Alfons Hörmann

DOSB-Präsident sorgt sich um deutschen Sport

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Hörmann sieht vor allem Strukturprobleme. Foto: Arno Burgi/Archiv

Augsburg - DOSB-Präsident Alfons Hörmann sorgt sich im internationalen Wettbewerb um den deutschen Spitzensport.

"Insgesamt sind wir tendenziell auf dem Weg zu weniger Erfolg - Sommer wie Winter. Und damit nähern wir uns dem Mittelmaß", sagte der 54 Jahre alte Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) im Interview der Zeitung "Augsburger Allgemeine" (Dienstag).

"Wir sind nicht mehr absolute Spitze, und meine Wahrnehmung ist, dass wir relativ schnell den Anschluss an die Spitze verlieren. Und mit Spitze meine ich, zu den ersten Fünf im Medaillenspiegel der Olympischen und Paralympischen Spiele oder den Top-Nationen bei Weltmeisterschaften zu gehören", erklärte Hörmann. Bei den deutschen Spitzensportverbänden sieht er mehr Strukturprobleme als ihm lieb seien. "Schwierig wird es ab der Ebene, wo es um die Talentsichtung und -förderung geht", beklagte der DOSB-Chef.

Eine Interessenskollision der deutschen Olympia-Bewerbung um die Sommerspiele 2024 mit der erwarteten Austragung der Fußball-Europameisterschaft im selben Jahr in Deutschland befürchtet Hörmann nicht. "Das tangiert unsere Bewerbung nicht", sagte er: "Geschätzte 70 Prozent der IOC-Mitglieder wissen nicht, wo die nächste Fußball-EM stattfindet. Das läuft bei vielen unter der Wahrnehmung, denn sie sind für Olympia zuständig. Es ist weltweit auch nicht jeder so fußballorientiert wie wir."

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