Warum Martinez ein Schnäppchen ist

Chris Boettchers lustiger Sport-Jahresrückblick

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Chris Boettcher (l.) spricht in seinem Jahresrückblick unter anderem über Javi Martinez

München - Der Münchner Comedian Chris Boettcher blickt exklusiv für die tz auf das Sportjahr 2012 zurück - vom "Finale dahoam" über Usedom bis zu Olympia in London.

Es bebe der Sport! So aufregend wie 2012 war lange kein Sportjahr mehr. Der Münchner Comedian Chris Boettcher (Fußball-Task Force, Fränglisch mit Loddar, 10 Meter geh’) blickt exklusiv für die tz zurück – vom "Finale dahoam" über Usedom bis zu Olympia in London.

19. Mai 2012: Finale dahoam. Dieses Datum ist aus meinem Gehirn GELÖSCHT wie Liliana Tussikowa aus Loddars Gehirn. Finale? Häh? Chelsea? Was’n das? Eine südkaukasische Mückenart? Kenn ich nicht! PS: Mein Bayern-Trikot aus der Saison 2011/2012 liegt luftdicht eingeschweißt im Keller. Ich kann einfach den Anblick noch nicht ertragen!

Javi Martínez: 40 Millionen für einen Fußballspieler von Athletic Bilbao? Äh… Entschuldigung, wer hat denn diesen Deal eingefädelt? Die BayernLB? Aber, wenn man’s genau betrachtet, was sind schon 40 Millionen Euro? Die Abfindung eines Krupp-Managers, der mal eben fünf Milliarden in den Sand gesetzt hat! Ey, 40 Millionen, so viel kostet doch schon ein Betriebsausflug von 50 ERGO-Vertriebsmitarbeitern (gut, samt Spesen!). Kurzum – 40 Millionen für Martínez – das ist ein Schnäppchen!!

Jürgen Klopp: Er rasiert sich für seinen Sponsor, einen Rasierer-Hersteller. Er gibt also sein allerbestes Stück her. Gut, dass Lothar Matthäus nicht von einem Scherenhersteller gesponsert wird. Aua!

