Aufschlag-Weltrekord

Lisicki steht jetzt im Guinness Buch

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Sabine Lisicki beim Aufschlag.

New York - Für ihre Aufschläge war die letztjährige Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki schon immer gefürchtet. Nun hat sie sich im Guinness Buch der Rekorde verewigt.

Für ihre Aufschläge war die letztjährige Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki schon immer gefürchtet. Härter und schneller selbst als die Williams-Schwestern kann die 24 Jahre alte Tennisspielerin aus Berlin servieren. Nun hat sie sich für ihren Aufschlag-Weltrekord im Guinness Buch der Rekorde verewigt.

Wenige Tage vor dem Beginn der US Open erhielt Lisicki in New York das offizielle gerahmte Zertifikat für den „schnellsten Aufschlag im Frauen-Tennis“. Ende Juli gelang ihr beim WTA-Turnier in Stanford bei ihrer Erstrunden-Niederlage gegen die Serbin Ana Ivanovic ein Service mit 131 Meilen pro Stunde - umgerechnet 210,8 Stundenkilometer.

„Es ist eine Ehre für mich. Ich habe schon als Kind hart an meinem Aufschlag gearbeitet. Ich sehe ihn als eine meiner stärksten Waffen“, sagte Lisicki über die spezielle Auszeichnung.

Nach Angaben der Frauen-Tour WTA wurde offiziell noch kein schnellerer Aufschlag gemessen. Die bisherige Bestmarke hielt Venus Williams mit 129 Meilen pro Stunde (207,61 km/Std.). Vor ihrem Erstrunden-Duell mit der kanadischen Qualifikantin Francoise Abanda beim vierten und letzten Grand-Slam-Turnier 2014 schickte die an Nummer 26 gesetzte Lisicki eine kleine Drohung an die Konkurrenz: „Ich werde versuchen, meinen Aufschlag noch weiter zu verbessern.“

dpa

Sie hat eine Rasenallergie! Sechs Fakten zu Sabine Lisicki

Bum-Bum-Bine, Doris Becker, Sab Fab – in London hat sich Sabine Lisicki in den vergangenen Jahren so manchen Spitznamen erspielt. Alle Jahre wieder zeigt sie in Wimbledon ihr bestes Tennis. Doch wer ist Sabine Lisicki überhaupt? Wir verraten Ihnen sechs wichtige Fakten zu ihr. © dpa
Kindheit: Ihre Eltern Richard und Elisabeth wanderten als Aussiedler aus Polen nach Deutschland ein. Lisicki begann mit sieben Jahren Tennis zu spielen. Sie spricht Deutsch, Englisch und Polnisch. Das Duell mit Mutter Elisabeth wurde ihr schnell zu langweilig, da traf es sich gut, dass der Vater Tennistrainer ist. Mit 14 Jahren wechselte Lisicki von Berlin nach Florida in die Tennisakademie von Trainer-Legende Nick Bolleterie. „Das geschah alles freiwillig, ich musste meinen Papa ja sogar anbetteln, dass er mir Stunden gibt“, erzählte Lisicki in der Talkrunde bei Markus Lanz. Ihr Vater ist bis heute ihre wichtigste Bezugsperson und reist mit ihr auf der Tour. © dpa
Beste Deutsche: 2008 löste sie als Nummer 89 der Welt Martina Müller als beste deutsche Spielerin ab. Ihr bisher höchste Platzierung (Stand 2. Juli 2013) erreichte die aktuelle Weltranglisten-24. am 21. Mai 2012 mit Rang zwölf. In Wimbledon war Lisicki schon zweimal im Viertelfinale (2009, 2012) und je einmal im Halbfinale (2011) und im Finale (2013). Gegen Serena Williams verlor sie beim Stand von 6:2, 1:0 neun Spiele in Folge, konnte das Match aber noch drehen. Mit 210 km/h hält sie den inoffiziellen Aufschlagrekord. © dpa
Rasenallergie: Bei Lisicki wurde neben einer Glutenunverträglichkeit auch eine Rasenallergie festgestellt. Aufhalten lässt sie sich davon aber nicht. © dpa
Alkohol: Die Lust nach Partyexzessen verspürte Lisicki in ihrer Jugend nie. „Ich mag keinen Alkohol. Ich war immer früh im Bett, um am nächsten Tag zu trainieren“, so Lisicki. Tennis ist ihre ganze Leidenschaft: „Es gibt nichts Schöneres, als vor 15 000 Fans auf dem Platz zu stehen.“ Auch eine mögliche Musikerkarriere schlug sie dafür aus. © dpa
Verletzungen: 2010 musste sie wegen einer Knöchelverletzung mehrere Monate pausieren. 2011 starb sie fast an einer Lebensmittelvergiftung, die sie sich bei einem Turnier in China zugezogen hatte. „Es war eine lebensbedrohliche Situation. Ich war extremst dehydriert, fast bewusstlos“, sagte Lisicki damals. © dpa
Hobbies: Vor Wimbledon 2013 schaute Lisicki beim Royal Ascot, einem traditionsreichen britischen Pferderennen südlich von Windsor, vorbei. Während ihrer Reisen auf der Tennis-Tour überredete sie Mama Elisabeth, eine Künstlerin, immer wieder Sehenswürdigkeiten zu besuchen. © dpa

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