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Bach nach Athleten-Kritik: Nachbesserungen für Olympia

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Thomas Bach
Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees: Thomas Bach. © Natacha Pisarenko/AP/dpa

Das Internationale Olympische Komitee hat nach Angaben seines Präsidenten Thomas Bach auf Athleten-Kritik an den Umständen bei Testwettbewerben reagiert und Verbesserungen für die Winterspiele in Peking erwirkt.

Berlin - In einem ZDF-Interview äußerte sich Bach zu Erfahrungen, die unter anderem deutsche Rodler vor allem bei den Anti-Corona-Maßnahmen gemacht hatten. Olympiasiegerin Natalie Geisenberger hatte aufgrund der Bedingungen sogar einen Verzicht auf Olympia (4. bis 20. Februar) bis nicht ausgeschlossen.

„Diese Bedenken sind an uns herangetragen worden. Und zwar nicht nur von Natalie Geisenberger, das war auch von Skisportlern und anderen“, sagte Bach und räumte Probleme bei den Testwettbewerben insbesondere beim Anti-Corona-Management ein. „Dort musste das eine oder andere nachgebessert werden, aber das ist geschehen“, versicherte Bach.

Probleme beim Anti-Corona-Management

So seien die Wartezeiten an den Flughäfen verkürzt worden, niemand müsse mehr auf das Ergebnis seines Corona-Tests warten. Auch der Transport der Athleten zum olympischen Dorf sei verbessert. „Die Busfahrt war - um es diplomatisch zu sagen - unter sehr erschwerten Bedingungen“, räumte der IOC-Präsident ein. Dies sei korrigiert, auch die Quarantäne-Bedingungen seien verbessert. „Es muss auch niemand, der keine Symptome hat, befürchten, dass er diese Quarantänezeit im Krankenhaus verbringen muss“, sagte Bach.

„Weder Natalie noch die anderen Athleten sollten sich jetzt davon beeinflussen lassen, was bei diesen Test-Events an Regime an Anti-Covid da war, sondern sollten darauf vertrauen, dass alle diese Fragen angesprochen worden sind und dass die Bedingungen bei den Spielen selbst dann ganz andere, sehr viel bessere sein werden“, versicherte der deutsche IOC-Chef. „Das ist unsere Aufgabe, die bestmöglichen Bedingungen für die besten Athleten der Welt herzustellen“, betonte der 67 Jahre alte Fecht-Olympiasieger.

Geisenberger war im November in China nach dem Flug aus Frankfurt irrtümlich als Kontaktperson einer positiv getesteten Person eingestuft worden und musste sich in der Nähe der Olympia-Bahn in Yanqing im Hotel zunächst in Isolation begeben. Neben der 33-Jährigen berichteten weitere deutsche Rodler ähnlich kritisch über ihre Erfahrungen mit den strengen Corona-Schutzmaßnahmen. dpa

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