Die Sporthöhepunkte des Jahres 2012 in Bildern

Januar: In Bischofshofen endet wie jedes Jahr die Vierschanzentournee. © getty
Überragender Skispringer ist Gregor Schlierenzauer (M.), der drei der vier Wettbewerbe für sich entscheidet und am Ende in der Gesamtwertung die Nase vorn hat. © getty
Bei der Handball-EM in Serbien erreicht der Gastgeber zwar das Finale, dort siegt aber die Mannschaft aus Dänemark mit 21:19. © getty
Das deutsche Nationalteam mit Brand-Nachfolger Martin Heuberger als neuem Coach scheidet in der Hauptrunde aus. © getty
Die Abfahrt in Kitzbühel zählt zu den Ski-Höhepunkten des Alpin-Weltcups. Bei den Herren fährt Routinier Didier Cuche der Konkurrenz davon. © getty
Am 20. Januar will der FC Bayern zum Rückrundenauftakt gleich mal zeigen, dass in diesem Jahr der Titel nur über den Rekordmeister geht. Doch wie schon in der Hinrunde setzt es gegen Borussia Mönchengladbach eine 1:3-Niederlage. © getty
Februar: Am 5. Februar steigt DAS Sportevent der Amerikaner: Im Super Bowl XLVI. beseigen die New York Giants die New England Patriots und erklimmen so den American-Football-Thron. © dapd
Skislalom in der Großstadt? Moskau macht's möglich: In der russischen Hauptstadt steigt am 21. Februar das so genannte "City Event" - Felix Neureuther rast aufs Treppchen und wird Zweiter. © getty
Der Abwärtstrend des FC Bayern setzt sich fort: In Hamburg kommen die Münchner am 20. Spieltag nur zu einem 1:1 und büßen dadurch die Tabellenführung ein. © getty
Neuer Spitzenreiter ist Borussia Dortmund. Der BVB nimmt durch den 2:0-Sieg beim 1. FC Nürnberg Kurs in Richtung Titelverteidigung. Der 20. Spieltag ist insgesamt ein merkwürdiger: Keines der neun Heimteams kann drei Punkte verbuchen! © getty
Der 21. Spieltag wird für Hertha-Chefcoach Michael Skibbe zum Alptraum: Die Berliner gehen in Stuttgart 0:5 unter - Trainer Skibbe muss nach nur fünf Pflichtspielen, die allesamt verloren gingen, wieder seine Koffer packen. © getty
März: In Ruhpolding startet die Biahlon-WM. Für Magdalena Neuner sind es die letzten Titelkämpfe - am Ende der Saison beendet sie ihre höchst erfolgreiche Karriere. © 
Bei der Heim-WM nimmt Gold-Lena nochmal einen kompletten Medaillensatz mit, das goldene Edelmetall gibt's für die Ausnahmeathletin sogar doppelt. © getty
Im australischen Melbourne startet die Formel-1-Saison. © getty
Doppel-Weltmeister Sebastian Vettel geht als erneuter Favorit ins Rennen, zum Auftakt Down Under reicht es für Platz 2. © getty
Mitte März geht die Weltcup-Saison im alpinen Ski-Zirkus zu Ende: In Schladming (Österreich) darf Lindsey Vonn (USA) als Gesamtsiegerin bei den Damen die verdiente Trophäe entgegen nehmen. © getty
Bei den Herren darf sich der Österreicher Marcel Hirscher Gesamtweltcupsieger nennen. © getty
In der Bundesliga schöpft der FC Bayern nach einem 7:1 am 25. Spieltag gegen Hoffenheim nochmal Hoffnung im Titelkampf. Der BVB leistet sich ein 0:0 bei Aufsteiger Augsburg und hat "nur" noch fünf Zähler Vorsprung. In Köln muss Sportdirektor Volker Finke seinen Hut nehmen - trotz eines 1:0-Sieges gegen Abstiegskonkurrent Hertha. © getty
In der Champions League ist der FC Bayern - wie so oft - der letzte verblieben deutsche Klub. Im Achtelfinale müssen die Münchner nach einem 0:1 im Hinspiel beim FC Basel zwar kurzzeitig zittern. Doch mit einem überragenden 7:0 im Rückspiel vor heimischen Publikum ist der Einzug ins Viertelfinale perfekt. © getty
April: Am 1. April findet in Dortmund das Finale der Team-Tischtennis-WM statt: Die deutsche Mannschaft um Timo Boll verliert das Endspiel gegen Übermacht China und holt Silber. © getty
Die Bundesliga biegt langsam aber sicher auf die Zielgerade ein. Am 30. Spieltag (11. April) kommt es zum Gipfeltreffen in Dortmund zwischen BVB und FCB: Die Borussia gewinnt mit 1:0. © getty
Die große Chance zum Ausgleich vergibt Arjen Robben per Elfmeter - BVB-Torwart Roman Weidenfeller pariert den Schuss des Niederländers - die Meisterschaft ist so gut wie entschieden. © getty
Besser läuft es in der Champions League: In einem spannenden Halbfinale gegen Real Madrid verwandelt Bastian Schweinsteiger den entscheidenden Elfmeter sicher und schießt seine Bayern damit ins "Finale dahoam". © getty
Die Aufsteiger in die Bundesliga stehen bereits im April fest: Eintracht Frankfurt kommt nach nur einem Jahr wieder zurück ins Oberhaus. © getty
Erstmals den Sprung in Deutschlands Eliteklasse schafft hingegen die SpVgg Greuther Fürth. Nach vielen vergeblichen Anläufen kennt der Jubel bei den Franken keine Grenzen. © getty
Mai: Bundesliga-Finale! Kaiserslautern stand schon länger als Absteiger fest, auch der 1. FC Köln muss den Gang in Liga zwei antreten. Der kölsche Liebling Lukas Podolski verabschiedet sich zum FC Arsenal. Hertha BSC schafft immerhin noch die relegation, dort wartet Gegner Fortuna DÜsseldorf. © getty
Die Relegation verläuft skandalös: Erst sorgen Hertha-Fans mit Bengalos und Rauchbomben für Ärger, dann stürmen kurz vor Abpfiff des Rückspiels in Düsseldorf euphorische Fans den Rasen, ein normaler Spielverlauf ist nicht mehr möglich. Erst nachträglich wird Fortuna zum Aufsteiger gekürt, Hertha steigt ab. © getty
