1. tz
  2. Sport
  3. Fußball

Saudis und Kataris verhöhnen DFB-Team: „Nächstes Mal lieber auf Fußball konzentrieren“

Erstellt:

Von: Marius Epp

Kommentare

Hansi Flicks Nationalmannschaft erlebte beim WM-Auftaktspiel gegen Japan einen bitteren Abend. Spott und Häme kommen ausgerechnet aus Katar.

Ar-Rayyan - Das WM-Debüt von Hansi Flick ging sportlich zwar gewaltig in die Hose, aber: Die Nationalmannschaft hat sich mit ihrer Mund-zu-Geste vor dem Japan-Spiel vielerorts Sympathien verschafft. Doch nicht überall. In Katar kam das Zeichen für Menschenrechte weniger gut an.

Das Gastgeberland der WM 2022 legt bekanntlich nicht viel Wert auf ebendiese. Umso besser schmeckte den Kataris offenbar die deutsche Niederlage (zur Einzelkritik) gegen die auf dem Papier, aber nicht auf dem Platz unterlegenen Japaner.

Araber machen sich über Deutschland lustig: „Das passiert, wenn ihr euch nicht auf Fußball konzentriert“

Der populäre katarische Journalist Mohammed Al-Kaabi konnte sich einen hämischen Kommentar zur DFB-Pleite nicht verkneifen. Er postete das Foto, auf dem die deutschen Spieler symbolisch die Hand vor den Mund nehmen, weil die FIFA ihnen den Protest mit der „One Love“-Binde unter Androhung von Sanktionen verbot.

Daneben setzte er einen Foto des Spielergebnisses. „Das passiert, wenn ihr euch nicht auf Fußball konzentriert“, schickte er spöttische Grüße in Richtung Deutschland. Auf Instagram teilte er nach Abpfiff des Deutschland-Spiels ein Foto von sich selbst mit der Hand vor dem Mund und machte sich so weiter über die DFB-Geste lustig.

WM 2022: Arabischer Spott nach DFB-Pleite gegen Japan

Der saudi-arabische Journalist Waleed Saeed, mit über einer Million Twitter-Followern nicht weniger populär, wandte sich in einer ähnlich schadenfrohen Botschaft an Deutschland. „Nächstes Mal lieber auf Fußball konzentrieren“, riet auch er er bei Twitter. Ob es letztlich dann nicht doch wichtiger ist, sich für Menschenrechte einzusetzen als ein Fußballspiel zu gewinnen, mag jeder für sich selbst beurteilen.

DFB zum WM-Protest: „Geht nicht um eine politische Botschaft“

Der DFB betonte jedenfalls in seinem Statement, die Aktion sei nicht als politisches Zeichen zu werten: „Es geht dabei nicht um eine politische Botschaft: Menschenrechte sind nicht verhandelbar.“ Dänemark erwägt nun sogar einen FIFA-Ausstieg - auch DFB-Präsident Neuendorf stellt sich gegen den Weltverband.

Holen Sie sich Ihr Deutschland-Trikot: Wir machen es Ihnen leicht: Melden Sie sich für den tz WM-Newsletter an, um eines von drei aktuellen Deutschland-Trikots (Größe: L) zu gewinnen. Und damit nicht genug: Der Newsletter informiert Sie täglich über alle Spielergebnisse und Geschichten rund um die WM! Das Gewinnspiel endet am 1. Dezember. (Zu den Gewinnspielbedingungen) (epp)

Auch interessant

Kommentare