Wollitz strebt die Ost-Meisterschaft an

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Pele Wollitz.

Berlin - Fünf ehemalige DDR-Klubs spielen in der neuen Saison in der 2. Fußball-Bundesliga - so viele wie seit 2003 nicht mehr. Schon jetzt beginnt der Kampf um die Vorherrschaft im Osten.

Aufschwung Ost im Unterhaus: Fünf Klubs aus der früheren DDR spielen in der neuen Saison in der 2. Fußball-Bundesliga und streiten schon jetzt um den Titel des besten Ostteams. „Wir hatten in den vergangenen Jahren meist die Nase vorn. Wir wollen es machen und den internen Vergleich gewinnen, auch wenn man sich dafür nichts kaufen kann“, sagte Trainer Claus-Dieter Wollitz von Energie Cottbus dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Der Cottbuser Coach weiß allerdings auch, wie schwer es ist, die Vorherrschaft in den neuen Bundesländern zu erobern. Sein Team blieb in der abgelaufenen Saison auf Platz sechs noch einen Rang hinter dem Überraschungsteam von Erzgebirge Aue. „Aue hat eine starke Saison gespielt. Das muss man neidlos anerkennen. Schließlich waren sie sogar Herbstmeister“, sagte Wollitz voller Respekt.

36 Bundesliga-Trainer: Das waren für sie die Stars der Saison

Das offizielle Bundesliga-Magazin der DFL hat in einer Umfrage die 36 Trainer der Mannschaften aus der 1. und 2. Bundesliga befragt: "Wer waren für Sie die Top-Spieler der abgelaufenen Bundesliga-Saison?" Sehen Sie hier die interessanten Ergebnisse. © dpa
Markus Babbel (Hertha BSC): 1. Andre Mijatovic, 2. Christian Lell, 3. Rob Friend (alle Hertha BSC) © Getty
Ewald Lienen (Arminia Bielefeld): 1. Nils Petersen (Energie Cottbus), 2. Zoltan Stieber (Alemannia Aachen), 3. Olcay Sahan (MSV Duisburg) © Getty
Friedhelm Funkel (VfL Bochum): 1. Marcel Maltritz (VfL Bochum), 2. Adrian Ramos (Hertha BSC), 3. Julian Koch (MSV Duisburg) © Getty
Jos Luhukay (FC Augsburg): 1. Simon Jentzsch (FC Augsburg), 2. Nils Petersen (Energie Cottbus), 3. Zoltan Stieber (Alemannia Aachen) © Getty
Heiko Flottmann (VfL Osnabrück): 1. Nils Petersen (Energie Cottbus), 2. Pierre-Michel Lasogga (Hertha BSC), 3. Peter Niemeyer (Hertha BSC) © Getty
Mike Büskens (SpVgg Greuther Fürth): 1. Stefan Leitl (FC Ingolstadt), 2. Nils Petersen (Energie Cottbus), 3. Pierre-Michel Lasogga (Hertha BSC) © Getty
André Schubert (SC Paderborn): Nils Petersen (Energie Cottbus), 2. Julian Koch (MSV Duisburg), 3. Zoltan Stieber (Alemannia Aachen) © Getty
Peter Hyballa (Alemannia Aachen): 1. Adrian Ramos (Hertha BSC), 2. Nicolai Müller (SpVgg Greuther Fürth), 3. Nils Petersen (Energie Cottbus) © Getty
Benno Möhlmann (FC Ingolstadt): 1. Nils Petersen (Energie Cottbus), 2. Stefan Leitl (FC Ingolstadt), 3. Peter Niemeyer (Hertha BSC) © Getty
Rico Schmitt (Erzgebirge Aue): Simon Jentzsch (FC Augsburg), 2. Stefan Leitl (FC Ingolstadt), 2. Nils Petersen (Ebnergie Cottbus), 3. Julian Koch (MSV Duisburg) © Getty
Claus-Dieter Wollitz (Energie Cottbus): 1. Nils Petersen, 2. Julian Koch (MSV Duisburg), 3. Felix Klaus (SpVgg Greuther Fürth) © Getty
Hans-Jürgen Boysen (FSV Frankfurt): 1. Mike Wunderlich (FSV Frankfurt), 2. Julian Koch (MSV Duisurg), 3. Pierre-Michel Lasogga (Hertha BSC) © Getty
Uwe Neuhaus (Union Berlin): 1. Nils Petersen (Energie Cottbus), 2. Gibril Sankoh (FC Augsburg), 3. Andre Mijatovic (Hertha BSC) © Getty
Reiner Maurer (TSV 1860 München): 1. Adrian Ramos (Hertha BSC), 2. Nils Petersen (Energie Cottbus), 3. Zoltan Stieber (Alemannia Aachen) © Getty
Theo Schneider (Rot Weiß Oberhausen): 1. Uwe Hünemeier (Energie Cottbus), 2. Julian Koch (MSV Duisburg), 3. Marc-André Kruska (Energie Cottbus) © Getty
Norbert Meier (Fortuna Düsseldorf): 1. Nils Petersen (Energie Cottbus), 2. Jens Langeneke (Fortuna Düsseldorf), 3. Mimoun Azaouagh (VfL Bochum) © Getty
Rainer Scharinger (Karlsruher SC): 1. Adrian Ramos (Hertha BSC), 2. Zoltan Stieber (Alemannia Aachen), 3. Gibril Sankoh (FC Augsburg) © Getty
Milan Sasic (MSV Duisburg): 1. Julian Koch (MSV Duisurg), 2. Nils Petersen (Energie Cottbus), 3. Pierre-Michel Lasogga (Hertha BSC) © Getty
BUNDESLIGA: Marco Pezzaiuoli (1899 Hoffenheim): 1. Mario Götze (Borussia Dortmund), 2. Papiss Demba Cissé (SC Freiburg), 3. Mats Hummels (Borussia Dortmund) © Getty
Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): 1. Mario Götze (Borussia Dortmund), 2. -, 3. - © Getty
Michael Oenning (Hamburger SV): Mario Götze (Borussia Dortmund), 2. -, 3. - © Getty
Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern): 1. Raùl (FC Schalke 04), 2. Sven Bender (Borussia Dortmund), 3. Papiss Demba Cissé (SC Freiburg) © Getty
Thomas Tuchel (FSV Mainz): 1. Mats Hummels (Borussia Dortmund), 2. Manuel Neuer (FC Schalke 04), 3. André Schürrle (FSV Mainz 05) © Getty
Ralf Rangnick (FC Schalke 04): 1. Manuel Neuer (FC Schalke 04), 2. Nuri Sahin, 3. Mario Götze (beide Borussia Dortmund) © Getty
Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): 1. Nuri Sahin, Mats Hummels, 3. Mario Götze (alle Borussia Dortmund) © Getty
Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): 1. Shinji Kagawa, 2. Mario Götze, 3. Nuri Sahin (alle Borussia Dortmund) © Getty
Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): 1. Mario Götze, 2. Nuri Sahin, 3. Roman Weidenfeller (alle Borussia Dortmund) © Getty
Holger Stanislawski (FC St. Pauli): 1. Manuel Neuer (FC Schalke 04), 2. Lucas Barrios (Borussia Dortmund), 3. Fin Bartels (FC St. Pauli) © Getty
Mirko Slomka (Hannover 96): 1. Mario Götze (Borussia Dortmund), 2. Arturo Vidal (Bayer Leverkusen), 3. Shinji Kagawa (Borussia Dortmund) © Getty
Christoph Daum (Eintracht Frankfurt): 1. Manuel Neuer, 2. Mario Götze (Borussia Dortmund), 3. Maik Franz (Eintracht Frankfurt) © Getty
Andries Jonker (FC Bayern München): 1. Arturo Vidal (Bayer Leverkusen), 2. Manuel Neuer (FC Schalke 04), 3. Mario Gomez (FC Bayern) © Getty
Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen): 1. Arturo Vidal (Bayer Leverkusen), 2. Mario Götze (Borussia Dortmund), 3. Mario Gomez (FC Bayern München) © Getty
Felix Magath (VfL Wolfsburg): 1. Raul (FC Schalke 04), 2. Nuri Sahin (Borussia Dortmund), 3. Julian Schieber (1. FC Nürnberg) © Getty
Robin Dutt (SC Freiburg): keine Bewertung © Getty
Thomas Schaaf (Werder Bremen): Mario Götze (Borussia Dortmund), Arturo Vidal (Bayer Leverkusen), Pappis Demba Cissé (SC Freiburg) und André Schürrle - in beliebiger Reihenfolge. © Getty
Dirk Lottner (Co-Trainer 1. FC Köln): 1. Nuri Sahin (Borussia Dortmund), 2. Mario Götze (Borussia Dortmund), 3. Arturo Vidal (Bayer Leverkusen) © Getty

