1. tz
  2. Sport
  3. Mehr Sport

Die European Championships im Selbstversuch Teil IV: Aufreibende 5000 Meter im Ruderboot

Erstellt:

Kommentare

Bei 35 Grad auf der Regattastrecke Oberschleißheim sind zwei Stunden im Boot ein faszinierendes Erlebnis.
Bei 35 Grad auf der Regattastrecke Oberschleißheim sind zwei Stunden im Boot ein faszinierendes Erlebnis. © Habschied

Die European Championships bieten eine Menge Herausforderungen. Im Selbstversuch probieren wir, den Top-Athleten nachzueifern.

München - Nach knapp fünftausend Metern und mit aufgelösten Fingerkuppen beende ich meine erste Ruderfahrt im Doppelzweier. Die Skulls (zwei Stangen zur Fortbewegung auf dem Wasser) haben meine Hände ziemlich aufgerissen. Bei 35 Grad auf der Regattastrecke Oberschleißheim sind zwei Stunden im Boot trotzdem ein faszinierendes Erlebnis. „Der absolute Teamsport“ sei das Rudern, so Willi Bock, Vorsitzender der Rudergesellschaft München 1972 e.V. Wer in unserem Trainings-Duo den Takt vorgibt, merke ich schnell. „Langsamer. Schneller. Nicht so hektisch“, ruft mir Bock zu. Nach einer kleinen Eingewöhnungszeit läuft es besser. Im Gleichschlag rudern wir über die Strecke.

Der Weltrekord über 2000 Meter liegt bei unter sechs Minuten. Wir brauchen trotz meines vollen Einsatzes knapp 20 Minuten. Auf dem Rückweg zum Startpunkt kracht unser Zweier im Wert eines Kleinwagens noch gegen einen Startblock. Den kurzen Schock können wir schnell abschütteln und so steige ich am Ende etwas erschöpft, aber zufrieden aus dem circa zehn Meter langen Boot. Was klar ist: Die Technik zählt, nicht die Kraft. Und die habe ich ganz gut umgesetzt. Bock: „Du hast deine Blasen an den richtigen Stellen, das zeigt, dass du die Skulls richtig gehalten hast.“ Fotos: Norbert Habschied

LEVIN HUTMACHER

Auch interessant

Kommentare