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Slomka redet Bayern stark

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Mirko Slomka © dpa

Freiburg - Hannover 96 ist durch das 3:1 beim SC Freiburg in der Tabelle an Bayern München vorbeigezogen. Jetzt freut sich 96-Coach Mirko Slomka auf einen entspannten Fernsehnachmittag am Samstag.

Nachdem seine Schützlinge die Aufgabe am Gründonnerstag ohne Probleme gelöst hatten, freute sich Mirko Slomka bereits auf einen entspannten freien Ostersamstag. „Ich werde mir das Spiel natürlich anschauen“, sagte der Trainer von Fußball-Bundesligist Hannover 96 im Anschluss an das 3:1 (2:0) zum Auftakt des 31. Spieltags beim SC Freiburg. Auf Slomkas Fernsehgerät wird die Partie von Bayern München zu sehen sein. Schließlich muss der Rekordmeister bei Eintracht Frankfurt gewinnen, um den Tabellendritten vom Qualifikationsplatz zur Champions League zu verdrängen.

Die bizarren Rituale der Fußballstars

Allzu spannend dürfte das TV-Vergnügen für Slomka allerdings nicht werden, denn der Coach scheint das Ergebnis bereits zu kennen. „Ich denke, die Bayern werden in Frankfurt nachlegen“, erklärte der 43-Jährige. Doch selbst wenn die Prophezeiung des Trainers stimmen und München am Samstagabend einen Punkt vor Hannover liegen sollte, steht die Kampfansage Slomkas im Fernduell mit den Bayern: „Ich befürchte, wir müssen schon alle ausstehenden Spiele gewinnen, um vor ihnen zu bleiben. Aber wir wollen diese Chance nutzen.“ Wenn die Niedersachsen in den Partien gegen Borussia Mönchengladbach, den VfB Stuttgart und den 1. FC Nürnberg so auftreten wie im Breisgau, dann sind drei Siege machbar.

Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Freiburger Stadion glänzten die Gäste, die sich in der vergangenen Saison erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt gesichert hatten, einmal mehr mit ihrer gnadenlosen Effektivität. Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw ließ das Slomka-Team in der Defensive - außer beim Gegentreffer des früheren 96-Profis Jan Rosenthal (79.) - so gut wie nichts zu. Und in der Offensive reichten den Niedersachsen, die nach der besten Saison der Klubgeschichte die Teilnahme an der Europa League so gut wie sicher haben, vier Chancen für drei Tore.

Obwohl der gesperrte Torjäger Didier Ya Konan fehlte, sorgten Mohammed Abdellaoue (24.), Jan Schlaudraff (31.) und Konstantin Rausch (58.) dafür, dass Hannover voraussichtlich erstmals seit 19 Jahren wieder auf der internationalen Bühne spielen wird. „Wir haben schon jetzt eine sehr gute Saison gespielt, aber wir wollen mehr“, sagte der frühere Bayern-Profi Schlaudraff, der mit seinen Teamkollegen an drei freien Tagen bis zum Ostermontag Kraft für den Endspurt tanken kann: „Es wird bis zum Ende spannend bleiben. Wir haben jetzt ein bisschen Druck auf die Bayern aufgebaut und möchten selbst die maximale Anzahl an Punkten holen.“ Auch Sportdirektor Jörg Schmadtke peilt drei Siege an. „Wir wollen das Maximum an Punkten einfahren.

Wir brauchen mehr Punkte als die Bayern - das ist klar“, erklärte der früherer Freiburger Torwart. Als Druck auf die Mannschaft will Schmadtke dieses Ziel aber nicht verstanden wissen: „Wenn es am Ende nicht ganz reichen sollte, dann ist es auch nicht ganz so wild.“ Im Gegensatz zu Schmadtke denken Slomka und die Spieler aber gar nicht erst an eine Niederlage im Fernduell mit den Münchnern. „Wir wollen unseren Lauf fortsetzen. Die Mannschaft hat sich in den letzten Wochen nicht vom Druck der Bayern beirren lassen und sie ist auch am Saisonende noch in guter Verfassung, so dass ich sehr zuversichtlich sein kann“, erklärte der Coach. Ähnlich sieht es Torwart-Senkrechtstarter Ron-Robert Zieler. „Es war wichtig, dass wir wieder an den Bayern vorbeigezogen sind und Druck aufgebaut haben. Es wäre natürlich am besten, wenn wir die drei restlichen Spiele gewinnen würden“, ergänzte Zieler, der laut Slomka trotz der Gerüchte um einen möglichen Wechsel „definitiv“ in Hannover bleiben wird.

SID

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