Auch für Rainer Milkoreit, dem Präsidenten des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV), gehören Cottbus und Aue zu den ersten Anwärtern aus dem Osten, die für eine vordere Platzierung in Frage kommen. Milkoreit räumte aber auch Aufsteiger Dynamo Dresden gute Chancen ein. „Sie haben in der letzten Saison nie aufgesteckt. Der Klub hat eine riesige Tradition und Anhängerschaft“, sagte Milkoreit und fügte an: „Eigentlich müsste der Verein in der Bundesliga spielen.“

Die Dresdener selbst gaben sich nach ihrem Aufstiegscoup am Dienstag beim 3:1-Sieg im zweiten Relegationsspiel gegen den Zweitliga-Vertreter VfL Osnabrück wohltuend kleinlaut. „Der Klassenerhalt muss das Ziel sein. Wir dürfen nicht gleich wieder anfangen zu spinnen“, sagte Aufsichtsratsmitglied Thomas Dathe der Sächsischen Zeitung und wies damit alle Ansprüche auf den Osttitel zurück.

Der achtmalige DDR-Meister gab sich beim Feiern im Anschluss an den Sieg in Osnabrück jedoch nicht bescheiden. Nach dem umjubelten Empfang am Mittwoch auf dem Altmarkt mit 20.000 Fans machten die Spieler am Dresdener Puro Beach die Nacht zum Tage. Für den Großteil der Mannschaft ging es am frühen Morgen von der Disko direkt zum Flughafen. Von dort aus flog die Mannschaft nach Mallorca, wo die Party bis Samstag fortgesetzt wird.

„Ein verdienter Aufsteiger“, sagte Wollitz über die Dresdener, die seinen Ex-Verein VfL Osnabrück ausgeschaltet hatten. „Sie haben in beiden Spielen einen guten Eindruck hinterlassen“, meinte der Cottbuser Coach. Der Ex-Profi sprach von einer Bereicherung der Liga und wünschte dem Klub, „dass er die Probleme mit den Ausschreitungen in den Griff bekommt“.

Bei Union Berlin gratulierte man dem Erzrivalen aus Dresden ebenfalls artig. „Der Aufstieg von Dynamo freut mich. Da haben wir Spiele mit Geschichte und viel Spaß“, sagte Unions Präsident Dirk Zingler der Bild-Zeitung. Mit Blick auf die Vorherrschaft im Osten gab der Union-Boss jedoch eine unmissverständliche Zielsetzung aus. „Ich erwarte, dass Union die beste Rolle in dem Fünfer-Ostvergleich spielt.“

sid

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