Wenige Wochen vor Leichtathletik-WM

Doping: Neue Doku am Samstag

+
Anastasiya Bazdyreva (vorne rechts) spricht über Anabolika-Doping.

München - In wenigen Wochen beginnt die Leichtathletik-WM (22. bis 30. August) in Peking. Über den Leistungen der Athleten wird nach Ausstrahlung der neuen ARD-Doping-Dokumentation "Im Schattenreich der Leichtathletik" (Samstag 17.05 Uhr, ARD) ein großer Schatten liegen.

Besonders im Fokus stehen Russland und Afrika. „Wir wollten wissen, was in Russland seit unserer letzten Dokumentation passiert ist und ob es Fortschritte im Anti-Dopingkampf gibt. Außerdem haben wir in Kenia, dem Land der Langstreckenläufer, recherchiert“, erklärt ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt der tz. Vonseiten des IAAF, dem Weltleichtathletikverband, erhielt man keine Unterstützung, im Gegenteil: „Von der IAAF wurde uns gedroht, man würde uns verklagen. Der Verband will sich nicht in die Karten schauen lassen“, so Seppelt. Einblicke in die russische Dopingkultur gibt 800-Meter-Spitzenläuferin Anastasiya Bazdyreva (23) im Gespräch mit einer Teamkollegin: „Von Anabolika kriege ich harte Muskeln, aber ich kann damit laufen. Es ist schwer, aber es geht. Du fühlst dich anders auf Anabolika“, erzählt die russische Hoffnung für die Olympischen Spiele 2016 in Rio. Auch die Aufnahmen aus Kenia belegen, dass Epo- und Testosteron-Injektionen dort an der Tagesordnung sind. Rita Jeptoo (34), Boston-Marathon-Siegerin 2014 und überführte Doperin, gesteht: „Ich musste in Kenia beim Training seit 2006 keinen einzigen Bluttest absolvieren, nur Urintests.“ Richard Pound (73), Vorsitzender der WADA-Untersuchungskommission, reagierte ob der Ergebnisse geschockt: „Wenn sich herausstellt, dass das alles wahr ist, ist das Problem größer, als man jemals zugegeben hat.“

Mathias Müller

Auch interessant

Meistgelesen

Hertha-Protest gegen Diskriminierung: Team kniet
Hertha-Protest gegen Diskriminierung: Team kniet
Audi-Quartett kämpft um DTM-Titel
Audi-Quartett kämpft um DTM-Titel
Comeback am Reck? Olympiasieger Hambüchen liebäugelt mit Rückkehr bei Heim-WM
Comeback am Reck? Olympiasieger Hambüchen liebäugelt mit Rückkehr bei Heim-WM
Federer in Shanghai stärker als Nadal
Federer in Shanghai stärker als Nadal

Kommentare