Sie steckt es gut weg

Über 2 Millionen Instagram-Follower: Olympia-Sprinterin aus Bayern muss in Tokio Rückschlag verkraften

Alica Schmidt verbreitete via Instagram die bittere Nachricht aus Tokio, dass sie nicht für den Lauf ihres Teams nominiert wurde.
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Alica Schmidt verbreitete via Instagram die bittere Nachricht aus Tokio, dass sie nicht für den Lauf ihres Teams nominiert wurde.

Sportlich lief es für sie in Japan nicht gut: Sprinterin und Influencerin Alica Schmidt musste bei den Olympischen Spielen eine Enttäuschung verkraften.

München/Tokio - Was ihre Bekanntheit auf Instagram angeht, ist sie eine der klaren Gewinnerinnen von Tokio: Leichtathletin Alica Schmidt aus Ingolstadt. Auch wenn sie sportlich bei Olympia in Japan gleich zweimal scheiterte.

Die 22-Jährige hat zwei Karrieren: Sie ist neben ihrem Job als Athletin auch Influencerin auf Instagram und Tiktok. Durch die Olympischen Spiele hat ihr Account enorm an Zuwachs gewonnen, stand kurz vor Tokio bei zwei Millionen und jetzt schon bei 2,3 Millionen Followern. Bei Tiktok wurden ihre Beiträge 20,3 Millionen mal aufgerufen. Was ihr Kerngeschäft, das Sprinten angeht, lief es dagegen nicht so rosig.

Alica Schmidt: Instagram-Influencerin wird nicht für den 4x400-Meter-Lauf nominiert

Zunächst musste sie die Nachricht verdauen, dass sie nicht für den Vorlauf ihres Teams über vier mal 400 Meter nominiert wurde. Statt Schmidt liefen ihre Kolleginnen Corinna Schwab, Carolina Krafzik, Laura Müller und als Schlussläuferin Ruth Sophia Spelmeyer-Preuss. Schmidt postete tapfer in ihrer Story, sie werde nun „ihre Mädels anfeuern.“

Am Donnerstag (5. August) war es dann so weit: Der Vorlauf stand an. Doch Schmidts Team musste eine Enttäuschung hinnehmen. Deutschland wurde insgesamt nur Zehnter und ist somit bereits nach dem Vorlauf ausgeschieden, schaffte es nicht ins Finale.

Alica Schmidt steckt Enttäuschung gut weg: „Ich könnte nicht dankbarer sein“

Schmidt scheint trotzdem viel Positives aus Japan mitzunehmen. Sie habe „sehr viele süße Nachrichten bekommen.“

Die Athletin weiter: „Ich könnte nicht dankbarer sein für all die Erfahrungen, die ich bereits während meiner Zeit in Tokio gemacht habe. Ich habe so viel lernen können und kann es kaum erwarten, wohin mich meine sportliche Karriere in den nächsten Jahren führen wird.“

Auch wenn es sportlich nicht lief - für ihr Instagram-Profil, auf dem sie etwa Werbung für den Sportartikelhersteller Puma und die Fitness-Lebensmittelmarke „Foodspring“ macht, war Tokio ein voller Erfolg. Ausländische Medien wie die New York Post berichteten über sie, ein australisches Magazin kürte sie schon vor Olympia zur „heißesten Athletin der Spiele“. Trotzdem: Im Interview mit dem Donaukurier ordnete sie Sport im Vergleich zu ihrer Tätigkeit als Influencerin „klar an erster Stelle“ ein. Schmidt wurde in Worms geboren, zog im Alter von einem Jahr nach Ingolstadt und lebt heute in Berlin. (cg)

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