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Handball-EM: ARD mit erfreulicher Nachricht nach Deutschland-Auftakt im TV

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Von: Armin T. Linder

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Handball-Bundestrainer Alfred Gislason beim Spiel gegen Belarus.
Handball-Bundestrainer Alfred Gislason beim Spiel gegen Belarus. © Marijan Murat/dpa

Nicht nur die DHB-Auswahl mit Bundestrainer Alfred Gislason hat nach dem Start der Handball-EM Grund zum Jubeln - sondern auch die ARD.

Bratislava - Kaum war die knifflige Auftaktaufgabe bei der Handball-EM mit dem 33:29-Sieg gegen Belarus bewältigt, richtete sich der Blick der deutschen Akteure bereits auf den nächsten Gegner. „Es war ein gelungener Start, auch wenn nicht alles großartig war. Dieser Sieg hilft der Mannschaft, aber wir müssen fokussiert bleiben und die Aufgabe gegen Österreich genauso angehen“, sagte Bundestrainer Alfred Gislason vor der zweiten Vorrundenpartie.

Handball-EM: Auftaktspiel von Deutschland mit starken TV-Quoten

Auch für die ARD gibt es gute Nachrichten: Der TV-Sender erzielte starke Quoten mit der deutschen Auftakt-Partie. Wie DWDL.de vermeldet, schalteten durchschnittlich 3,60 Millionen Menschen ab 18 Uhr ein. Diese sorgten für einen „überzeugenden Marktanteil von 15,9 Prozent“, ordnet das Fachmagazin die Quote ein. Beim jungen Publikum lag der Marktanteil bei 14,9 Prozent. Für das Erste bedeutete der Zuspruch den drittbesten Tageswert seines Programms hinter der 20.00-Uhr-Ausgabe der „Tagesschau“-Nachrichten (4,93 Millionen/MA: 17,1) und dem Abend-Film (4,90/16,8).

Das Interesse der TV-Zuschauer am EM-Geschehen blieb allerdings noch hinter den Werten vergangener Großereignisse zurück. Bei der WM im zurückliegenden Jahr erreichte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) mit ihrem ersten Gruppenspiel gegen Uruguay noch 3,95 Millionen Zuschauer und turnierübergreifend in der Spitze 4,95 Millionen Interessierte. 2020 bei der EM lag die durchschnittliche Einschaltquote bei Spielen des DHB-Teams bei über 5,2 Millionen Zuschauern, während die Auftritte der deutschen Gastgeber bei der Heim-WM 2019 sogar immer mindestens sechs Millionen Fans vor die TV-Geräte gelockt hatten.

Das Zuschauer-Interesse dürfte noch steigen. Die Partie zwischen Portugal und Island bei Eurosport 1 brachte hingegen nur 160.000 Menschen zum Einschalten.

Handball-EM: Nächstes Deutschland-Spiel am Sonntag gegen Österreich

Weiter geht‘s fürs DHB schon an diesem Sonntag (18.00 Uhr/ARD) gegen Österreich (der Handball-EM-Spielplan im Überblick). Die Ausgangslage: Gewinnt die deutsche Mannschaft erneut, hat sie vier Punkte auf dem Konto. Sollte Polen im Anschluss die Belarussen besiegen, stünde die DHB-Auswahl schon vorzeitig in der Hauptrunde. „Ich hoffe, dass wir die nächsten zwei Punkte einfahren“, sagte Rückraumspieler Kai Häfner.

Die Schwächen: Die Abwehr, jahrelang das Prunkstück, war gegen Belarus eine Halbzeit lang nicht auf der Höhe. „Wir haben den gegnerischen Kreisläufer und die Außenspieler überhaupt nicht unter Kontrolle gekriegt, dadurch sind auch die Torhüter nicht gut in die Partie gekommen“, resümierte Gislason. Das soll sich gegen die Österreicher nicht wiederholen. „Wir müssen es schaffen, von Beginn an voll da zu sein“, appellierte Kapitän Johannes Golla. Die Stärken: Vor allem aus dem Rückraum - sonst oft die Schwachstelle im deutschen Spiel - entwickelte das DHB-Team unheimlich viel Druck und Torgefahr. Kai Häfner (8 Tore) und sein Melsungener Vereinskollege Julius Kühn (6) waren kaum zu stoppen. „Kai hat in meinen Augen absolut überragend gespielt. Nicht nur seine Anzahl an Toren, sondern auch die Anzahl seiner Assists waren sehr stark. Das war das wahrscheinlich beste Spiel was ich jemals von ihm gesehen habe - und ich habe einige Spiele gesehen“, lobte Gislason. Der Coach traf beim Hotel-Frühstück auf Belarus-Coach - und wurde einfach ausgelacht. (lin/sid/dpa)

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