Weltmeisterschaft in Moskau

Obergföll holt Gold, Bolt macht Triple fix

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Christina Obergföll warf ihren Speer 69,05 Meter weit

Moskau - Speerwerferin Christina Obergföll hat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau die vierte deutsche Goldmedaille gewonnen. Usain Bolt krönte sich unterdessen zum König der Leichtathleten.

Endlich Gold! Speerwerferin Christina Obergföll hat die glänzende Bilanz der deutschen Leichtathleten am Schlusstag der WM in Moskau weiter aufpoliert. Die Offenburgerin feierte nach fünfmal Silber bei großen Meisterschaften überglücklich ihren ersten internationalen Titel. Mit den Weltmeistern Obergföll, Raphael Holzdeppe, Robert Harting und David Storl sowie zwei zweiten und einen dritten Plätzen reist der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) aus Russland ab, hat damit die gleiche Medaillenzahl wie in Daegu 2011 (3-3-1) - erstmals seit 1999 sind wieder vier Goldene darunter.

Der Superstar hieß wieder einmal Usain Bolt: Der 26-Jährige holte am Sonntag mit der jamaikanischen Sprintstaffel seinen dritten Titel im Luschniki-Stadion und übertrumpfte damit Carl Lewis als erfolgreichsten WM-Athleten. Als Bolt als Schlussläufer seines 4 x 100-Meter-Quartetts nach 37,36 Sekunden über die Ziellinie rannte, war dies sein insgesamt achtes WM-Gold. Dazu kommen zwei Silbermedaillen. Der Amerikaner Lewis hat ebenso oft triumphiert, aber nur einmal Silber und einmal Bronze geholt.

Wie schon bei der WM 2009 in Berlin und bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking und 2012 in London machte Bolt das Triple im Sprint perfekt. „Mein großes Ziel war immer, eine Legende zu werden. Das habe ich schon letztes Jahr bei den Olympischen Spielen geschafft. Jetzt versuche ich, noch so viele Goldmedaillen wie möglich zu gewinnen. Aber ich zähle die gar nicht mehr richtig mit“, sagte er nach seinem Sieg über die 200 Meter am Samstagabend in der Weltjahresbestzeit von 19,66 Sekunden. Zum Auftakt der Titelkämpfe hatte der Weltrekordler bereits die 100 Meter gewonnen.

Den Ruf als „ewige Zweite“ legte Christina Obergföll ab und wurde als zweite Deutsche nach Steffi Nerius 2009 Speerwurf-Weltmeisterin. Schon in der Diamond League hatte sie dieses Jahr alles abgeräumt, war international ungeschlagen geblieben. Und in der Stunde der Wahrheit zeigte sie sich diesmal nervenstark. Ihre Siegesweite von 69,05 Metern warf sie im zweiten Versuch.

„Es lief nicht alles rund, aber sie hat es gebracht. Absolut geil!“, freute sich Trainer und Freund Boris Henry. Zweite wurde die Australierin Kimberley Mickle mit 66,60 Meter vor Maria Abakumowa aus Russland, die mit 65,09 Meter ihren Heimvorteil nicht zur Titelverteidigung nutzen konnte. Mit 64,78 Meter kam Ex-Europameisterin Linda Stahl aus Leverkusen auf den vierten Platz.

Mit 66 Athleten und einer jungen Mannschaft (Durchschnittsalter: 25 Jahre) war der DLV angereist und zeigte sich auf einem guten Weg Richtung WM 2015 in Peking und Olympia 2016 in Rio de Janeiro. „Wir fahren mehr als zufrieden nach Hause. Und viermal Gold ist das Sahnehäubchen“, resümierte DLV-Präsident Clemens Prokop. Bis Rio sieht er sogar noch Luft nach oben: „Das Niveau und Potenzial kann noch höher werden. Es ist die Mannschaft der Zukunft.“

Bemerkenswert: Rund 80 Prozent der DLV-Starter zeigten in Moskau ihre Bestform oder übertrumpfen sie sogar. Das Tief von Peking 2008 mit nur einer Bronzemedaille für Obergföll ist jedenfalls längst überwunden. Im Medaillenspiegel lagen die Deutschen am Ende auf Rang fünf hinter Russland, das erstmals seit Paris 2003 wieder erfolgreichste Nation ist, sowie den USA, Jamaika und Kenia.

Die leisen Hoffnungen der deutschen Sprinter auf Staffel-Bronze zerschlugen sich in den beiden letzten Rennen dieser Weltmeisterschaft. Das von Ex-Europameisterin Verena Sailer angeführte Quartett wurde beim Sieg von Jamaika in 41,29 Sekunden über 4 x 100 Meter Vierte in 42,90 Sekunden. Wir haben unser Bestes gegeben“, kommentierte Ex-Europameisterin Sailer das Abschneiden, die genervt über die zwischenzeitliche Disqualifikation im Halbfinale war: „Das war arg viel hin und her.“

Julian Reus, Martin Keller, Sven Knipphals und Lucas Jakubczyk wurden bei Jamaikas Triumph nach der Disqualifikation des britischen Quartetts in 38,04 Sekunden Vierte. Ein starkes Debüt in der deutschen Nationalmannschaft feierte der gebürtige Äthiopier Homiyu Tesfaye von der LG Eintracht Frankfurt: Schon der Finaleinzug des 20-Jährigen über 1500 Meter war ein Erfolg, am Sonntag zeigte er dann ein mutiges Rennen und kam in 3:37,03 Minuten auf den hervorragenden fünften Platz.

dpa

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Maylin Hausch (Eiskunstlauf, Deutschland) © dapd
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Melanie Oudin (Tennis, USA) © dapd
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Michelle Kwan (Eiskunstlauf, USA) © dapd
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Michelle Wie (Golf, USA) © dapd
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Miriam Gössner (Biathlon, Deutschland) © dapd
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Taryne Mowatt (Softball, USA) © dapd
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Tessa Virtue (Eiskunstlauf, USA) © dapd
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Verena Sailer (Leichtathletik, Deutschland) © dapd
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Lindsey Vonn (Ski Alpin, USA) © dapd
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