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Deutsche Handballer feiern Kantersieg

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Lars Kaufmann (hinten) traf und traf und traf © dpa

Kristianstad - Die deutschen Handballer haben bei der WM in Schweden mit einem Kantersieg Kurs auf die Hauptrunde genommen und sich für das wegweisende Duell mit Spanien warm geworfen. Und so spielten die anderen.

Die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand fertigte in Kristianstad WM-Neuling Bahrain standesgemäß 38:18 (20:9) ab und weist nach dem Auftakterfolg gegen Ägypten (30:25) eine makellose Bilanz auf. Damit kann die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) den Einzug in die zweite Turnierphase bereits am Montag (18. 30 Uhr/ZDF) mit einem weiteren Erfolg gegen die starken Spanier fast schon perfekt machen.

Vor rund 2000 Zuschauern waren der Göppinger Lars Kaufmann mit neun Toren und der Kieler Christian Sprenger (7) beste deutsche Werfer gegen einen über weite Strecken überforderten Handball-Exoten. Gegen den Zweiten der Asienmeisterschaft baute Brand sein Team gegenüber dem Ägypten-Spiel auf einigen Positionen um und gab auch den Spielern aus der zweiten Reihe Spielpraxis. Im Tor löste der Hamburger Johannes Bitter zunächst den Berliner Silvio Heinevetter ab.

Gegen die Mannschaft des dänischen Trainers Ulrik Kirkely, in dessen Aufgebot nur ein Profi stand, lag die DHB-Auswahl nur in der ersten Minute 0:1 zurück. Danach bekam der Weltmeister von 2007 die Begegnung schnell in den Griff und erspielte sich bis zur neunten Minute einen beruhigen Vier-Tore-Vorsprung (8:4).

Nach 20 Minuten stand es bereits 16:7 für den Favoriten. Dabei zeichneten sich besonders die Außen Christian Sprenger und Dominik Klein von Champions-League-Sieger THW Kiel als Torschützen aus. Klein hatte von Brand den Vorzug gegenüber dem im ersten Spiel überragenden Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen/9 Tore) erhalten.

Angesichts des deutlichen Vorsprungs wechselte Brand schon Mitte der ersten Halbzeit munter durch, probierte einige Dinge aus und schonte damit auch Kräfte. Bahrain war einfach zu schwach, um ein echter Prüfstein zu sein. Auch nach dem Wechsel zeigte die DHB-Auswahl einige ansehnliche Kombinationen und kam zu schönen Toren. Besonders Sprenger und Klein war die Spielfreude anzumerken.

Nicht nur Punkte zählen: Liebespaare im Sport

Schon vor der Begegnung hatten die deutschen Spieler die schwere Begegnung gegen Spanien im Hinterkopf. „Das lässt sich nie ganz vermeiden. Das Spiel gegen Spanien wird der Knackpunkt sein“, sagte Schlussmann Heinevetter, der zu Beginn der zweiten Halbzeit ins Tor kam. Ein Sieg gegen die Iberer würde nicht nur den fast sicheren vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde bedeuten, man hätte auch schon zwei Zähler auf dem Konto, die wohl in die zweite Turnierphase mitgenommen werden würden.

Der Respekt vor den Spaniern ist allerdings im deutschen Lager groß. „Spanien hat eine Mannschaft, die sehr flexibel in der Abwehr agieren kann. Da wird noch einmal eine Leistungssteigerung notwendig sein. Das wird eine harte Begegnung“, sagte Brand und auch Kapitän Pascal Hens sieht die Spanier als „echten Prüfstein“.

Weitere Gegner in der Vorrunde in Kristianstad sind Titelverteidiger Frankreich und Afrikameister Tunesien. Die ersten drei Mannschaften der insgesamt vier Vorrundengruppen ziehen in die Hauptrunde ein. Die Punkte gegen die ebenfalls für die zweite Runde qualifizierten Mannschaften werden dabei mitgenommen.

Spanien und Frankreich

Zittersieg für Spanien, lockerer Erfolg für Frankreich: Die beiden Titelanwärter haben ihre Pflichtaufgaben bei der Handball-WM in Schweden unterschiedlich gelöst. Ex-Weltmeister Spanien gewann in der „deutschen“ Gruppe A nur mit Mühe und dank eines starken Schlussspurts gegen Afrikameister Tunesien in Lund 21:18 (9:7). Titelverteidiger Frankreich bezwang Ägypten in Kristianstad souverän 28:19 (12:8).

Spanien und Frankreich haben ebenso wie die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) zwei Siege auf dem Konto und damit beste Chancen, die Hauptrunde zu erreichen. Die Spanier hatten besonders im Angriff große Probleme und lagen Mitte der zweiten Halbzeit sogar mit 12:14 im Hintertreffen.

Olympiasieger Frankreich konnte beim Erfolg gegen die vom deutschen Ex-Nationalspieler Jörn-Uwe Lommel trainierten Ägypter sogar Kräfte sparen. Torhüter Thierry Omeyer vom deutschen Rekordmeister THW Kiel zeigte eine starke Leistung.

Serbien

In der Gruppe C steuert Serbien auf die Hauptrunde zu. Die Serben feierten beim deutlichen 35:18 (16:8)-Erfolg gegen Außenseiter Australien ebenfalls ihren zweiten Sieg im zweiten Spiel. Am Sonntagabend wollten Vizeweltmeister Kroatien (gegen Algerien) und Dänemark (gegen Rumänien) in der Gruppe C ebenfalls ihre zweiten Erfolge verbuchen.

sid

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