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DHB und Damen-Bundestrainer Reckinger beenden Zusammenarbeit

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Trennung
Der Deutsche Hockey-Bund und Damen-Bundestrainer Xavier Reckinger gehen künftig überraschend getrennte Wege. © Sebastian Gollnow/dpa

Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Herren-Coach al Saadi muss sich der Deutsche Hockey-Bund auch einen neuen Damen-Bundestrainer suchen. Der Belgier Reckinger hört ebenfalls am Jahresende auf.

Hamburg - Der Deutsche Hockey-Bund und Damen-Bundestrainer Xavier Reckinger gehen künftig überraschend getrennte Wege. Wie der DHB mitteilte, habe man sich „in beiderseitigem Einvernehmen“ darauf geeinigt, dass Reckinger die Verantwortung für die Mannschaft zum Jahresende abgeben wird.

Damit geht der erfolgreiche Ballsport-Verband, der in Tokio im Sommer zum ersten Mal seit 21 Jahren ohne Olympia-Medaille geblieben war, mit einem neuen Trainer-Duo in den Olympia-Zyklus bis Paris 2024. Denn erst kürzlich war auch die Zusammenarbeit mit Herren-Coach Kais al Saadi beendet worden. Beide Nachfolger sollen zeitnah benannt werden, hieß es.

„Wir sind Xavier Reckinger außerordentlich dankbar für die geleistete Arbeit seit 2017. Es ist unübersehbar, welche Entwicklung das Team unter ihm genommen hat“, sagte DHB-Sportdirektor Christoph Menke-Salz über die unerwartete Entwicklung. Das Ende der Kooperation dürfte weniger auf die Edelmetall-Nullnummer in Tokio zurückzuführen sein, denn der erste ausländische DHB-Bundestrainer hatte seine Damen erst gerade an die Weltelite zurückgeführt. Wahrscheinlicher ist, dass der nicht auf Rosen gebettete Verband dem ehrgeizigen Belgier nicht die von ihm gewünschten Rahmenbedingungen bieten konnte.

Zu weit auseinander

Das ließ Reckinger auch durchblicken. Einerseits schaue er auf „eine 'wunderbare Zeit' beim DHB zurück. Aber: „Die Zeit nach Olympischen Spielen ist immer auch eine Zeit des Reflektierens. Es kamen letztlich verschiedene Faktoren zusammen, die zu meiner Entscheidung geführt haben“, sagte er und betonte, dass der erste Schritt von ihm ausgegangen sei. „Der entscheidende Faktor war am Ende, dass meine Vorstellungen und Ideen, wie wir mit den Danas die nächsten Schritte auf dem Weg nach Paris angehen, nicht mit denen des Verbandes in Einklang zu bringen sind“, begründete der 37-Jährige.

Dem Verband sei beim Blick auf und den Diskussionen über die anstehenden Großereignisse „bewusst geworden, dass wir bei wesentlichen Weichenstellungen für unseren Weg nach Paris auseinander liegen“, meinte Menke-Salz andeutungsvoll. „Xavier hat bei unserem Damenteam ein neues Level an Professionalität und ein ganz neues Selbstverständnis eingeführt“, lobte DHB-Vizepräsidentin Katrin Kauschke, dennoch werde man „in einem neuen Setup wieder voll angreifen.“ dpa

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