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Doping: Ex-Sprinterin lässt Rekorde streichen

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Hamburg - Weil sie ihre Zeiten mit Hilfe von Dopingmitteln gelaufen ist, hat die ehemalige DDR-Sprinterin Gesine Tettenborn den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) aufgefordert, sie aus seinen Rekordlisten zu streichen.

Der Verband hat dies inzwischen auch getan, erklärte DLV-Sprecher Peter Schmitt am Samstag und bestätigte damit einen Bericht des Nachrichten-Magazins “Der Spiegel“. “Mir ist bewusst geworden, dass ich für immer dort stehen bleibe, wenn ich nicht aktiv werde“, sagte Tettenborn dem “Spiegel“, “irgendwie wäre ich also mitverantwortlich dafür, wenn junge Athletinnen dopen, weil sie motiviert sind, diesen Rekord zu brechen.“

Die dümmsten Doping-Ausreden

Tettenborn war 1984 unter ihrem Mädchennamen Gesine Walther einen Weltrekord mit der 4 x 400-Meter-Staffel der DDR gelaufen. Er wird vom DLV noch immer als deutscher Rekord geführt. “Mir ist klar, dass ich nun für manche ein Nestbeschmutzer bin, der ihnen die Erinnerung kaputtmacht. Aber ich musste es tun. Für mich“, sagte sie dem “Spiegel“. Tettenborn kritisierte außerdem die Haltung vieler Athletinnen und Trainer aus der ehemaligen DDR. Die würden die Einnahmen von Dopingmitteln bis heute abstreiten oder verharmlosen.

dpa

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