Schlechtes Wetter in Brasilien

WM-Tagebuch: Die Perle im Platzregen

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Ein Bild von der Fahrt nach Porto Seguro.

München - Bei jedem Straßenhuckel nach Porto Seguro wächst die Vorfreude mehr: Unser WM-Reporter hat sich aufgemacht nach Porto Seguro. Dabei schüttete es aus Eimern.

Es kommt tatsächlich vor, dass wir mal für ein paar Stunden aus unserer Arbeitswelt herauskommen und einen Ausflug machen können. Dann schmeißen wir uns in unseren Fiat Uno, drehen das Radio auf und fahren in die nächste Stadt. Da, wo das Leben tobt.

Von unserem Bungalow-Park sind es gute 20 Minuten nach Porto Seguro, da wächst bei jedem Straßenhuckel die Vorfreude ein wenig mehr. Als wir es vor ein paar Tagen mal dorthin geschafft hatten, passierten wir gerade die langgezogene Linkskurve ins Zentrum, schon platzten über uns sämtliche Wolken.

Es regnete aus Eimern. Wir verharrten kurz im Auto, sprangen dann aber doch raus und stellten uns auf einem Bürgersteig unter. Schließlich wollten wir ja die Stadt sehen, diese Perle Seguro, und nicht die beschlagenen Scheiben von unserem italienischen Plastik-Flitzer.

Wir standen also dort an einer Ecke und warteten bis der Regen nachließ, erfahrungsgemäß sind die Schauer hier heftig, aber kurz. Und meist herrschen schon zehn Minuten später wieder schwül-warme 26 Grad. Genauso kam es auch an diesem Tag, nur dass wir trotzdem nicht starten konnten. Denn aus unserem kleinen Unterstand wurde kurzerhand eine Insel – wir waren umgeben von Wasser!

Während in Deutschland nach Regengüssen Pfützen entstehen, gibt es hier gleich ganze Seen – vor allem in der Stadt, weil dort die Abwasserkanäle dicht sind und die Brühe nirgendwo hinsickern kann. Und so standen wir da und warteten. Als die Ungeduld schließlich zu groß wurde, sprangen wir dann doch. Und stapften mit leicht durchnässten Schuhen durch dieses schöne Städtchen. Man hätte den Trip beinahe als Ausflug bezeichnen können, bei dem wir ins Wasser gefallen sind.

Gestern dann waren wir etwas hoffnungsvoller gestimmt vor dem Trip nach Recife. Es ging in den Norden, wo es noch heißer ist! Wir nehmen das Flugzeug, nicht die Klapperkiste! Wir kommen trockenen Fußes an! 25 Minuten nach der Landung waren wir klitschnass. Toller Trip.

Michael Knippenkötter

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