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WM-Qualifikation 2022: Warum spielen Russland und die Ukraine nicht in den Playoffs?

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Von: Tim Althoff

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Die WM-Qualifikations-Playoffs finden ohne Russland statt - die Ukraine muss sich gedulden.
Die WM-Qualifikations-Playoffs finden ohne Russland statt - die Ukrainer müssen sich gedulden. © Imago

Aktuell laufen die Playoffs der WM-Qualifikation. Russland und die Ukraine sollten eigentlich teilnehmen, dürfen aber aus verschiedenen Gründen nicht.

München ‒ Für Teams aus Europa sind noch drei Tickets für die WM 2022 in Katar zu vergeben. Diese werden im Nachgang an die regulären Qualifikations-Gruppen über ein Playoff-Turnier ausgespielt. Zwölf Mannschaften waren ursprünglich im Rennen: Die zehn Gruppenzweiten und die zwei besten Gruppensieger der Nations League, die es in der WM-Quali nicht auf einen der ersten beiden Plätze geschafft haben - in diesem Fall Österreich und die Ukraine. Die sechs Teams, die sich in den Halbfinal-Partien durchsetzten, spielen die drei WM-Tickets anschließend in der Finalrunde aus. Die Paarungen stehen bereits fest.

Wales gegen Österreich tritt gegen den Sieger aus dem Spiel Schottland gegen die Ukraine an. Portugal spielt gegen Nordmazedonien und Polen gegen Schweden. Die Mannschaft von Robert Lewandowski war bereits sicher im Finale und musste das Halbfinale nicht bestreiten. Gegner Russland wurde nämlich sowohl von der UEFA als auch von der FIFA von Turnieren gesperrt. Der polnische Verband hatte zuvor ausgeschlossen, das Spiel bestreiten zu wollen.

WM-Playoffs 2022: Russland ausgeschlossen, Antrag der Ukraine stattgegeben

„Der Fußball hält zusammen und hält in voller Solidarität zu allen betroffenen Menschen in der Ukraine. Die Präsidenten beider Verbände hoffen, dass sich die Situation in der Ukraine schnell wieder verbessert und der Fußball erneut zu einem Träger der Einheit und des Friedens zwischen allen Menschen werden kann“, heißt es in dem gemeinsamen Statement der FIFA und UEFA. Alle russischen Teams, sowohl auf Länder- als auch auf Klub-Ebene sind von den Wettbewerben der Verbände ausgeschlossen.

Während Polen also kampflos in die Finalrunde eingezogen ist, muss sich Schottland noch gedulden. Die ukrainischen Mannschaften wurden nicht ausgeschlossen, können in der aktuellen Zeit jedoch auch keine Spiele bestreiten. So hat der ukrainische Verband beantragt, die Partie wegen der russischen Invasion im Land in den Juni zu verschieben. Die FIFA teilte mit, dass die Ukraine „unter den gegebenen Umständen weder die Reise noch das Training eines Teams organisieren könne“. Im Sinne der Solidarität hätte die FIFA dem Antrag einstimmig stattgegeben.

Auch Wales wird bis Juni warten müssen. Das Endspiel um das bis dahin letzte Ticket nach Katar wird erst kurz nach dem Halbfinale der Ukraine stattfinden können. Dementsprechend wird es bei der kommenden WM-Auslosung Anfang April noch keine hundertprozentige Klarheit darüber geben, wer an der Endrunde teilnimmt. (ta)

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