Meister wird wie bereits im Vorjahr Borussia Dortmund. © getty
Das Pokalfinale bietet für den FC Bayern den zweiten Vizetitel der Saison: Nach Platz 2 in der Meisterschaft geht der Rekordmeister im Endspiel in Berlin gegen Dortmund mit 2:5 unter, der BVB schafft erstmals das Double. © getty
Doch für die Bayern steht ja noch ein Endspiel an: Das Champions-League-Finale im eigenen Stadion! © getty
Gegner Chelsea hat zwar den FC Barcelona ausgeschaltet, gilt aber - auch aufgrund großer Verletzungssorgen - nicht als Favorit. Doch trotz Führung und Elfmeter in der Verlängerung muss der FC Bayern ins Elfmeterschießen. © getty
Am Ende kommt es wieder auf Bastian Schweinsteiger an, doch dieses Mal scheitert er an Chelsea-Keeper Petr Cech und am Pfosten. © getty
Während er nach dem Ende fassungslos am Boden sitzt... © getty
... feiert Chelsea den ersten Triumph in der Königsklasse in der Vereinsgeschichte. © getty
Im eigenen Wohnzimmer erleidet der FC Bayern eine der bittersten Niederlagen der Klubhistorie, unterm Strich stehen drei Vizetitel. © getty
König Fußball beherrscht zwar die Schlagzeilen, doch im Mai findet in Finnland und in Schweden auch die Eishockey-WM der Herren statt. Die deutsche Mannschaft verpasst die K.o.-Spiele... © getty
... den Titel sichert sich Russland durch ein Sieg im Finale gegen die Slowakei. © getty
Juni: Am 8. Juni startet die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. © getty
Das Eröffnungsspiel bestreiten Polen und Griechenland. Den ersten treffer des Turniers erzielt der Dortmunder Robert Lewandowski, am Ende geht das Spiel 1:1 aus. © getty
Deutschland bekommt es in der Gruppenphase  mit Portugal, den Niederlanden und Dänemark zu tun. © getty
Am 9. Juni startet die Löw-Elf gegen starke Portugiesen. Mario Gomez erlöst ganz Fußballdeutschland. © getty
Sein herrlicher Kopfballtreffer bedeutet einen 1:0-Sieg zum Auftakt. © getty
Titelverteidiger Spanien beginnt das Turnier mit einem 1:1 gegen Italien. © getty
Als nächstes wartet auf die Deutschen das vorentscheidende Duell gegen die Niederlande. Gomez trifft einmal... © getty
... und dann noch einmal. © getty
Robin van Persie macht es durch seinen Anschlusstreffer nochmal spannend – am Ende heißt es aber 2:1 für Deutschland. © getty
Trotz zweier Siege in den ersten beiden Vorrundenpartien ist die deutsche Elf aufgrund der ausgeglichenen Konstellation in Gruppe B noch nicht sicher für das Viertelfinale qualifiziert – gegen Dänemark muss das Löw-Team nochmal alles in die Waagschale werfen. Die Partie startet nach Plan mit Lukas Podolskis Führungstreffer nach 19 Minuten. © getty
Der Ausgleich durch Michael Krohn-Dehli nur fünf Minuten später lässt Deutschland aber zittern. © getty
Die Erlösung bringt schließlich Lars Bender zehn Minuten vor dem Schlusspfiff, als er einen Sprint über 80 Meter mit dem Siegtreffer zum 2:1 beendet. Damit steht Deutschland als Gruppensieger mit 9 Punkten aus drei Spielen fest, Portugal schafft es als Gruppenzweiter ebenfalls ins Viertelfinale; die Niederlande fahren ohne einen einzigen Punktgewinn nach Hause. © getty
In Deutschland fiebern wieder Millionen auf den Fanmeilen beim Public Viewing mit – der EM-Titel ist eigentlich schon in der Tasche. © getty
Im Viertelfinale wartet Überraschungsgegner Griechenland (22.Juni): Gegen den defensivstarken Gegner setzt der Bundestrainer auf Spielfreude, personifiziert durch Marco Reus und Andre Schürrle, die die griechische Abwehr gehörig durcheinander wirbeln. © getty
Am Ende heißt es 4:2, der zwischenzeitliche Ausgleichtsreffer durch Samaras bringt die deutsche Elf nur kurzfristig aus dem Tritt. © getty
Die deutschen Torschützen heißen Philipp Lahm, Sami Khedira, Miro Klose und Reus. © getty
Löw wird mit Lob überschüttet ob seiner taktischen Umstellung und seinem glücklichen Händchen in Sachen Personal. © getty
28. Juni, Halbfinale gegen Angstgegner Italien: Noch nie konnte Deutschland gegen die Squadra Azzurra bei einem Endturnier gewinnen. Löw baut wieder kräftig um: die drei neuen Offensiven aus dem Griechenspiel – Klose, Schürrle und Reus – sitzen wieder auf der Bank. Stattdessen kommen Podolski, Gomez und überraschenderweise Toni Kroos - als Sonderbewacher für Italien-Regisseur Andrea Pirlo in die Startelf. © getty
Gegen die ausgebufften Italiener setzt Löw also eher auf Abwarten statt auf Offensivwirbel. Doch nach 20 Minuten ist die Taktik schon über den Haufen geworfen: Bad Boy Mario Balotelli köpft nach einem Abwehrschnitzer das 1:0 für die Azzurri. © getty
Und damit nicht genug: In der 36. Minute darf Balotelli allein auf Manuel Neuer zulaufen und hämmert die Kugel unhaltbar in die Maschen – 2:0 für Italien und eine Pose des Stürmers, die um die Welt geht. © getty
Kurz nach Wiederanpfiff bäumt sich Löws Truppe nochmal auf, findet gegen das italienische Bollwerk aber keine Lücke. Mesut Özils Anschlusstreffer per Elfmeter in der 90. Minute kommt zu spät – Deutschland ist ausgeschieden. Löw hat bei der Aufstellung daneben gegriffen und muss einiges an Kritik einstecken. © getty
