Zwanziger: Hat er alles im Griff?

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Theo Zwanziger

Berlin - Krise, welche Krise? Schenkt man dem Großteil der Verbandsfürsten Glauben, ist das Vertrauen in DFB-Chef Zwanziger weiter ungebrochen. Zumindest offiziell meckert keiner - schon allein aus Eigennutz.

Eine Revolution von innen muss DFB-Chef Theo Zwanziger (noch) nicht befürchten. Obwohl der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes derzeit öffentlich für Krisenmanagement und Kommunikation gescholten wird, schlagen sich die Chefs der Regional- und Landesverbände zumindest offiziell klar auf die Seite Zwanzigers. Einen Imageschaden für den DFB fürchten die Provinzfürsten nicht.

“Es kann doch jetzt nicht von einer Krise des DFB die Rede sein“, sagte DFB-Vizepräsident Hermann Korfmacher in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Der Präsident des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes räumte zwar ein, dass es “aktuell einige komplexe und nicht ganz einfache Themen“ gebe, “aber ich bin absolut sicher und fest davon überzeugt, dass der DFB auch diese Situation meistern wird“.

Die seltsamsten Fußballer-Namen

Hier sehen Sie eine Auswahl der merkwürdigsten Spielernamen. Entweder sie wecken seltsame Assoziazionen, oder aber sie sind schwierig auszusprechen. Auch die Fans stellen manche Namen auf eine harte Probe, hier sehen Sie ein Banner mit dem falsch geschriebenen "Kuraniy" auf diesem Foto aus seiner Schalke-Zeit. Zugegeben: Für ihre Namen können die Leute nichts, und deswegen sollte man sich auch nicht darüber lustig machen. Aber bemerkenswert finden darf man manche Namen allemal - klicken sie sich durch! © dpa
Bekim Kastrati: Der Klassiker unter den kuriosen Namen. Als der Spieler (damals bei Fortuna Düsseldorf) sich eine schmerzhafte Verletzung an den Genitalien zuzog, stand in den Zeitungen die seltsame Überschrift: "Hoden-Riss bei Kastrati" © Getty
Alain Junior Ollé Ollé: "Olleeeee Olleeeeee Olleeeeeeeee Olleeeeeeeee", schallt es regelmäßig durch Deutschlands Stadien. Der Youngster, ehemals SC Freiburg, ist aber in den seltensten Fällen gemeint. © Getty
Kees Kwakman: Da kann man durchaus mal Hunger bekommen © dpa
Julian Schieber: Hier ist der Fall umgekehrt. Wenn die VfB-Fans "Schieber" skandieren, dann wollen sie meist nicht dem Schiedsrichter eine Wettbewerbsverzerrung unterstellen. Sie fordern schlichtweg die Einwechslung des Publikumslieblings. © Getty
Demba Ba: Sein Nachname ist fast schon vorbei, bevor er überhaupt begonnen hat © Getty
Jörg Butt: Für Deutsche klingt sein Name ganz normal - aber fragen Sie mal einen Engländer oder Amerikaner! Im Englischen bedeutet sein Nachname "Ar**h". © Getty
Jan-Ingwer Callsen-Bracker: Viel Mut zum Doppelnamen bewiesen die Eltern des Innenverteidigers. © Getty
Eric Maxim Choupo-Moting: Am kniffligsten ist wohl der erste Teil seines Nachnamens - aber auch die anderen haben es in sich. © Getty
Christopher Gäng: Der Keeper ist vielen nur durch seinen kuriosen Namen ein Begriff. © Getty
Marc Gouiffe à Goufan: Bitte einmal laut vorlesen - für Zungenschäden übernehmen wir keine Haftung! © Getty
Grafite: Grafitsch? Grafitö? Grafitschi? Grafitt? Selbst als er Torschützenkönig wurde, wusste keiner so recht, wie man den Namen des Brasilianers ausspricht. Richtig ist: "Grafitt" - oder? © Getty
Léonard Kweuke: Erst wenn man die korrekte Aussprache kennt, wird sein Name kurios: "Quäke" © Getty
Zvjezdan Misimovic: Der Vorname des Spielmachers ist so schwierig auszusprechen, dass ihn alle nur "Zwetschge" nennen. © Getty
Kristian Nicht: Stolperfallen sind Vorprogrammiert, wenn Reporter über ihn sprechen oder schreiben. © Getty
Sebastian Schindzielorz: Der Mittelfeldspieler hat schon seit Jahren seinen Spitznamen weg: Sie nennen ihn "Schnitzelhorst". © Getty
Frank Fahrenhorst: Ein Horst kommt selten allein. Neben Schnitzelhorst (siehe vorheriges Bild) gibt es in Deutschland auch einen Fahrenhorst. Manche nennen den mitunter wackligen Innenverteidiger auch despektierlich "Gefahrenhorst". © Getty
Valdet Rama: Der Wirbelwind heißt nicht nur wie eine Margarine - die Kombination aus Vor- und Nachnamen bietet noch einen Extra-Kniff. Die ergibt nämlich "Valderrama" - und so heißt das kolumbianische Fußball-Idol mit der Mega-Lockenmähne. Kein Wunder, dass auch der Hannoveraner den Spitznamen "Carlos" verpasst bekam. © Getty
Franck Ribéry : Für die meisten ist es kein Problem, den Namen des französischen Megastars auszusprechen. Für manche aber doch. Vor allem Franz Beckenbauer glänzt immer wieder durch neue Ausspracheoptionen. © Getty
Bastian Schweinsteiger: Alle Deutschen haben sich längst an den Namen des Nationalspielers gewöhnt. Wer aber wissen will, wie seltsam sich "Schweinsteiger" anhören kann, sollte mal ausländisches Fernsehen schauen. © Getty
Albert Streit: Ganz klar etwas aus der Abteilung "Nomen est omen": Der streit-bare Fußball-Profi verscherzte es sich schon mit mehreren Trainern © Getty
Sandor Torghelle: Nomen est omen? Nichts anderes würde sich der Stürmer wünschen. © Getty
Patrick Milchraum: Achtung, Schenkelklopfer! Hier sehen Sie Milchraum im Strafraum © Getty
Christian Wetklo: Ohne Worte. © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Nejmeddin Daghfous © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Valerie Domovchiyski © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Davidson Drobo-Ampem © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Daniel Gygax © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Vasily Khomutovsky © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Dorge Kouemaha © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Pa Saikou Kujabi © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Peniel Kokou Mlapa © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Seyi Olajengbesi  © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Herve Oussale © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Shervin Radjabali-Fardi © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Niklas Tarvajärvi © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Anatoliy Tymoshchuk © Getty
Und Macchambes Younga-Mouhani. Es sind eben die Kleinigkeiten, die den Fußballfans Freude machen - und seien es nur seltsame Namen. © Getty
Steven Skrzybski: Chipski? Schrübski? Skripski? Das weiß vermutlich nur der junge Spieler von Union Berlin selbst. © getty

