Blitz-Bolt siegt in 9,81 Sekunden - Weltrekord für Isinbajewa

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Wieder schneller als alle anderen: Usain Bolt (r.)

Zürich - Der schnellste Mann der Welt kam in der Straßenbahn, brauste aber über 100 Meter wieder los wie der Blitz.

Weltrekordler Usain Bolt rannte am Freitagabend beim Golden-League- Meeting vor 26 000 Zuschauern im ausverkauften Letzigrund-Stadion in Zürich mit 9,81 Sekunden erneut eine fantastische Zeit und seinem jamaikanischen Landsmann Asafa Powell (9,88) auf und davon. Es ist das fünftschnellste Zeit der Leichtathletik-Geschichte gewesen. Zwölf Tage zuvor hatte der 23-jährige dreimalige Weltmeister den Sprint-Weltrekord in Berlin auf fabelhafte 9,58 Sekunden verbessert.

Superstar Bolt hat auch in Zürich im Eiltempo die Sympathien mit seinem natürlich Charme erobert. Zum schnellen Sprint in den Letzigrund kam der Mann aus der Karibik per Straßenbahn und in der Arena ließ er sich eine Runde in einer Rikscha fahren. “Ich bin noch nie in meinem Leben mit dem öffentlichen Nahverkehr gefahren“, sagte der schnellste Mann der Welt, der sich nach der WM etwas müde fühlte: “Ich habe vielleicht noch drei gute Rennen drin.“

Acht Tage nach dem WM -Finale verlor die Frankfurter Hochspringerin Ariane Friedrich die Revanche gegen ihre Dauerrivalin Blanka Vlasic. Die deutsche Rekordhalterin kam über 1,94 Meter nicht hinaus und landete nur auf Platz vier. “Mein Fehler war, dass ich gepokert habe“, sagte die 25 Jahre alte WM -Dritte. “Heute war es mehr Kampf, das habe ich schon beim Einspringen gemerkt.“ Hinter der kroatischen Weltmeisterin Vlasic, die sich nach übersprungenen 2,01 Meter vergeblich noch an 2,05 Meter versuchte, wurde die Russin Anna Tschitscherowa wie in Berlin Zweite vor der mit 1,98 Meter höhengleichen Chaunte Howard ( USA ). Im Zweikampf Vlasic gegen Friedrich steht es nun 17:5.

Weltmeisterin Sanya Richards ( USA ) ließ im Kampf um die Jackpot- Million nichts anbrennen: Mit 48,94 Sekunden lief sie eine Weltjahresbestzeit und ließ Allyson Felix ( USA /49,83) ebenso deutlich hinter sich wie die WM -Zweite Shericka Williams (Jamaika/50,40). Dagegen musste Jamaikanerin Kerron Stewart die Hoffnung auf das große Geld begraben: Nach vier 100-Meter-Siegen kam sie in 11,04 Sekunden nur als Zweite hinter Carmelita Jeter ( USA /10,86) ins Ziel. Die Mannheimerin Verena Sailer wurde in 11,45 Sekunden Neunte. Den mit einer Million Dollar dotierten Jackpot teilen sich die Athleten, die in ihrer Disziplin alle sechs Meetings der Premium-Serie gewinnen.

Überraschungs-Weltmeister Ryan Braithwaite (Barbados) konnte der Konkurrenz nicht noch einmal davonlaufen und wurde über 110 Meter Hürden in 13,27 Sekunden Dritter. Den Sieg sicherte sich Dwight Thomas (Jamaika) in 13,16 Sekunden vor Terrance Trammell ( USA /13,17). Über 400 Meter hat Jeremy Wariner in seinem US-Gegenpart La Shawn Merritt seinen Meister gefunden. Der Olympiasieger und Weltmeister Merritt beherrschte das Rennen in 44,21 Sekunden deutlich und schaffte seinen zehnten Sieg in Serie . Der WM-Zweite Wariner erreichte in 44,62 Sekunden als Zweiter das Ziel.

Hindernis-Weltmeister Ezekiel Kemboi (Kenia) setzte sich in 8:04,44 Minuten gegen den Europarekordler und WM -Dritten Bouabdellah Tahri (Frankreich/8:05,29) und Vorjahressieger Paul Kipsiele Koech (Kenia/8:06,10) durch. Das teuerste Leichtathletik-Meeting der Welt mit einem Budget von 5,9 Millionen Euro präsentierte vier Weltrekordler, 16 Weltmeister von Berlin und 14 Olympiasieger von Peking.

 

Weltrekord für Isinbajewa

Die Russin Jelena Isinbajewa hat mit 5,06 Meter einen Weltrekord im Stabhochsprung aufgestellt. Damit verbesserte die 27-Jährige am Freitagabend beim Golden-League-Meeting der Leichtathleten in Zürich ihre eigene Bestmarke, die sie am 18. August 2008 mit 5,05 Meter im Finale der Olympischen Spiele in Peking geschafft hatte. Issinbajewa war bei der Leichtathletik- Weltmeisterschaft in Berlin noch mit einem “Salto nullo“ ausgeschieden. Es war ihr 27. Weltrekord.

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