Rote Markierung erinnert an Opfer

60. Jahrestag: Gedenken an den Horror-Unfall von Le Mans

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84 Menschen starben bei dem Unglück am 11. Juni 1955.

Le Mans - Der schlimmste Unfall in der Geschichte des Motorsports jährt sich zum 60. Mal. Bei der Tragödie von Le Mans waren 1955 84 Menschen ums Leben gekommen.

Es war 18.26 Uhr, als auf dem Circuit des 24 Heures von Le Mans die Hölle losbrach. Pierre Levegh rast am 11. Juni 1955 auf die Start-Ziel-Gerade zu, mit 250 km/h steuert er seinen Mercedes 300 SLR vorbei an den Zuschauerrängen, da entfacht eine Kette verhängnisvoller Ereignisse ein Flammenmeer. Der Austin von Lance Macklin wird nach einem Ausweichmanöver zur Sprungschanze für Levegh, dessen Bolide schießt in die Höhe. Blech, Vorderachse, Reifen und Motor lösen sich, fliegen in die Zuschauer und hinterlassen eine Todesschneise. Der Tank explodiert, der Motorblock landet 100 Meter entfernt.

Der Wagen von Pierre ­Levegh verunglückte in Le Mans.

60 Jahre ist es her, dass ­Levegh und 83 Zuschauer in Le Mans ihr Leben ließen. Der schlimmste Unfall, den der Motorsport je hat erleiden müssen, führte zu tiefgreifenden Veränderungen und zu mehr Sicherheit. Am Wochenende erlebt das Lang­streckenrennen seine 83. Ausgabe, die Prototypen gehören zu den größten Attraktionen des Rennsports.

Gedenken an die Opfer: Streckenposten am Dienstag in Le Mans.

Vor 60 Jahren nahm Mercedes die verbliebenen beiden Autos in der Nacht aus dem Rennen, am Saisonende zog sich die Firma weitgehend aus dem Motorsport zurück, kehrte erst 1988 wieder. „Im Rückblick müssen wir zugeben, dass die Sicherheitsmaßnahmen damals mit der Entwicklung der Boliden nicht Schritt gehalten hatten“, sagt Fabrice Bourigault, einer der Verantwortlichen des veranstaltenden Automobilklubs des Westens, über die Tragödie. Heute erinnert eine rote Markierung auf der Fahrbahn an die 84 Toten des 11. Juni 1955. An die Ereignisse, die wie ein Schatten über Le Mans liegen.

tz

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