Fast täglich muss sich der größte Sportfachverband der Welt aktuell mit Negativ-Schlagzeilen auseinandersetzen. Ob Schiedsrichter unter dem Verdacht der Steuerhinterziehung, Dauerstreit mit dem früheren Funktionär Manfred Amerell, Debatte über Gewalt in den Stadien - Zwanziger ist als Problemlöser gefordert, gibt sich dabei aber bei allem Gegenwind betont gelassen. Der Rückendeckung seiner Verbandsgefolgschaft ist er sich bewusst - lediglich aus dem Süden ist ein leichtes Grummeln zu vernehmen.

Herbert Rösch, Präsident des Württembergischen Fußballverbands, wollte sich auf Anfrage nicht öffentlich äußern. Der Chef des Badischen Verbandes dagegen forderte eine interne Aufarbeitung der Vorkommnisse. “Wir sollten das hinter verschlossenen Türen regeln, weil wir das Krisenmanagement, falls es etwas zu verbessern geben sollte, nur so verbessern können“, sagte Ronny Zimmermann.

Ansonsten: Zurückhaltung und Unterstützung für den Juristen aus Altendiez. Revolutionäre Umstürze sind innerhalb des DFB genauso wenig zu erwarten wie Putschversuche gegen FIFA-Chef Joseph Blatter. Zu sehr sind Funktionäre - ob auf nationaler oder internationaler Ebene - in ihren Verbandsstrukturen gefangen, haben mögliche eigene Ambitionen im Blick oder taugen schlicht nicht als Reformer. “Das Image leidet zwar, doch der Präsident arbeitet für mich ohne Fehl und Tadel“, sagte Rainer Milkoreit, Präsident des Nordostdeutschen Verbandes. “Für mich machen sie das ordentlich, auch wenn es nicht überall den Anschein dafür hat. Von mir erhält der DFB ein gutes Urteil, denn ich weiß auch um die Schwere dieser Aufgabe.“

“Unser Präsident weiß schon, was er tut und weshalb er welche Entscheidungen trifft“, sagte Rolf Hocke. Der Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes hat nach dem Streit zwischen Zwanziger und Vizepräsident Rainer Koch das Ressort Rechts- und Satzungsfragen von Koch übernommen. “Oberster Grundsatz ist, dass wir erstmal Ruhe in die ganze Geschichte rein bekommen“, forderte Hocke jetzt.

Auch aus dem hohen Norden verspürt Zwanziger keinen Druck. “Dass der größte Sportfachverband der Welt, der größer ist als der Gewerkschaftsbund, auch immer einige Probleme hat, ist normal. Durch Herrn Amerell besteht aber keine Stigmatisierung des deutschen Fußballs, das ist ein Ausnahmeproblem. Es gab zwischen Theo Zwanziger und Rainer Koch einige Dissonanzen. Die sind aber operativ erledigt worden. Jetzt geht es nur nach vorn“, sagte Dirk Fischer, Präsident des Hamburger Fußball-Verbandes und Bundestags-Abgeordneter.

Und auch Bernd Schultz, Boss des Berliner Verbandes BFV, antwortet auf die Frage, ob die DFB-Spitze ihren Laden wieder in den Griff bekommt: “Mit Sicherheit. Die Gremien des DFB funktionieren gut.“

dpa

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