Zwanziger bietet schwulen Fußballern DFB-Hilfe an

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Dr. Theo Zwanziger engagiert sich für schwule Sportler

Berlin - DFB-Präsident Theo Zwanziger hat sich erneut gegen die Diskriminierung homosexueller Fußballer ausgesprochen. Er bietet dem Spieler, der sich als erstes outen will, Hilfe an.

Zwanziger bot am Montag in Berlin die Hilfe des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) an, sollte sich erstmals ein Profi als schwul outen wollen. “Der DFB hat signalisiert, dass er das Coming out mit allen Mitteln begleitet und, soweit es nötig ist, unterstützen wird“, sagte Zwanziger beim Neujahrsempfang des Völklinger Kreises. Der Völklinger Kreis ist der Bundesverband schwuler Führungskräfte.

Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten

Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Uwe Seeler, Debüt am 16.10.1954 mit 17 Jahren und 11 Monaten, gegen Frankreich (1:3), insgesamt 72 Länderspiele © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Mario Götze, Debüt am 17.11.2010 mit 18 Jahren und 5 Monaten gegen Schweden (0:0). Noch aktiv. © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Olaf Thon am 16.12.1984 mit 18 Jahren und sieben Monaten gegen Malta (3:2), insgesamt 52 Länderspiele. © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Lukas Podolski am 06.06.2004 mit 19 Jahren gegen Ungarn (0:2). Noch aktiv. © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Karl-Heinz Schnellinger am 02.04.1958 mit 19 Jahren gegen die CSSR (2:3), insgesamt 47 Länderspiele. © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Helmut Haller am 24.09.1958 mit 19 Jahren und zwei Monaten gegen Dänemark (1:1), insgesamt 33 Länderspiele. Vier Jahre zuvor gab Klaus Stürmer am 16.10.1954 mit 19 Jahren und zwei Monaten sein Debüt gegen Frankreich (1:3), insgesamt zwei Länderspiele - hier die WM-Elf von 1954 aus dem gleichen Jahr. © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Lothar Matthäus am 14.06.1980 mit 19 Jahren und zwei Monaten gegen die Niederlande (3:2), insgesamt 150 Länderspiele  © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Marko Marin am 27.05.2008 mit 19 Jahren und zwei Monaten gegen Weißrussland (2:2), noch aktiv. © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Ludwig Kögl am 15.06.1985 mit 19 Jahren und drei Monaten gegen Mexiko (0:2), insgesamt zwei Länderspiele (Kögl ist hier bei einem Altstars-Spiel zwischen dem FC Bayern und Real Madrid zu sehen). © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Bernd Schuster, Debüt am 22.05.1979 mit 19 Jahren und fünf Monaten gegen Irland (3:1), insgesamt 21 Länderspiele. © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Karlheinz Förster, Debüt am 05.04.1978 mit 19 Jahren und acht Monaten gegen Brasilien (0:1), insgesamt 81 Länderspiele. © dpa

Sein Vorsitzender Bernd Schachtsiek erklärte, er wünsche sich, dass sich vor allem mehr ehemalige Profis bekennen würden, da sie nicht mehr dem gleichen Druck wie aktive Fußballer ausgesetzt seien. Zwanziger meinte allerdings, es sei noch Geduld erforderlich. Während ihm homosexuelle Amateur-Fußballer bereits mitgeteilt hätten, das öffentliche Bekenntnis zu ihrer Orientierung stelle kein Problem mehr dar, sei dies im Profi-Fußball schwieriger. “Auch ein DFB-Präsident kann so ein Coming out nicht herbeiführen, er kann nur ein Signal aussenden“, sagte Zwanziger.

Der DFB-Chef hält es für möglich, dass schwule Talente nicht den Durchbruch schaffen, weil “in den Jahren des Versteckspiels viel Kraft verloren geht“. Zudem würden die Trainer nicht dafür belohnt, dass sie Spielern beim öffentlichen Bekenntnis ihrer Homosexualität helfen, sondern nur für den Erfolg.

dpa

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