Tennis-Legende plaudert aus dem Nähkästchen

Irre Anekdote: Boris Becker versteckte sich mit Steffi Graf hinter Baum - „Sag‘s keinem, dass ich da bin“

Boris Becker und Steffi Graf präsentieren ihre Trophäen in Wimbledon.
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Boris Becker und Steffi Graf triumphierten 1989 in Wimbledon.

Boris Becker gibt bei einer Veranstaltung erstaunlich ehrliche Einblicke in sein Leben. Unter anderem erzählt er von einem verrückten Erlebnis mit Steffi Graf.

  • Boris Becker plaudert offen über seine Karriere und sein Leben.
  • Er verrät, wer sein schwerster Gegner war.
  • Außerdem erzählt er, warum er sich mit Steffi Graf hinter einem Baum versteckte.

Dessau - Boris Becker hatte in seiner Karriere viele Gegner. Mit Ivan Lendl, Stefan Edberg, John McEnroe oder Michael Stich lieferte sich Deutschlands größter Tennis-Star erbitterte Kämpfe. Doch wer war sein schwerster Gegner? Darauf gab der 52-Jährige jetzt eine überraschende Antwort.

Tennis-Legende Boris Becker benennt seinen größten Gegner

Bei der Veranstaltung „Anhalt Sport trifft Legenden“ in Dessau (Sachsen-Anhalt) plauderte er offen über seine Karriere und sein Leben. Sein härtester Kontrahent stand nicht etwa auf dem Tennisplatz - sondern viel mehr morgens im Hotelzimmer. „Der größte Gegner war immer der Mann im Spiegel morgens“, verriet Becker. Es gab einen Moment, bei dem er sich dessen besonders bewusst wurde: Das Wimbledon-Finale 1990 gegen Stefan Edberg. In der Nacht zuvor habe er nicht gut geschlafen und schmiss deshalb eine starke Tablette ein. Im Spiel war er dann „zu spät wirklich wach“ - das Match ging in fünf Sätzen verloren.

Boris Becker und Steffi Graf hatten irres Erlebnis - „Sag‘s keinem, dass ich da bin“

Becker schwelgte lange in Erinnerungen und wurde den rund 250 Zuschauern gegenüber regelrecht nostalgisch. Auch eine Anekdote mit Steffi Graf gab er zum Besten - sie stammt von Anfang 2020. Bei den Australian Open wollte Graf unerkannt bleiben, setzte sich deswegen eine Mütze auf. Doch Becker erkannte sie. „Sag‘s keinem, dass ich da bin“, raunte sie ihm zu. Folglich versteckten sich die beiden hinter einem Baum und unterhielten sich eine Weile.

Boris Becker gesteht Fehler ein - „Wir sind alle nur Menschen“

Selbstkritisch gab sich Becker, als das Gespräch auf sein Bild in der Öffentlichkeit fiel. „Wir sind alle nur Menschen, wir sind keine Maschinen, wir machen Fehler, wir lernen dazu“, sagte er darauf angesprochen. „Die Leute stellen sich mich immer anders vor, bevor sie mich erleben.“ Es werde seit 30 Jahren viel über ihn geschrieben, „das meiste davon stimmt nicht“, betonte er.

Über die deutliche Final-Niederlage seines ehemaligen Schützlings Novak Djokovic bei den diesjährigen French Open gegen Rafael Nadal ist Becker traurig. „Das hat mir im Herzen weh getan“, gesteht der Ex-Coach des Serben. „Wir waren Brüder im Herzen.“ Becker kommentierte das Match als TV-Experte. Kürzlich sorgte er bei einem Treffen mit Björn Borg für mächtig Aufsehen. (epp)

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