Parallel zur Fußball-EURO findet in Helsinki die Leichtathletik-Europameisterschaft – gewissermaßen die Generalprobe für die Olympischen Spiele; Deutschland liegt mit insgesamt 16 mal Edelmetall im Medaillenspiegel in der Endabrechnung ganz vorne. Die vielleicht überraschendste deutsche Goldmedaille sichert sich Pascal Behrenbruch im Zehnkampf (28.6.). © getty
Juli: EURO 2012, Finale: Das Endspiel am 1. Juli bestreiten Italien und Spanien. © getty
Im Gegensatz zum 1:1 aus der Vorrunde wird das Finale zur einseitigen Angelegenheit: Der Titelverteidiger siegt mit 4:0, die Tore erzielen David Silva, Jordi Alba, Fernando Torres und Juan Mata. © getty
Ganz Spanien feiert: Natürlich die Profis... © getty
... aber natürlich auch die spanischen Fans zuhause. © getty
Tennis-Star Roger Federer holte am 8. Juli in Wimbledon seinen siebten Titel und sicherte sich damit den Weltranglistenplatz 1. Der Schweizer überholte Pete Sampras' 286 Wochen und markierte den neuen Rekord bei 302 Wochen. © 
Am 25. Juli beginnen die Olympischen Spiele in London und dauern bis 12. August. Die Briten zeigen bei der Eröffnungszeremonie, dass sie feiern können. © getty
Und wie. Mit einem Spektakel und einer fliegenden Queen beeindrucken die Insulaner die ganze Welt. © getty
Sportler aus 204 Nationen sind am Start. Deutschland holt insgesamt 44 Medaillen und liegt damit im Nationenranking auf Platz 6. © getty
Die erste Medaille holt Britta Heidemann: Silber im Degenfechten. © getty
Der Deutschland-Achter bestätigt im Rudern seine Vormachtvorstellung mit Gold. © getty
Julius Brink und Jonas Reckermann gewinnen überraschend den Beachvolleyballwettbewerb. © getty
Weitere Impressionen der Olmypioniken! © getty
Weitere Impressionen der Olmypioniken! © getty
Weitere Impressionen der Olmypioniken! © getty
Weitere Impressionen der Olmypioniken! © getty
Weitere Impressionen der Olmypioniken! © getty
Weitere Impressionen der Olmypioniken! © getty
Weitere Impressionen der Olmypioniken! © getty
August: Im Anschluss an die Olympischen Spiele finden auch die Paralympics in London statt. © getty
Das Publikum in der britischen Metropole zeigt sich ebenso begeisterungsfähig für die Sportler mit Handicap. © getty
Der Start in die Länderspielsaison misslingt: In Frankfurt setzt es am 15. August eine 1:3-Niederlage im Freundschaftsspiel gegen Argentinien. © getty
Der amtierende Deutsche Borussia Dortmund eröffnet am 24. August mit einem Heimspiel gegen Bremen die 50. Bundesliga-Saison. © getty
Der BVB besiegt Werder zum Auftakt mit 2:1. © getty
September: Deutschland feiert Pflichtsiege in der WM-Qualifikation gegen die Färöer (3:0) und Österreich (2:1). © getty
Am 18. und 19.September starten die deutschen Klubs erfolgreich in die Champions League. Dortmund besiegt zuhause Ajax Amsterdam und Schalke holt drei Punkte bei Olympiakos Piräus (2:1). © getty
Die Bayern gewinnen das wichtige Heimspiel gegen Valencia (2:1). © getty
Oktober: Das gab's noch nie: Die deutsche Nationalmannschaft spielt trotz einer 4:0-Führung nur 4:4 gegen Schweden. Ein erster kleiner Rückschlag in der EM-Quali, nachdem zuvor noch Irland mit 6:1 besiegt wurde. © getty
Die Bayern fahren in der Bundesliga Sieg um Sieg ein: Die ersten acht Spiele gewinnt der Rekordmeister in beeindruckender Manier - neuer Startrekord. © getty
Erst am 28. Oktober kassiert die Truppe von Jupp Heynckes die erste Niederlage: 1:2 im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen. © getty
In der Champions League läuft es weiterhin gut für die deutschen Vertreter: Schalke spielt zuhause zwar nur remis gegen Montpellier (2:2) sorgt aber mit dem Auswärtssieg bei Arsenal London (2:0) für Furore. © getty
BVB holt einen Punkt bei ManCity (1:1) und fertigt zuhause Real Madrid ab (2:1). © getty
Bayern straucheln in Borissow (1:3), siegen aber beim OSC Lille (1:0). © getty
Paukenschlag in der Radwelt: Am 22. Okotber erkennt der internationale Radsportverband UCI Lance Armstron alle seine sieben Ttiel bei der Tour de France ab. Die Indizien, dass der US-Amerikaner seine eRfolge durch Doping erlangt hat, sind zu erdrückend. © dapd
Am letzten Oktober-Wochenende startet der alpine Skizirkus in seine neue Saison. In Sölden tragen Herren und Damen ein Riesenslalom-Rennen aus; Tina Maze und Ted Ligety heißen die Sieger. © getty
Am 25. Oktober ziehen die VW-Bosse beim VfL Wolfsburg die Reißlinie: Der allmächtige Geschäftsführer, Manager und Trainer Felix Magath muss wegen anhaltender Erfolgslosigkeit gehen. Es übernimmt der bisherige Amteurtrainer Lorenz-Günter Köstner. © getty
Beim ATP-Tour-Finale in London siegt Novak Djokovic am 12. November in einem dramatischen Match gegen Roger Federer und krönt damit seine Saison. © dpa
Triumph Nummer drei: Am 25. November sichert sich Sebastian Vettel seinen dritten WM-Titel in Serie. Das Rennen in Sao Paulo ist an Spannung allerdings kaum zu überbieten - am Ende reicht es aber knapp für den Heppenheimer, Ferrari-Pilot Fernando Alonso hat das Nachsehen. © dpa

