„Eine Ära geht zu Ende“

Riesen-Überraschung beim Skispringen: Legende beendet Karriere 

Dieter Thoma im Einsatz als Skisprung-Experte der ARD.
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Dieter Thoma im Einsatz als Skisprung-Experte der ARD.

Dieter Thoma beendet seine Karriere als Experte beim Skispringen. Der Fachmann erklärte seit 20 Jahren im Fernsehen seine Sportart.

  • Dieter Thoma verlässt die ARD.
  • Der Skisprung-Experte will „neue Wege gehen.“
  • Kollege Matthias Opdenhövel meldet sich auf Instagram.

Berlin - Die ARD verliert seinen Skisprung-Experten. Dieter Thoma beendet seine Karriere und wird keine Springen mehr kommentieren. Einen Nachfolger präsentierte der Sender noch nicht.

Dieter Thoma moderierte zusammen mit Günter Jauch und Matthias Opdenhövel

Thoma blickt auf insgesamt 20 Jahre als Experte für Skispringen im deutschen Fernsehen zurück. Zunächst an der Seite von Moderatoren-Legende Günter Jauch* bei RTL und seit 13 Jahren bei der ARD. Zehn Jahre lang bildete der 50-jährige Hinterzartener ein eingespieltes Duo mit Moderator Matthias Opdenhövel. „Eine Ära geht zu Ende! Danke Dir für alles, mein Dieterle! Es hat 10 Jahre lang riesigen Spaß gemacht mit Dir. Ich werde Dich vermissen“, postete Opdenhövel auf seinem Instagram*-Account.

Auch Opdenhövels Follower* richteten warme Abschiedsworte an den Experten. „Ach wie schade, ihr ward immer ein so toll eingespieltes Team.“ Eine andere Userin schrieb: „Schade. Ich seid wirklich die Königsdisziplin der Moderationen gewesen. Weltklasse. Ohne euch wird was fehlen.“

Vierschanzentournee-Sieger will neue Wege gehen

Thoma verabschiedet sich vom Skispringen. 1990 gewann er die Vierschanzentournee und wurde zur Skisprung-Legende. Nach 15 Jahren als Profi sprang Thoma in Garmisch-Partenkirchen ins neue Jahrtausend und beendete seine aktive Karriere. Er tauschte die Skier mit dem Mikro und begeisterte fortan die Massen vor den Bildschirmen mit seinem Fachwissen. Nach 15 Jahren Hochleistungssport und 20 Jahren als TV-Experte ist für mich der Zeitpunkt gekommen, neue Wege zu gehen“, sagte Thoma. 

„Als Experte genannt zu werden, ist eine Bürde, die ich sehr ernst nehme. Es war immer mein eigener Anspruch, alles was ich mache, mit voller Motivation zu tun. Ich bin allerdings das letzte Mal vor 20 Jahren von einer Schanze gesprungen“, begründete Thoma seine Entscheidung. „Ich habe nun das Gefühl, den Zuschauern, Trainern und Aktiven nicht mehr 100 Prozent gerecht zu werden.“ Der 50-Jährige will sich nun intensiver als Coach und Referent in einem Sport-Beratungsunternehmen einbringen.

ARD-Sportkoordinator schwärmt von Thoma

Thoma war sowohl bei seinen Kollegen der ARD als auch beim Publikum sehr beliebt. „Seine Fachkenntnis, seine Erfahrung und seine Kompetenz zeichnete ihn bei seiner Tätigkeit auf dem Bildschirm aus. Aber insbesondere wegen seiner sympathischen und offenen Art war es für uns Jahr für Jahr eine große Freude, mit ihm bei den Skisprung-Wettbewerben im Ersten zusammenzuarbeiten“, lobte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. „Außerdem war es immer wieder faszinierend zu sehen, wie begeistert und begeisternd Dieter Thoma über die ganze Zeit seine Sportart Skispringen immer noch ‚gelebt‘ hat.“ (ck) tz.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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