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Drama bei Bahnrad-EM: Sprint-Gold für Hinze im Fotofinish

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Von: Florian Schimak

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Spannender und spektakulärer ging es nicht. Emma Hinze hat im Fotofinish den Goldrausch der Bahnradfahrer fortgesetzt.

München - Emma Hinze hat ihren Siegeszug bei der Bahnrad-EM fortgesetzt. Die fünfmalige Weltmeisterin aus Cottbus gewann am Montag das spannende Finale in der Königsdiziplin Sprint im Fotofinish und feierte nach den Erfolgen im Teamsprint und dem 500-m-Zeitfahren ihren dritten Sieg bei den Titelkämpfen in München.

Hinze setzte sich in drei Läufen mit 2:1 Siegen gegen die Französin Mathilde Gros durch. Die Entscheidung nach dem Erfolg der Brandenburgerin im ersten Rennen und dem Konter ihrer Gegnerin im zweiten Lauf fiel erst nach Auswertung des Zielfotos in einer Millimeterentscheidung. Dritte wurde Laurine van Riessen aus den Niederlanden, die das Duell um Bronze gegen die WM-Zweite Lea Sophie Friedrich aus Dasswow gewann.

Emma Hinze holte bei der Bahnrad-EM Gold.
Emma Hinze holte bei der Bahnrad-EM Gold. © IMAGO / Sven Simon

„Emma ist supercool geblieben“, lobte die zweimalige Olympiasiegerin und ZDF-Expertin Kristina Vogel die Nervenstärke der Seriensiegerin bei ihrem neuerlichen Erfolg. Die 31-Jährige beschrieb Hinzes Sieg im dramatisch verlaufenen Entscheidungsrennen als taktische Meisterleistung der Dominatorin von München: „Sie hat Gros auf der schwarzen Linie unten festgenagelt und sie sich zurechtgelegt.“ Den knappen Ausgang des dritten Laufs hielt Vogel nicht für einen Schönheitsfehler: „Bei einem Foto-Finish ist es egal, wie man gewinnt. Eine Reifenbreite reicht, und dann ist es das, was am Ende zählt.“

Drama bei Bahnrad-EM: Sprint-Gold für Hinze im Fotofinish

Hinze selbst erklärte im ZDF, dass sie sich am Morgen eigentlich gar nicht fit gefühlt habe. „Ich habe mich übergeben müssen, dann noch geheult. Alles dabei“, so die 24-Jährige.

Für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) war es die zehnte Medaille bei der Heim-EM. Sechs Mal ging der EM-Titel an den deutschen Verband.

Der Start des Entscheidungslaufs hatte sich wegen eines erneut schweren Sturzes um eine knappe Stunde verzögert. Im abschließenden Punktefahren des Frauen-Omniums stürzten mehrere Fahrerinnen. Besonders schwer erwischte es die Griechin Argiro Milaki und Ganna Solovej aus der Ukraine. Beide wurden rund 30 Minuten hinter einem Sichtschutz behandelt und anschließend auf einer Trage aus der Halle transportiert. (smk/sid)

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