WM-Kolumne

Zeitumstellung: Hier tickt der tz-Reporter aus

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tz-Reporter Michael Knippenkötter.

München - tz-Reporter Michael Knippenkötter setzt sich in seiner Kolumne mit der Zeitumstellung bei der Fußball WM in Brasilien auseinander - und wie er damit umgeht.

Leute, die Uhr tickt! Die Zeit bis zum Finale läuft. Und das ist ja so eine Sache, nämlich wie sie läuft und was sie mit uns macht, und mit unserer Uhr. Bei dieser WM ist ja alles ein wenig anders als noch 2006 bei uns oder 2010 ein wenig südlicher in Südafrika. Jetzt ist Brasilien, und der gemeine Zuschauer hat ja während der WM nur die Anstoßzeiten im Kopf und denkt sich kurz beim Anpfiff: „Man, da in diesem Brasilien ist es ja erst 13 Uhr. Ob die auch schon Bier trinken und grillen?“ Ansonsten fällt in Deutschland nicht weiter auf, dass wir vor Ort auch vor und nach den Spielen zeitlich versetzt leben. Ich dagegen hatte schon daran gedacht, da waren wir noch gar nicht in Brasilien. Warum? Zum Beispiel aus technischen Gründen.

Vor ein paar Jahren habe ich eine Rundreise durch Australien gemacht, schon auf dem Hinweg von Düsseldorf bis Melbourne ging es durch zig Zeitzonen. Meiner Armbanduhr bekam das überhaupt nicht, irgendwann hat sie mir sprichwörtlich den Mittelfinger gezeigt – den kleinen und den großen. Das ständige Verstellen ging ihr einfach tierisch auf den Zeiger.

Daher hatte ich mir erst überlegt, in Brasilien einfach in der deutschen Zeit zu bleiben. Zumindest am linken Arm. Der Rest muss sich natürlich ein wenig anpassen, aber für die Koordination mit den Kollegen in München ist es ganz hilfreich, ihre Schlaf-, Ess- oder Konferenzzeiten im Auge zu behalten. Und es schont eben meine Uhr, an der ich mindestens genauso hänge wie sie an mir. Ich habe sie schon so lange, ich weiß genau, wie sie tickt. Daher möchte ich nicht ständig an ihrem Rad drehen, bis sie völlig am Rad dreht.

Obwohl ich ehrlich eingestehen muss, dass ich mich schon nach einem Ersatz umgesehen habe. Nichts langes, nichts Festes. Mehr so eine Uhren-Affäre auf Zeit. Ich denke sechs Wochen, länger wird’s nicht gehen.

Von Michael Knippenkötter

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