Uli Hoeneß 60: Joachim Gauck ist erst mit 72 Bundespräsident geworden, es besteht also noch Hoffnung. Ja, Uli for President (national)! Das Tolle an Uli ist, er verfügt über einen wahren Schatz an großartigen Reden, die er heute als Politiker 1:1 genauso wieder halten könnte. Zum Beispiel die Rede von der FCB-Jahreshauptversammlung 2007. Die wär’ doch was für den nächsten Staatsbesuch in Griechenland. Ich zitiere: „Wer glaubt Ihr denn, wer Euch finanziert? Es kann doch nicht sein, dass Ihr uns kritisiert, dafür, dass wir uns seit Jahren den Arsch aufreißen?“ Gut, zugegeben – ich plädiere jetzt nicht als deutscher Staatsbürger für Uli als Präsident, sondern eher als Comedian!

Jupp Heynckes: Er bekommt einen Aufseher auf die Bank: Matthias Sammer! Gut, so haben das viele Experten gesehen. Ich sehe dafür einen ganz anderen Grund: der blassweiße, blutleere Sammer als farbliches Gegenstück zum blutrot erleuchteten Heynckes-Schädel. Was ergibt das? Auch die Trainerbank leuchtet jetzt in den schönsten rot-weißen Vereinsfarben! Na, das nenn ich mal wirklich gelebte Corporate Identity!

