Berlin vs. Frankfurt

WM-Party: Wo feiert Deutschland sein Team?

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Die Fan-Meile in Berlin am Brandenburger Tor.

Berlin/Frankfurt - Nach dem furiosen Halbfinalsieg der deutschen Elf gegen Brasilien buhlen mit Berlin und Frankfurt gleich zwei Städte um eine mögliche Titel-Party.

Fußball-Deutschland ist begeistert von der Nationalmannschaft und will das Löw-Team feiern. Ein großer Empfang des Teams würde mit Sicherheit Hunderttausende Fans anlocken. Berlin und Frankfurt haben sich für eine solche WM-Party am kommenden Dienstag ins Gespräch gebracht. Doch noch ist gar nicht klar, ob es überhaupt eine Feier nach der WM geben wird. Der DFB hält sich noch bedeckt.

„Natürlich ist Berlin als Hauptstadt prädestiniert dafür, die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nach dieser jetzt schon sehr erfolgreichen Turnierteilnahme begeistert und würdig zu empfangen“, sagte der Berliner Innen- und Sportsenator Frank Henkel (CDU) der dpa am Mittwoch. „Es wäre wunderbar, wenn wir die Mannschaft als Weltmeister in Berlin begrüßen könnten. Aber das zu entscheiden ist Sache der Mannschaft selbst, und zuerst muss mal das Finale gespielt werden“, ergänzte Senatssprecher Richard Meng.

Doch Frankfurt hält dagegen: Bereits vor der WM habe Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) den DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach in einem Brief eingeladen, im Erfolgsfall nach Frankfurt zu kommen, sagte OB-Sprecher Ralph Klinkenborg der dpa und bestätigte einen Bericht der „Frankfurter Rundschau“. Die Entscheidung liege beim Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Dort sagte eine Sprecherin, die Planungen liefen, es könne aber noch nichts gesagt werden. Man mache sich Gedanken über beide Optionen. Auch schien zunächst noch unklar, ob das Team nur als Weltmeister oder auch als Vize einen solchen Empfang bekommen würde. OB-Sprecher Klinkenborg rechnete damit, dass die DFB-Verantwortlichen im Verlauf des Mittwochs in Brasilien entscheiden würden.

Für Berlin spräche die Erinnerung an das Sommermärchen 2006, für Frankfurt die Historie. Dort ist der Sitz des DFB und so hatten auf dem Römerberg mitten in der Stadt die deutschen Kicker ihre WM-Titel 1974 und 1990 sowie den zweiten Platz bei der WM 2002 gefeiert. Zur Heim-WM 2006 entwickelte sich jedoch die Berliner Fanmeile, das bundesweit größte Fanfest, zum Fußballparty-Ort Nummer eins. Nach der Weltmeisterschaft wurde das deutsche Team in der Hauptstadt von Hundertausenden Fans bejubelt.

Die Veranstalter der Fanmeile teilten am Mittwoch mit: „Wir planen noch keinen Empfang der Nationalmannschaft und haben auch bisher keinerlei Kontakt zum DFB.“ Zwei Tage zuvor hatte es jedoch geheißen, die Fanmeile könne ohne Probleme nach dem Finale am Sonntag zwei Tage länger betrieben werden.

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Beim Kurznachrichtendienst Twitter kündigten viele Menschen in der Euphorie nach dem 7:1 gegen Brasilien an, spontan zum Endspiel nach Berlin reisen zu wollen. Hotelzimmer für das Wochenende wurden im Internet noch angeboten, zum Teil aber mit dem Zusatz, jetzt sei Eile geboten.

Am Dienstagabend hatte Deutschland in einem furiosen Halbfinale den WM-Gastgeber Brasilien besiegt. Der Gegner im Endspiel am Sonntagabend (21.00 Uhr MESZ) sollte am Mittwochabend im Spiel zwischen den Niederladen und Argentinien ermittelt werden.

dpa

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