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Wollitz strebt die Ost-Meisterschaft an

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Pele Wollitz. © Getty

Berlin - Fünf ehemalige DDR-Klubs spielen in der neuen Saison in der 2. Fußball-Bundesliga - so viele wie seit 2003 nicht mehr. Schon jetzt beginnt der Kampf um die Vorherrschaft im Osten.

Aufschwung Ost im Unterhaus: Fünf Klubs aus der früheren DDR spielen in der neuen Saison in der 2. Fußball-Bundesliga und streiten schon jetzt um den Titel des besten Ostteams. „Wir hatten in den vergangenen Jahren meist die Nase vorn. Wir wollen es machen und den internen Vergleich gewinnen, auch wenn man sich dafür nichts kaufen kann“, sagte Trainer Claus-Dieter Wollitz von Energie Cottbus dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Der Cottbuser Coach weiß allerdings auch, wie schwer es ist, die Vorherrschaft in den neuen Bundesländern zu erobern. Sein Team blieb in der abgelaufenen Saison auf Platz sechs noch einen Rang hinter dem Überraschungsteam von Erzgebirge Aue. „Aue hat eine starke Saison gespielt. Das muss man neidlos anerkennen. Schließlich waren sie sogar Herbstmeister“, sagte Wollitz voller Respekt.

Bundesliga-Trainer: Das waren für sie die Stars der Saison

Auch für Rainer Milkoreit, dem Präsidenten des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV), gehören Cottbus und Aue zu den ersten Anwärtern aus dem Osten, die für eine vordere Platzierung in Frage kommen. Milkoreit räumte aber auch Aufsteiger Dynamo Dresden gute Chancen ein. „Sie haben in der letzten Saison nie aufgesteckt. Der Klub hat eine riesige Tradition und Anhängerschaft“, sagte Milkoreit und fügte an: „Eigentlich müsste der Verein in der Bundesliga spielen.“

Die Dresdener selbst gaben sich nach ihrem Aufstiegscoup am Dienstag beim 3:1-Sieg im zweiten Relegationsspiel gegen den Zweitliga-Vertreter VfL Osnabrück wohltuend kleinlaut. „Der Klassenerhalt muss das

Ziel

sein. Wir dürfen nicht gleich wieder anfangen zu spinnen“, sagte Aufsichtsratsmitglied Thomas Dathe der Sächsischen

Zeitung

und wies damit alle Ansprüche auf den Osttitel zurück.

Der achtmalige DDR-Meister gab sich beim Feiern im Anschluss an den Sieg in Osnabrück jedoch nicht bescheiden. Nach dem umjubelten Empfang am Mittwoch auf dem Altmarkt mit 20.000 Fans machten die Spieler am Dresdener Puro Beach die Nacht zum Tage. Für den Großteil der Mannschaft ging es am frühen Morgen von der Disko direkt zum Flughafen. Von dort aus flog die Mannschaft nach Mallorca, wo die Party bis Samstag fortgesetzt wird.

„Ein verdienter Aufsteiger“, sagte Wollitz über die Dresdener, die seinen Ex-Verein VfL Osnabrück ausgeschaltet hatten. „Sie haben in beiden Spielen einen guten Eindruck hinterlassen“, meinte der Cottbuser Coach. Der Ex-Profi sprach von einer Bereicherung der Liga und wünschte dem Klub, „dass er die Probleme mit den Ausschreitungen in den Griff bekommt“.

Bei Union Berlin gratulierte man dem Erzrivalen aus Dresden ebenfalls artig. „Der Aufstieg von Dynamo freut mich. Da haben wir Spiele mit Geschichte und viel Spaß“, sagte Unions Präsident Dirk Zingler der Bild-Zeitung. Mit Blick auf die Vorherrschaft im Osten gab der Union-Boss jedoch eine unmissverständliche Zielsetzung aus. „Ich erwarte, dass Union die beste Rolle in dem Fünfer-Ostvergleich spielt.“

sid

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