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Zehn Monate Bewährung für Benzema gefordert

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Mathieu Valbuena
Soll Opfers eines angeblichen Erpressungsversuches geworden sein: Mathieu Valbuena. © Michel Euler/AP/dpa

Im Prozess um versuchte Erpressung mit einem Sexvideo hat die Staatsanwaltschaft wegen Beihilfe eine zehnmonatige Bewährungsstrafe für den französischen Fußball-Nationalspieler Karim Benzema gefordert.

Versailles - Der Stürmer von Real Madrid soll außerdem eine Geldbuße von 75.000 Euro zahlen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Versailles am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Verhandlung dauert noch bis Freitag. Benzema war bisher nicht persönlich anwesend. Neben ihm müssen sich vier weitere Männer seit Mittwoch vor Gericht verantworten. Im Gegensatz zu Benzema aber nicht wegen Beihilfe, sondern versuchter Erpressung, in einem Fall auch wegen Vertrauensmissbrauch.

Die Vorwürfe gehen auf den Juni 2015 zurück. Damals wurde dem französischen Mittelfeldspieler Mathieu Valbuena bei einem Anruf mit der Veröffentlichung eines intimen Videos gedroht, auf dem dieser zu sehen sein sollte. Hintergrund soll eine 25.000 Euro hohe Schuld einer der Männer sein, die beglichen werden sollte. Der Sender France Info berichtete, der Verdächtige solle das Video von Valbuenas Telefon gezogen haben.

Im Fokus der Vorwürfe gegen Benzema ist ein privates Gespräch zwischen ihm und Valbuena über das Sexvideo einige Tage nach dem Anruf. Benzema soll dabei versucht haben, seinen Kollegen zu einem Gespräch mit einem Mittelmann zu überreden. Über Geld sei zwar nicht gesprochen worden, doch dies sei klar gewesen, sagte Valbuena.

Benzema sei Teil einer Strategie gewesen und habe dies gewusst, zitierte der französische Sender BFM TV die Staatsanwaltschaft. Benzemas Verteidigung hatte die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen.

Medienberichten zufolge erklärten einige der Angeklagten vor Gericht wiederholt, dass sie Valbuena lediglich hatten helfen wollen, eine Veröffentlichung des Sexvideos zu verhindern. Die Staatsanwaltschaft forderte für sie mehrjährige Haftstrafen und Geldbußen. dpa

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