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Bach: WM-Vergabe ohne Einfluss auf München 2018

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Thomas Bach © dpa

München - Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Thomas Bach, erwartet durch die Fußball-WM-Vergabe an Russland und Katar keine Auswirkungen auf die Chancen Münchens bei der Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018.

“Das Votum für Russland und Katar hat aus meiner Sicht auf die

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Olympia-Wahl keinen Einfluss“, sagte Bach am Donnerstagabend in München. Er wolle grundsätzlich zwischen der Vergabe Fußball-Weltmeisterschaften und Olympia keine Verbindung herstellen: “Das Abstimmungsprozedere und Bewerbungsverfahren von FIFA und IOC unterscheiden sich grundlegend in allen Bereichen. Daher sehe ich hier keine Parallele.“ Das Internationale Olympische Komitee (IOC), dem Bach als Vizepräsident angehört, entscheidet am 6. Juli 2011 auf seiner Vollversammlung im südafrikanischen Durban über den Austragungsort der übernächsten Winterspiele. Münchens Konkurrenten für 2018 sind das südkoreanische Pyeongchang und Annecy in Frankreich. “Die Chancen von München sind hervorragend“, glaubt Bach. Der DOSB halte seine diesjährige Mitgliederversammlung an diesem Samstag demonstrativ in der bayerischen Landeshauptstadt ab: “Es soll ein Zeichen sein, dass sich der deutsche Sport in München zu Olympia 2018 bekennt.“

Bach bewertet das Votum des Fußball-Weltverbandes FIFA für Russland und Katar als eine Grundsatzentscheidung. “Man hat sich auf der einen Seite mit Russland für ein eher traditionelles Fußball-Land entschieden, und auf der anderen Seite - so interpretiere ich das jedenfalls - den Versuch gemacht, den Fußball in eine Region zu tragen, wo er noch nicht die Präsenz hat, die er in anderen Teilen der Welt hat.“ Zumindest bei Russland ist Bach überzeugt, dass das Land “eine hervorragende Weltmeisterschaft ausrichten wird. Daran kann kein Zweifel bestehen“, sagte der Spitzenfunktionär. Ob Katar, wo im Sommer bis zu 50 Grad herrschen, auch als ein möglicher Olympia-Gastgeber infrage käme, beantwortete der IOC-Vize mit dem Verweis darauf, dass sich der Wüstenstaat “schon für Olympia beworben“ habe. Katar war bei der Bewerbung um die Olympischen Spiele 2016 schon in der technischen Vorauswahl des IOC gescheitert. “Eine Fußball-WM sind 64 Spiele mit 32 Mannschaften in klimatisierten Stadien in vier Wochen“, betonte Bach: “Olympische Spiele ist das Gleiche mal 28.“ Dort habe man eine Veranstaltung in einer Stadt, mit 205 Olympischen Komitees, 28 Sportarten und mit Freiluftveranstaltungen: “Das ist in keiner Weise vergleichbar.“

dpa

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