Tipps von Mentalcoach

WM-Titel: Wie friert man diesen Moment ein?

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Motivationstrainer Steffen Kirchner.

München - Die tz hat den Münchner Motivationstrainer und Mentalcoach Steffen Kirchner befragt, wie wir das Hochgefühl des WM-Titel noch länger auskosten können.

Vier Wochen Fußball, vier Wochen Party, vier Wochen lang Fünfe gerade sein lasssen. Und am Ende gewinnen wir den WM-Pokal! Was für eine schöne Zeit! Aber nun fängt wieder der Alltag an – und viele fallen in ein Loch. Muss das sein? Kann man diese Momente nicht irgendwie einfrieren, um sie auch danach noch zu erleben?

Die tz hat den Münchner Motivationstrainer und Mentalcoach Steffen Kirchner befragt, wie wir dieses Hochgefühl noch länger auskosten können. Das sind seine Tipps:

Haben Sie mehr Spaß: Der Motivationstrainer Steffen Kirchner verweist auf eine Studie, wonach Kleinkinder bis zu 400-mal am Tag lachen, 40-Jährige aber nur noch 15-mal. „Auch Erwachsene dürfen Spaß haben, dazu braucht man keine WM!“ Also: Gehen Sie öfter tanzen, hören Sie mehr Musik und lassen Sie sich ab und zu mal so richtig gehen!

Mehr Gemeinsamkeit: Für viele ist die WM auch deshalb so schön, weil wir die Freunde oft zum gemeinsamen Fußballschauen treffen. Danach klappt’s dann wieder nur selten, weil jeder viel um die Ohren hat. Deshalb der Tipp des Experten: „Schaffen Sie neue Rituale mit Freunden, so dass Sie sich regelmäßig zu einem festen Termin oder Anlass treffen.“

Mehr Offenheit: Beim Feiern werden fremde Leute plötzlich zu Freunden. Freilich können Sie jetzt nicht künftig jeden in der U-Bahn umarmen. „Aber nehmen Sie sich vor, jeden Tag einen Menschen anzusprechen und ein kurzes Gespräch zu führen“, rät Mentalcoach Kirchner. „Ablehnungsängste sind normal. Aber eine Regel besagt, dass eine Wiederholung von 21-mal einen Gewohnheitseffekt bringt. Nach drei Wochen sind Sie viel selbstbewusster. Und Sie werden sehen: Die meisten reagieren positiv, und es kommt etwas zurück.“

Trauen Sie sich zu träumen: Lassen Sie sich von außen nicht beinflussen! Kirchner unterscheidet vier Phasen: 1. Träumer mit großen Zielen werden ignoriert. 2. Sie werden ausgelacht, ihre Projekte werden ins Lächerliche gezogen. 3. Wenn man immer noch am Ball bleibt, kommen die ersten Kritiker und Gegner. 4. Wer dann durchhält, wird irgendwann bewundert, weil er seinen Traum verwirklicht hat. Kirchner: „Machen Sie sich während des Prozesses immer bewusst, dass jeder, der Erfolg hatte, diese Stufen durchmachen musste. Kämpfen Sie weiter!“

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Seien Sie konsequent: Der Experte hat Tricks, wie wir unsere Träume nicht aus den Augen verlieren: „Schreiben Sie Ihre Träume auf! Sammeln Sie Bilder dazu und basteln Sie eine Collage, die Sie aufhängen. So werden Sie täglich daran erinnert. Und nehmen Sie den Traum-Zettel überall mit hin. Nehmen Sie Ihr Ziel ernst!“

Gemeinsam Herausforderungen meistern: Nicht nur gemeinsame Freude fördert den Teamgeist – auch das gemeinsame Leiden. Das gilt für Beziehungen wie für Freundschaften. Kirchner: „Stellen Sie sich beispielsweise gemeinsam einem sportlichen Wettkampf, einem Auftritt, oder machen Sie sich mit einer beruflichen Idee selbstständig.“

Nina Bautz

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