Dirk Bauermann: Der Trainer der Bayern-Basketballer wird gefeuert, weil seine Spieler auch nach verlorenen Spielen noch unerlaubt auf der Wiesn abgefeiert haben. Es gab daher für die Vereinsführung nur zwei Alternativen: Entweder man ändert den Vereinsslogan „Mia san mia“ in „Ozapft is“, oder man entlässt den Trainer. Ach ja, es hätte noch eine dritte Möglichkeit gegeben: Man macht Stefan Effenberg und Lothar Matthäus zu Basketball-Trainern, dann hätte man das tägliche Training gleich in die Promibox vom Hippodrom verlegen können. Aber auf derart kreative Problemlösungen kommt man halt leider nicht mal beim FC Bayern!

Spanien: Wieder Europameister! Komisch, da wo’s in der Wirtschaft am meisten kriselt, da spielt man den besten Fußball. Insofern wäre der nächste heiße Favorit für den Europameistertitel 2016 – nach Griechenland und Spanien – wohl Italien! Beten wir also zu Gott, dass Deutschland nicht Europameister wird, oder?

Usedom: Ein Wort steht sinnbildlich für das komischste Fernseh-Experten-Duo seit Netzer und Delling: Oliver Kahn und Katrin Müller-Hohenstein. Zwei Menschen, die sich über Fußball unterhalten, stehen im Ostseewatt und frieren. Was kommt als Nächstes? Das Wort zum Sonntag von der Zugspitze? Die heute-Nachrichten vom Autobahnklo? Die Programmverantwortlichen vom ZDF finden derartige Experimente anscheinend lustig. Leider sind die Gezeiten auf Usedom sehr gering ausgeprägt. Man stelle sich vor, die Flut zieht Kahn und Hohenstein mitten in der Spielanalyse auf Nimmerwiedersehen in die stürmische Ostsee hinaus. Das wiederum hätte ich sehr lustig gefunden!

