„Zeitpunkt für Veränderungen“

Real-Trainer Zinedine Zidane vor Abschied? Bei möglichem neuen Club wartet alter Bekannter

Zinedine Zidane
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Zinedine Zidane steht Medienberichten zufolge vor einem Real-Abschied

Zinedine Zidane trainiert derzeit Real Madrid. In einer Pressekonferenz ließ er durchblicken, dass er den Verein verlassen könnte. Medien spekulieren über einen Wechsel nach Italien.

Madrid/München - Zinedine Zidane kann auf einen prall gefüllten Trophäen-Schrank während seiner Zeit bei Real Madrid* blicken. Unter anderem gewann er an der Seitenlinie zweimal die spanische Meisterschaft, viermal die Champions League und reckte zweimal den Klub-WM Titel in die Luft. Wie spanische Medien berichten, soll die Zeit Zidanes bei Real zum Saisonende vorbei sein. Trotz Vertrags bis 2022.

Zinedine Zidane vor Real-Abschied? Italien wohl nächste Station

Auf der Pressekonferenz am Samstag hatte der WM-Champion von 1998 erklärt, dass „irgendwann der Zeitpunkt erreicht ist, dass es zu Veränderungen kommt.“ Für den Welt- und Europameister ist Real Madrid die erste Trainerstation - auch wenn er schon zum zweiten Mal den Klub trainiert. Spanische Medien spekulieren, dass es Zidane für sein nächstes Engagement nach Italien ziehen könne. Juventus Turin* verpasste in der laufenden Spielzeit die gesetzten Ziele, Andrea Pirlos Mannschaft droht sogar die Europa-League-Teilnahme.

Bei Juve könnte der Noch-Madrilene auf einen alten Bekannten treffen: Cristiano Ronaldo. Zidane und Ronaldo feierten in ihrer gemeinsamen Zeit bei Real Madrid den Champions-League-Titel. Dem fünfmaligen Weltfußballer werden ebenfalls Wechselabsichten nachgesagt, sein Berater dementierte die Gerüchte um eine Rückkehr zu Sporting Lissabon. Ähnlich unklar sind Zidanes Absichten. In Turin ist er jedenfalls kein Unbekannter. Als Spieler gewann er mit der „Alten Dame“ zweimal die italienische Meisterschaft.

Zinedine Zidane (rechts) streifte von 1996 bis 2001 das Juve-Trikot über.

Real Madrid vor Umbruch - Allegri als Zidane-Nachfolger gehandelt

Italienische Medien spekulieren derweil mit Massimiliano Allegri, der Nachfolger von Zidane bei Real werden könnte. Dieser hatte vor zwei Jahren mit Juve seinen fünften Scudetto erobert und sich seitdem eine Ruhepause gegönnt. Bei Real müsste der 53-Jährige ein schwieriges Erbe antreten. Die traditionell hohe Erwartungshaltung bei Real ist durch Zidanes Erfolge gewachsen, das nervöse Umfeld gibt neuen Trainern bekanntlich nur wenig Zeit. Auch muss der Kader verjüngt werden, Beobachter rechnen mit der Verpflichtung des Bayern-Stars David Alaba.

Bevor die Planungen Fahrt aufnehmen, stehen für Zinedine Zidane entscheidende Wochen an. Im Saisonendspurt müssen die Madrilenen zwei Punkte auf Stadtrivalen Atletico aufholen, um die dritte Meisterschaft unter Zidane zu feiern. (SID/jjf)

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