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CL-Kracher: "Können den Bayern Angst machen"

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Inter Mailands Kapitän Javier Zanetti bejubelt mit dem Pokal den Sieg im Champions League-Finale gegen den FC Bayern im Santiago Bernabeu Stadion in Madrid, Spanien (Archifoto vom 22.05.2010). © dpa

München - Inter Mailand ist für die Neuauflage des Vorjahresfinals in der Champions League gerüstet und erwartet ein "hartes Duell" mit dem FC Bayern. Die Italiener bangen um zwei Topstars, Bayern-Schreck Milito fällt definitiv aus.

Vier Tage vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Königsklasse gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister bezwangen die Nerazzurri am 26. Spieltag der italienischen Serie A das Mittelklasse-Team von Cagliari Calcio mit 1:0 (1:0). Winter-Zugang Andrea Ranocchia erzielte bereits in der siebten Minute den Siegtreffer zum siebten Heimsieg in Folge. Inter rückte mit 50 Punkten zumindest vorübergehend auf den zweiten Platz hinter Stadtrivale AC Mailand (52) vor, der am Sonntagnachmittag bei Chievo Verona antrat.

Der SSC Neapel (49) hatte am Sonntagabend gegen Catania Calcio noch die Möglichkeit, Inter wieder von Rang zwei zu verdrängen. „Es war sehr mühsam, das hätte ich nach dem frühen Tor nicht erwartet“, sagte Inter-Trainer Leonardo über den Arbeitssieg, den er einen „Erfolg des Charakters“ nannte.

Bayern-Schreck fällt aus

Der Einsatz von Ex-Bayern-Verteidiger Lucio und von Mittelfeldstar Wesley Sneijder am Mittwoch (20.45 Uhr/Sat.1 und Sky) im Giuseppe-Meazza-Stadion ist noch fraglich, auf Diego Milito, Doppeltorschütze beim 2:0-Sieg im Finale vor neun Monaten, muss Leonardo verzichten. „Bayern ist ein großartiges Team, aber das sind wir auch. Wenn wir alle Profis zur Verfügung haben, können wir unserem Gegner auch Angst machen“, sagte der Coach.

Vereinschef Massimo Moratti hat indes „enormen Respekt“ vor den Bayern. Das erneute Aufeinandertreffen der Vorjahresfinalisten sei „eine Gelegenheit, die die Münchner nach dem verloren gegangenen Finale freuen wird. Das wird ein hartes Duell“, sagte er der Welt am Sonntag.

Moratti pflegt „ein freundschaftliches Verhältnis“ zu den Münchnern um den Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge, der selbst in den 1980er Jahren für Inter stürmte. „Die Bayern gehören seit Jahrzehnten zu den Vorzeigeklubs Europas, ihr Vorstand ist von einer exemplarischen Zuvorkommenheit. Für die Bayern empfinde ich enormen Respekt“, sagte der 66 Jahre alte Inter-Eigner. Derweil trat Claudio Ranieri am Sonntag als Trainer des AS Rom zurück. Zuvor hatte die Roma nach einer 3:0-Führung beim FC Genua noch mit 3:4 (2:0) verloren und war nach der dritten Ligapleite in Folge auf den achten Platz der Serie A abgerutscht.

Spitzenreiter AC Mailand gewann mit 2:1 (1:0) bei Chievo Verona und liegt mit 52 Punkten drei Zähler vor Verfolger SSC Neapel. Der deutsche Shootingstar Alexander Merkel wurde in der 73. Minute ausgewechselt. „Ich habe immer an das Gute in der Mannschaft geglaubt. Nun ist es aber an der Zeit, ein Zeichen zu setzen. Nach dem Schlusspfiff habe ich mich in der Kabine bei der Mannschaft bedankt und meinen Rücktritt verkündet“, sagte Ranieri der Nachrichtenagentur ANSA. Der 57 Jahre alte Ranieri war seit 2009 Trainer bei den Römern.

SID

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