Unentschieden gegen Serbien

Nach Krimi: Handballerinnen bei Heim-WM im Achtelfinale

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Xenia Smits wird von Serbien gestoppt. 

Die deutschen Handball-Frauen haben bei der Heim-WM vorzeitig das Achtelfinale erreicht. Damit ist das Ziel Halbfinale weiterhin machbar. 

abellenführung verpasst, Achtelfinale erreicht: Die deutschen Handballerinnen haben beim WM-Debüt von Ausnahmetalent Emily Bölk in einem regelrechten Krimi mit Mühe das erste Etappenziel geschafft. Der Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler genügte gegen Serbien in Leipzig ein 22:22 (9:11) zum vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde. Der EM-Sechste verpasste mit 5:1 Punkten allerdings den Sprung an die Spitze der Gruppe D. Serbien glich vier Sekunden vor dem Ende aus.

Beste Werferin der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) war Svenja Huber mit sechs Toren. In den abschließenden beiden Vorrundenspielen gegen China am Mittwoch und Vize-Weltmeister Niederlande am Freitag (beide 18.00 Uhr/Sport1) geht es um den Gruppensieg.

Biegler: „Serbien ist ein anderes Kaliber“

"Serbien ist ein anderes Kaliber", hatte Biegler nach den Auftaktsiegen gegen Kamerun (28:15) und Asienmeister Südkorea (23:18) gewarnt. Seine Ladies hörten auf ihren Coach und begannen äußerst konzentriert. Aggressiv in der Abwehr, variabel im Angriff - der Lohn war eine 6:2-Führung vor 3871 Zuschauern (11.).

In der Folge schlichen sich aber zahlreiche Unsicherheiten ins deutsche Spiel ein. Die Deckung bekam immer weniger Zugriff auf die körperlich überlegenen Serbinnen, vorne wurden einige Chancen leichtfertig vergeben. Nach dem Ausgleich zum 8:8 (20.) nahm Biegler die erste Auszeit und wirkte beruhigend auf seine Spielerinnen ein. Das deutsche Angriffsspiel blieb aber bis zur Pause fehlerhaft, daran änderte auch die Einwechslung von Rückraumspielerin Bölk in der 26. Minute nichts.

Bölk endlich dabei

Das "Wunderkind" stand nach überstandener Fußverletzung erstmals zur Verfügung. "Ich freue mich, endlich auf der Platte stehen zu können und dass es endlich auch für mich losgeht", sagte die 19-Jährige vor Spielbeginn. Sie habe in den vergangenen Tagen "wie auf heißen Kohlen" gesessen.

Nach dem Wechsel zeigten die Gastgeberinnen ihr Kämpferherz, Jenny Karolius glich zum 11:11 (36.) aus. Das deutschen Angriffsaktionen waren aber weiterhin zu überhastet. Serbien war zudem robuster. Beim 13:16 (40.) nahm Biegler die nächste Auszeit und forderte "klare Pässe" und "sichere Bälle" - zunächst mit Erfolg.

Wieder einmal war Kramarczyk stark

Torhüterin Katja Kramarczyk wurde immer mehr zum Rückhalt, Rechtsaußen Huber glich per Siebenmeter zum 18:18 (48.) aus. Mit Zeitstrafen machte sich die DHB-Auswahl das Leben aber selber schwer, auch Biegler hatte sich kurzzeitig nach einer vermeintlichen Fehlentscheidung nicht im Griff und kassierte eine Strafe.

Doch in der Schlussphase kämpfte sich das deutsche Team nervenstark zurück. Kreisläuferin Karolius sorgte in der 59. Minute für die umjubelte Führung, am Ende reichte es aber nicht zum Sieg.

SID

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