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40-Jähriger war gefeierter Sportler: Nun kämpft er in Klinik gegen Corona - „Ich war ein Trottel“

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Von: Lukas Schierlinger

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Intensivmediziner rechnen mit Entlastung in den Krankenhaeusern
Wegen seiner Corona-Infektion muss ein ehemaliger Radsportstar derzeit beatmet werden (Symbolbild). © Steffen Schellhorn/dpa

Nachdem er wegen einer Corona-Infektion beatmet wird, geht ein italienischer Sport-Heroe hart mit sich selbst ins Gericht. Er müsse jetzt „bezahlen“, sagt Filippo Pozzato.

Vicenza - Der ehemalige italienische Radprofi Filippo Pozzato kämpft gegen das Coronavirus. Der 40-Jährige, im Jahr 2006 Sieger des Klassikers Mailand-Sanremo, war nach mehreren Tagen mit hohem Fieber ins Krankenhaus der Stadt Vicenza eingeliefert worden.

Ehemaliger Radsportstar kämpft gegen Corona: „Ich war ein Trottel“

Inzwischen wird Pozzato in der Klinik beatmet. Eigenen Angaben zufolge hatte sich der Ex-Sportler die Infektion wenige Tage vor der geplanten Impfung eingefangen.

Pozzato jubelt
Filippo Pozzato triumphierte 2006 beim Radklassiker Mailand-Sanremo. © dpa/Bernd Thissen

„Warum habe ich mich nicht vorher impfen lassen? Weil ich mich immer stark gefühlt habe. Ich war mit Leuten zusammen, die an COVID erkrankt waren, und mir ist nichts passiert“, sagt Pozzato jetzt durchaus selbstkritisch. Und weiter: „Ich war ein Trottel, dafür muss ich jetzt bezahlen.“

Pozzatos Appell: „In Zeiten der Krankheit sind wir alle gleich“

Das Coronavirus sei „kein Scherz. Ich hoffe, dass ich mich so rasch wie möglich erholen und wieder an die Arbeit machen kann. Ich bin dabei, einen hohen Berg zu besteigen, und es ist nicht angenehm“, erklärte Pozzato. An seine Fans gewandt gab er zu Protokoll: „Mit dieser Krankheit begreift man, dass man kein Superheld ist. In Zeiten der Krankheit sind wir alle gleich.“

In Deutschland hat die Debatte um den ungeimpften FC-Bayern-Star Joshua Kimmich nichts an Brisanz eingebüßt. Jüngst schaltete sich ein Sportphilosoph ein - und ergriff mit klaren Worten Partei. (lks/sid)

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