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Anwalt räumt für Boris Becker mit Gefängnis-Gerüchten auf: „Das ist frei erfunden“

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Von: Antonio José Riether

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Seit etwa drei Wochen sitzt Boris Becker in Haft. Sein Anwalt stellte in einem Fernsehinterview viele Berichte über den Ex-Tennisstar richtig.

London - Ende April wurde der ehemalige Tennisstar Boris Becker zu einer zweieinhalbjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Er hatte seinen Insolvenzverwaltern Vermögenswerte in Millionenhöhe verschwiegen. Seit dem Haftantritt des 54-Jährigen im Londoner Wandsworth-Gefängnis gab es bereits zahlreiche Spekulationen und Berichte über Beckers neue Lebensbedingungen. Nun brachte sein langjähriger Anwalt Christian-Oliver Moser in einem Interview etwas Licht ins Dunkel.

Boris Becker: Sein Anwalt spricht für ihn - Becker geht es „sicherlich nicht blendend“

Becker gehe es „den Umständen entsprechend gut, aber sicherlich nicht blendend“, sagte Moser in einem Fernsehinterview mit RTL und stellte im Namen seines Klienten einige Dinge klar. Berichte, wonach sich der Leimener über die Zustände beschwert haben soll, seien unzutreffend. „Er hat sich nicht beschwert, er jammert nicht. Natürlich ist die Situation nicht schön, aber er nimmt sie hin“, so der Medienanwalt. Zudem wies Moser Gerüchte, dass sich Becker über das Essen in der Haftanstalt beschwert habe, zurück.

Auch Berichte eines Gefängnis-Mitarbeiters darüber, dass Becker wohl ohne Notfall wiederholt den Notknopf gedrückt habe, seien nicht zutreffend. „Das ist frei erfunden“, bekräftigt der Jurist gegenüber dem Privatsender auf Mallorca. „Ich gehe davon aus, dass es Menschen gibt, die in dem Gefängnis arbeiten und meinen, Informationen geben können“, meint Moser. Diese seien allerdings „nicht valide“.

Boris Becker kurz vor der Urteilsverkündung in London.
Boris Becker kurz vor der Urteilsverkündung in London. © Tayfun Salci/imago-images

Boris Becker: Gerüchte über Verlegung in „Wohlfühl-Flügel“ laut Anwalt unwahr

Auch die Verlegung des einstigen Ausnahmesportlers in einen „Wohlfühl-Flügel“ des Gefängnisses im Süden Londons sei eine Falschmeldung, so Moser. „Er ist weiterhin im selben Gefängnisflügel untergebracht, in dem er von Anfang an war“, stellt er klar. Becker habe zwar die Zelle gewechselt, wie zuletzt berichtet wurde. Allerdings scheint dies aus logistischen Gründen nötig gewesen zu sein, das Hochsicherheitsgefängnis sei für seine Überfüllung und schlechten Zustände bekannt.

Moser hat weiterhin einen guten Draht zum dreifachen Wimbledon-Sieger und betonte, sich vor dem TV-Interview mit Becker abgestimmt zu haben. Die Informationen habe er also „aus erster Hand“. Becker sei es wichtig, mit vermeintlichen Unwahrheiten aufzuräumen, das Interview mit Moser sei sein „ausdrücklicher Wunsch“ gewesen, so RTL. Der Anwalt habe für den Termin sogar seinen Urlaub unterbrechen müssen. (ajr)

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