Mario Gomez: Er fällt gefühlte acht Jahre aus. Mannomann, die schönste Fußballfrisur nach Jogi Löw wird uns über Monate vorenthalten. In der Zwischenzeit übernimmt ein Durchschnittsgesicht wie Mario Mandzukic bei den Bayern das Toreschießen. Aber zum Glück ist jetzt der doppelte Gomez-Genuss wieder da: tolle Tore und tolle Frisur!

Zlatan Ibrahimovic: Das unsagbar lustige 4:4 gegen Schweden! Was habe ich gelacht! Ich habe wirklich nur eine Erklärung dafür, dass die Jungs sich nach der 60. Minute noch vier Tore einschenken ließen. Es war pure Absicht! Wirklich! Anders ließ sich der angedrohte Kabinenbesuch von Angela Merkel einfach nicht verhindern!

Felix Baumgartner: Der Sprung aus dem Weltall. Ist doch auch irgendwie Sport, oder? Baumgartner stürzt 40 Kilometer im freien Fall zur Erde. Keine schlechte Leistung, aber ernst zu nehmende Konkurrenten um den Titel für den größten und schnellsten Absturz des Jahres sind und bleiben: Huub Stevens, Felix Magath und Markus Babbel!

Olympia in London: War das der Hammer? Springt doch die Queen tatsächlich mit einem Fallschirm ins Stadion! Klasse! Ich plädiere unbedingt für Olympia 2016 im Vatikanstaat! Dann springt der Papst Bungee vom Petersdom, und bei Olympia 2020 in Berlin fliegt Angela Merkel auf einem Doppeldeckerflugzeug stehend durchs Brandenburger Tor !

Lena Neuner: Die Sportlerin des Jahres 2012 geht mit 25 Jahren in den verdienten Ruhestand. Wie wird sie den verbringen? Mit Hochgeschwindigkeitshäkeln oder 20-km-Rollator-Rennen? Wir sind gespannt. Ich hoffe, sie riestert nicht, denn sonst ist die Finanzierung ihrer restlichen 60 bis 70 Lebensabendjahre als nicht gesichert zu betrachten.

Lance Armstrong: Er bekommt alle sieben Tour-Siege aberkannt. Dafür aber in 2013 den Medizin-Nobelpreis für jahrelange Höchstleistungen auf dem Gebiet des Blutdopings ebenso wie den Wirtschaftsnobelpreis für bahnbrechende Erkenntnisse im Bereich der „Instrumentalisierung der Politik für eigene wirtschaftliche Zwecke“.

Sebastian Vettel: Schon wieder mal Weltmeister, und es freuen sich: Deutschland über den sportlichen Erfolg, Red Bull über einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Weltherrschaft im globalen Marketing, und das Schweizer Finanzamt! Aber vielleicht holen wir uns die entgangenen Steuereinnahmen des deutschen Nationalhelden ja irgendwann über eine ominöse Steuer-CD wieder zurück. Dann ham wir Deutschen wirklich was davon!

Beachvolleyball: Ich hab mich richtig gefreut über das sensationell knapp gewonnene Finale der deutschen Volleyballherren Brink/Reckermann. Aber nächstes Mal müssen die Damen gewinnen! Es geht halt einfach nichts über die Kombination von Weltklassevolleyball und Weltklassefiguren in Weltklassebikinis.

Aufgezeichnet: Jörg Heinrich

Chris Boettcher geht auf Tour

Hoaß + Koid – das war nicht nur das Sportjahr 2012, so heißt auch Chris Boettchers neues Musik­album mit 15 bayerischen Songs. Mit seinem neuen Comedy-Programm Spieltrieb tritt Boettcher unter anderem am 2. Februar im Schulzentrum Ramersdorf-Perlach und am 23. Februar im Münchner Theaterzelt Das Schloss auf. Unter chris-boettcher.de erfahren Sie mehr.

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