Wir sind fünf – und du bist einer

Aufstand gegen Hamilton

Alle gegen Lewis? Der Formel-1-Star steht unter Druck.
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Alle gegen Lewis? Der Formel-1-Star steht unter Druck.

Schanghai - Was heißt eigentlich Revolte auf Chinesisch? Müsste man mal rausfinden.

Denn: Am Wochenende beim Formel-1-Rennen in Schanghai (Sonntag, 9 Uhr, RTL und Premiere live) planen die Piloten den Aufstand gegen WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton. Schon bei der Fahrerbesprechung wollen sie sich den Mercedes-Mann zur Brust nehmen, ihn zur Rede stellen. Grund: Hamiltons aggressive Fahrweise.

Die Feindschaft der Kollegen kann den Briten jetzt sogar den Titel kosten. Fahrer wie Timo Glock drohen ihm mit Rache. Revanche für Monza! Da hatte Hamilton den Deutschen in einer 200-km/h-Kurve auf den Grünstreifen gedrängt. Bis heute hat er sich dafür nicht entschuldigt…

Und: Glock ist nicht allein! Auch sein Toyota-Teamkollege Jarno Trulli ist sauer auf Hamilton. Dazu kommen die beiden Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Felipe Massa sowie BMW-Mann Robert Kubica. Also fünf gegen einen. Mindestens. Eigentlich hat sich Hamilton mit so gut wie jedem schon mal angelegt.

Trulli zum Beispiel fühlte sich in Japan von Hamilton behindert. Glock sagt: „In der nächsten Fahrerbesprechung wird Jarno fragen, warum Hamilton ihn zwei Runden lang blockiert hat, obwohl er eine Runde Rückstand hatte. Jarno lag in Führung und hat eineinhalb bis zwei Sekunden verloren, weil Hamilton die blauen Flaggen nicht befolgt hat.“

Bei Ferrari hat Hamilton sowieso keine Freunde. Massa fuhr dem Briten in Fuji ins Auto – und in der roten Box jubelten die Mitarbeiter laut. Verständnislos reagierte man bei Ferrari allerdings auf den Vorwurf Hamiltons, Massa habe das so gewollt. Der Brite hatte behauptet: „Das war so absichtlich, wie es absichtlicher kaum sein kann.“ Hamiltons Problem: Ob er solche Sätze jetzt sagt oder nicht, ändert nicht mehr viel – sein Ruf ist eh schon zementiert. BMW-Pilot Robert Kubica, selber noch mit WM-Chancen, sagt bereits seit Anfang der Saison: „Hamilton macht sich seine eigenen Regeln. Besonders beim Start.“

Mercedes-Sportchef Norbert Haug meint: „Lewis hat sich selbst geschadet, und er wird daraus lernen.“ Manchmal kann Lernen ganz schön weh tun…

Ralf Bach

Quelle: tz

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