DHB soll wieder eine Supermacht werden

Brand: „Da ist viel mehr drin“

Zadar - Begleitet von einem flammenden Appell von Bundestrainer Heiner Brand für die Zukunft des deutschen Handballs ist seine Mannschaft zum finalen Kraftakt nach Zagreb aufgebrochen.

Im Spiel um den fünften Platz am Donnerstag (15 Uhr/RTL) gegen Ungarn will der entthronte Titelverteidiger bei der WM in Kroatien die Grundlage für kommende Erfolge schaffen. „Alle, die an dieser Sportart beteiligt sind, müssen sich engagieren, damit wir in Zukunft wieder eine Supermacht im Handball werden. Bisher bewegen wir uns an der Grenze. Wir schaffen es immer wieder, durch besondere Anstrengungen an die Weltspitze heranzukommen, uns auch mal kurzfristig in der Weltspitze zu etablieren. Aber bei dem Potenzial, das im Handball in Deutschland steckt, ist viel mehr drin“, erklärte Brand in einem langen Monolog vor der Abreise aus Zadar.

Einen Tag nach dem Verpassen des Halbfinales herrschte im deutschen Lager eine Mischung aus Enttäuschung und Aufbruchstimmung. „Dass wir nicht Serien-Weltmeister werden, ist doch klar. Wir haben gesagt, dass wir eine neue Mannschaft brauchen und dafür war das ein sehr guter Anfang. Wir haben mehr erreicht, als zu erwarten war“, urteilte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier.

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Noch immer aufgewühlt von den Geschehnissen des Vortages haderten die Spieler mit dem Schicksal. Denn nach der 25:27-Niederlage gegen Dänemark hätte anschließend ein Remis zwischen Polen und Norwegen die Deutschen doch noch ins Halbfinale gebracht. Drei Sekunden vor Schluss stand es 30:30. Dann machte Artur Siodmiak mit seinem Weitwurf ins leere norwegische Tor alle Hoffnungen zunichte. „Das ist unglaublich, das kann man noch immer nicht begreifen“, sagte Spielmacher Martin Strobel. „Das hätte nicht in dieses Turnier reingepasst, wenn wir auf einmal Glück gehabt hätten“, grummelte der Bundestrainer, der grundsätzlich aber zufrieden mit seiner Mannschaft war. „Es war ein sehr gutes, teilweise sensationelles Auftreten der Mannschaft. Es hat nur wenige gegeben, die dieser Truppe eine solche Leistung zugetraut hätten“, erklärte er.

Gegen Ungarn zum WM-Abschluss wird neben dem verletzten Kapitän Michael Kraus auch Pascal Hens wegen einer Oberschenkelblessur fehlen. Für ihn wurde der Wetzlarer Sven-Sören Christophersen nachnominiert.

Quelle: tz

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