.

Die Fähren-Geheimnisse: Zum WM-Quartier Campo Bahia ging es immer per Fähre. Auf den Überfahrten entwickelte sich stets eine besondere Atmosphäre. Nationalmannschafts-Neuling Christoph Kramer sollte nach dem Portugal-Spiel eine Rede halten. Er entschied sich, zu singen, und wählte den Schmuse-Hit When you say nothing at all von Ronan Keating. „Auf einer Skala von eins bis zehn war meine Stimme wohl eine drei. Die Atmosphäre auf der Fähre unter Sternenhimmel bekommt aber ebenso wie die Stimmung eine zehn.“ Selbst Aberglaube spielte auf der Fähre eine Rolle. Per Mertesacker wählte immer den gleichen Stehplatz, an seiner Seite immer Benedikt Höwedes. „Das hat uns ein gutes Gefühl gegeben“, sagt der Arsenal-Star.

Die Campo-Geheimnisse: Die Wohngemeinschaften in Brasilien wurden von den Spielern eingeteilt. „Für mich war es wichtig, dass Spieler, die früh ins Bett gehen, in mein Haus kommen“, gestand Miroslav Klose. Bastian Schweinsteiger genoss die Sonne in Porto Seguro gerne mit freiem Oberkörper und dankte vor dem Sprung in den Pool dem FIFA-Präsidenten für die Turniervergabe nach Brasilien: „Obrigado, Sepp Blatter.“ Ansonsten ist Schweini offenbar kaum von seinem Smartphone zu trennen. In jeder freien Minute tippt der Vizekapitän darauf herum.

Die Kabinen-Geheimnisse: Vor den Spielen bildeten die Spieler stets einen Motivationskreis. Philipp Lahm sagte vor dem Duell mit den USA: „Wir gehen raus und hauen die weg.“ Da werden Erinnerungen an die Klinsmann-Reden im 2006er-WM-Film Sommermärchen wach. Ersatz-Keeper Roman Weidenfeller sprach vor dem Algerien-Spiel: „Noch drei Spiele bis Rio. Wir werden jetzt alles raushauen. Haut sie weg!“ Und vor der 7:1-Gala im Halbfinale gegen Brasilien schwor der Bundestrainer sein Team ein: „Wir haben das ganze Stadion gegen uns. Wir fighten so lange, bis wir in Rio sind. Wir treten auf wie Gewinner.“ Leider fehlt die Endspielansprache im Film. Dafür ist zu sehen, dass Lukas Podolski nach dem Sieg über Argentinien den Pokal in die Kabine brachte und Müller flachste: „Wer hat denn das Bier in die Kabine gestellt? Wir müssen doch bei der Quali für die Euro fit sein.“

Die Titel-Geheimnisse: Die emotionalsten und authentischsten Phasen hat der WM-Film nach dem Finale. Tränen auf dem Rasen von Maracana. Im Bus auf dem Weg zurück zum Hotel wird der Bundestrainer mit dem Trullala-Lied gefoppt: „Der Jogi singt ein Lied für uns, Lied für uns. Die Unterlippe zittert schon, zittert schon. Er sucht nur noch das Liederbuch, Liederbuch.“ Bei der Fahrt im Bus durch Berlin dröhnt Atemlos aus den Boxen.

lop

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