Handball-Champions-League

Löwen beenden Mini-Krise - auch Flensburg und Kiel siegen

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Löwen-Torwart Andreas Palicka.

Die Rhein-Neckar Löwen beendeten ihre Mini-Krise mit einem Achtungserfolg, die Nordrivalen THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt sammelten Selbstvertrauen fürs Derby. Die Handball-Bundesligisten haben am Wochenende in der Champions League ihre Muskeln spielen lassen.

Die Löwen verpassten nach neun Auswärtsspielen und drei Niederlagen in Folge im ersten Heimspiel seit sechs Wochen beim 21:21 (11:11) gegen den noch ungeschlagenen Titelverteidiger Vardar Skopje den Befreiungsschlag zwar hauchdünn, zeigten aber gegen das Starensemble aus Mazedonien eine bärenstarke Leistung.

Flensburg gewann beim slowenischen Meister RK Celje 30:27 (16:14) und geht damit als Favorit ins Nordderby mit dem Erzrivalen aus Kiel am Mittwoch (19.30 Uhr/Sky). Mit dem neunten Pflichtspielsieg in Folge setzte die SG mit 14 Punkten in der Gruppe B Spitzenreiter Paris Saint-Germain (16 Punkte) weiter unter Druck. Nur der Gruppensieger zieht direkt ins Viertelfinale der Königsklasse ein.

In der Gruppe A führt weiter Skopje (14), das die erste Niederlage nur knapp verhinderte. Die Löwen (12) verpassten den Sprung auf den zweiten Platz.

Die kriselnden Kieler hatten am Samstag, zwei Tage nach der blamablen Niederlage beim abstiegsbedrohnten Altmeister VfL Gummersbach, mit einer eindrucksvollen Reaktion aufmerken lassen. Mit dem 33:23 (15:10)-Kantersieg gegen das weißrussische Spitzenteam HC Meschkow Brest verbesserte der THW (9 Punkte) seine Ausgangsposition im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale.

Nach einer völlig ausgeglichenen Partie und einer tollen Löwen-Leistung parierte in Mannheim der überragende Gäste-Torwart Arpad Sterbik den freien Wurf von "Löwe" Gedeon Guardiola in letzter Sekunde und rettete den Gästen einen Punkt. Beide Teams zeigten in der SAP-Arena ein Duell auf Augenhöhe und vor allem defensiv auf hohem Niveau. "Es ist ein intensives Spiel, geprägt von zwei sehr starken Torhütern und Abwehrreihen", sagte Bundestrainer Christian Prokop in der Halbzeit am Sky-Mikrofon.

Auch in der zweiten Halbzeit konnte sich kein Team mit mehr als zwei Toren absetzen, auch weil Löwen-Torwart Andreas Palicka und sein Gegenüber Sterbik, seit Jahren einer der besten Keeper der Welt, hervorragend hielten. Beste Löwen-Werfer waren Lars Mensah-Larsen (4) und Alexander Petersson (4). Bei Skopje ragte 2,15-m-Riese Dainis Kristopans (5) heraus.

"Die letzten paar Wochen und die drei Niederlagen haben uns durchgeschüttelt. Der Punkt war sehr wichtig für uns", sagte Palicka bei Sky.

Beim jungen Team aus Celje blieben die Flensburger, für die es auch in der Bundesliga (Zweiter hinter den Füchsen Berlin) nach Plan läuft, in jeder Phase Herr der Lage. Beste Werfer der Gäste waren Rechtsaußen Marius Steinhauser und Simon Jeppsson (beide 6).

Auch im EHF-Cup gab es gute Nachrichten für die Bundesliga. Der SC Magdeburg folgte Frisch Auf Göppingen und den Füchsen Berlin in die Gruppenphase. Der frühere Champions-League-Sieger verlor sein Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde bei HC Dobrogea Sud Constanta in Rumänien zwar knapp mit 26:27 (15:15), kam aber dank des 27:25-Sieges im Heim-Hinspiel eine Woche zuvor weiter.

sid

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