WM-Kolumne

tz-Reporter: Wenn aus Pepe eine Peperoni wird

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Michael Knippenkötter kämpft gegen technische Probleme.

tz-Reporter Michael Knippenkötter berichtet in seiner Kolumne von persönlichen Erlebnissen bei der WM in Brasilien. Heute geht es um Probleme mit der automatischen Worterkennung auf mobilen Endgeräten.

Wenn man mal flink Informationen loswerden will, bieten sich auch in Brasilien Smartphone oder Tablet als Überbringer der Nachricht an. Ein paarmal mit den fettigen Fingern auf der Scheibe rumgewischt, schon sind E-Mails getippt, die alles so wiedergeben, wie man es möchte. Fast genauso. Denn mittlerweile muss man ja damit leben, dass die kleinen Dinger ihre ganz eigene Meinung haben, wenn man gewisse Wörter eingibt. Im Fachjargon heißt das Auto-Wortkorrektur oder Auto-Wortvervollständigung. Bedeutet: Man tippt Buchstaben ein, das elektronische Gehirn erweitert so weit, bis ein sinnvolles Wort dabei herauskommt. Das kann aber auch schon mal schiefgehen.

Nehmen wir nur mal die deutschen Vorrundengegner. Bei Portugal spielt Pepe, das Smartphone hat aber exklusiv erfahren, dass der Abwehrmann eigentlich „Peperoni“ heißt. Donnerwetter! Mittelfeldkollege Moutinho ist „Mitinhaber“, bei welcher Imbissbude auch immer. Und schreibt man Amorim, ein Mittelfeldmann, macht das Telefon „Anhörung“ daraus. Interessant geht es auch bei den Spielern der USA zu. Chris Wondolowski ist plötzlich Chris „Wohnsilos“. So weit, so unlogisch. Der Name von Clint Dempsey wird zu dem netten Wort „Gemüsegarten“ vervollständigt. Geht die ganze Nummer schief für die Amerikaner, kann der Klinsi sich ja daheim in Los Angeles eben jenen anlegen. Abschließend noch ein paar Impressionen aus dem Kader von Ghana. Torwart Kwarasey wird zu „Losrasen!“ Mensah ist einfach „Mensch“, Afful wird zu „agil“. Und Andrew Ayew ist eigentlich „Syrer“, glaubt man dem Programm.

Fies wird es für die Spieler Inkoom und Muntari. Der eine bedeutet im Handy „Inkompetenz“, der andere wird mit „untätig“ ausgeführt. Eine Frechheit vom Telefon! Dabei ist dieses kleine Ding ja sogar lernfähig und merkt sich die Namen, wenn man sie einmal eingegeben hat. Das erklärt, warum bei der Eingabe von Boateng direkt „Boateng“ dabei herauskommt. Scheinbar nutzt man diesen Namen als Bayern-Reporter öfter.

Von Michael Knippenkötter

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