Eklat in Eisbach-Studios

Box-Skandal in München: Trainer schlägt Beißer k.o.

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Alexander Petkovic (mitte) haut Astrit Klimenta um.

München - Box-Skandal in München: Ösi-Cruisergewichtler Kimenta beißt seinem Gegner ins Ohr. Dafür wird er von dessen Trainer Alexander Petkovic umgehauen. Zum Video:

Alexander Petkovic, Trainer und Promoter, hat sich einst auch als Schwergewichtler (58 Kämpfe/50 Siege) einen Namen gemacht. Dass er nichts verlernt hat, stellte der 35-Jährige beim Box-Abend in den Münchner Eisbach-Studios unter Beweis. Als der zuvor disqualifizierte Österreicher Astrit Klimenta sich im Ring bedrohlich vor Petkovic aufbaute, verabreichte ihm der gebürtige Münchner kurzerhand einen Knockout-Schlag. „Er wollte eine Rechte ansetzen. Aber ich ging einen Schritt zurück und schlug ihm einen linken Haken ans Kinn“, schilderte Petkovic die Szene, in der er vom Faustrecht Gebrauch machte.

Ösi-Boxer beißt Gegner wie Mike Tyson ins Ohr

Skandalös war es schon während des Kampfes zugegangen. Klimenta biss seinem Gegner, dem Petkovic-Schützling Andrej Pesic (Serbien), in Mike-Tyson-Manier mehrfach ins Ohr, der Ringrichter brach den Kampf postwendend ab und disqualifizierte den Österreicher. Pekovic stieg daraufhin in den Ring, um den Beißer zur Rede zu stellen. Klimenta reagierte mit wüsten Beschimpfungen, am Ende landete er – schwer von Petkovic’s Haken getroffen – in den Ringseilen.

Es wurde beim Münchner Kampfabend aber auch auf sportlich einwandfreie Art geboxt. Toni Kraft (23), der Waldkraiburger, der zusammen mit seinem derzeit verletzten Bruder James (19) nach München übersiedelt, um die Karriere voranzutreiben, besiegte den routinierten Tomas Adamek (Polen) in einem Zehn-Runden-Kampf nach Punkten. Einstimmig. Und durfte sich den Gürtel des Internationalen Deutschen Profi-Meisters im Halbschwergewicht (bis 79,3 Kilo) umschnallen. Und weil Trainer Petkovic auch noch neben einem zweiten gürteldekorierten Schützling stehen durfte – Howik Bebraham (Junior-Weltergewicht, bis 63,5 kg), unter dem Namen Howik Barsegjan in 170 Amateurkämpfen für den TSV 1860 am Start gewesen –, war es für ihn alles in allem ein gelungener Abend, an dem er seine besten Leute positionierte. Bebraham bestand gegen den mehrmaligen Europameister Domenico Urbano über zehn Runden. „Ein harter Brocken, aber ich habe mir die Kräfte gut eingeteilt“, sagte Bebraham.

Im Supermittelgewicht debütierte als Profi Emre Cukur aus der bekannten Münchner Boxer-Familie. Wie er seinen souveränen Punktsieg über den Bosnier Dejan Krneta feierte, erinnerte an Vater Levent und Onkel Ali, die ihrem Sport stets die Show beimischten. „Der Plan ist: in zwei Jahren in der Weltspitze zu sein“, sagt Levent Cukur. Ein klassischer Prüfstein war Krneta jedoch nicht. Das merkte man schon beim Wiegen: Er überschritt das Limit (76,2 kg) um vier Kilo.

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