Härteres Trainingslager

"Zu weich!" Trainer Moniz zieht die Zügel an

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Trainer Ricardo Moniz (rechts) mit Neu-Löwe Gary Kagelmacher.

München - Bei den Löwen bleibt noch reichlich zu tun bis zum Saisonstart in gut drei Wochen. Trainer Ricardo Moniz kündigt bereits ein hartes Trainingslager an.

Mit dem Halbfinal-Aus seiner Holländer gegen Argentinien wollte sich Ricardo Moniz gestern nicht lange beschäftigen. „Du musst attackieren, Räume schaffen und hineinstoßen. Ballbesitz alleine garantiert keine Tore“, sagte der 1860-Trainer über den Auftritt der Elftal. Für das Finale am Sonntag hat Moniz einen klaren Favoriten: „Es ist beeindruckend, wie Deutschland spielt. Argentinien wird keine Chance haben!“

Beeindrucken, wenngleich ein paar Etagen tiefer, wollen künftig auch die Löwen. Das 1:0 gegen den Karlsruher SC sei zwar ein versöhnliches Resultat nach dem 0:1 gegen Lustenau gewesen, sagte Moniz. Doch mit der Leistung war der Trainer nur in Ansätzen zufrieden. Bei den Außenverteidigern Maxi Wittek und Grzegorz Wojtkowiak vermisste er die Impulse nach vorne, immerhin habe Wittek ein paar Flanken geschlagen. Insgesamt jedoch bleibe noch reichlich zu tun bis zum Saisonstart in gut drei Wochen.

Vor allem in Sachen Torgefahr wurden die Defizite sichtbar. Nach Bobby Woods Führungstor in der vierten Minute konnten sich die Löwen keine hundertprozentigen Chancen mehr erarbeiten. „Wir sind noch zu weich, um das 2:0 oder 3:0 zu machen. Deswegen haben wir so lange zittern müssen”, kritisierte Moniz.

Im Trainingslager in Bad Häring werde in der kommenden Woche auch die Intensität der Fitnessübungen gesteigert werden“, kündigte der Coach an. „Das erste Trainingslager war noch relativ ruhig“, ließ er lächelnd wissen. Bekanntermaßen will Moniz am 4. August die fitteste Mannschaft der Liga auf den Platz schicken. „Von diesen Ziel sind wir noch weit weg“, sagte er. „Wir waren gegen Karlsruhe nach einer Stunde leer. Fitness und Schnelligkeit sind das A und O im Fußball!”

So sieht’s auch Gerhard Poschner. Dem Sport-Geschäftsführer gefielen der Einsatz und die Laufbereitschaft in der ersten Halbzeit. Und: „Teilweise war auch zu erkennen, dass sich eine Spielkultur entwickelt.“ Wittek und Torschütze Bobby Wood („er hat die Zeichen der Zeit erkannt“) verdienten sich ein Sonderlob. Bei Stürmer Rubin Okotie sei es verständlich, dass nach einer Woche Training die Bindung noch etwas fehle. Die Frage nach neuem Personal beantwortet Poschner gelassen: „Wir arbeiten – ganz ohne Hektik.“

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lk

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