Spannender Kampf um die Tabellenspitze

Melsungen ringt den Meister nieder - Berlin bleibt Spitze

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Melsungens Finn Lemke jubelt während des Spiels.

Nach der zweiten Saisonniederlage von Meister Rhein-Neckar Löwen ist die Spitze in der Handball-Bundesliga dichter zusammengerückt. Tabellenführer bleiben die Füchse Berlin vor der SG Flensburg-Handewitt und dem Titelverteidiger.

Kassel - Die MT Melsungen hat das Rennen um die deutsche Handball-Meisterschaft wieder spannend gemacht. Die Nordhessen fügten Meister Rhein-Neckar Löwen am Donnerstag beim 29:26 (15:13) die zweite Saisonniederlage zu. Die Löwen fielen mit 20:4 Punkten hinter Spitzenreiter Füchse Berlin (23:5) und die SG Flensburg-Handewitt (21:5) auf Rang drei zurück. Die Berliner gewannen beim TSV GWD Minden 37:29 (17:14), die Norddeutschen deklassierten Aufsteiger TV Hüttenberg mit 38:23 (20:9).

„Wir waren nicht schlau genug“, haderte Löwen-Spielmacher Andy Schmid nach der Niederlage im TV-Sender Sky. Zunächst hatte es noch nach einem Erfolg der Mannheimer ausgesehen, doch mit ihrer robusten Abwehrarbeit verschafften sich die Melsunger viel Respekt. Nationalspieler Tobias Reichmann sorgte per verwandelten Siebenmeter zum 12:11 (26.) für die erste Führung der MT. „Wir bringen Melsungen selber zurück ins Spiel“, klagte Schmid.

Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen versuchte es wie schon häufiger mit dem siebten Feldspieler, doch Melsungen hatte auch auf diese taktische Variante die richtige Antwort parat. Alleine MT-Keeper Nebojsa Simic erzielte zwei Treffer ins leere Tor. Der Montenegriner zeigte nicht nur wegen seiner Tore eine herausragende Leistung. So nannte auch Melsungens neunfacher Torschütze Julius Kühn „das Abwehrspiel und einen überragenden Torhüter“ als die Schlüssel zum Sieg.

Die Füchse Berlin hatten bei ihrem ungefährdeten Sieg in Minden in Steffen Fäth den besten Werfer in ihren Reihen. Der Nationalspieler war siebenmal erfolgreich. Die SG Flensburg-Handewitt überrollte Aufsteiger TV Hüttenberg, ließ erst in der siebten Minute den ersten Treffer der Gäste zum 1:5 zu. Kreisläufer Anders Zachariassen bestätigte seine derzeit herausragende Form mit elf Treffern. Der THW Kiel rehabilitierte sich für die 26:29-Heimpleite in der Champions League gegen Celje Pivovarna Lasko und baute seine Erfolgsserie in der Bundesliga durch das 29:19 (16:12) über den TBV Lemgo auf 11:1 Punkte aus.

Das Bruder-Duell in der Familie Häfner entschieden Kai Häfner und die TSV Hannover-Burgdorf gegen Max Häfner und den TVB 1898 Stuttgart mit 27:20 (16:11) für sich. Kai Häfner erzielte fünf Tore, Max nur eines. Der SC Magdeburg kämpfte sich zu einem 28:22 (13:11) über den HC Erlangen, die HSG Wetzlar hielt Die Eulen Ludwigshafen beim 30:21 (13:10) sicher auf Distanz.

dpa

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