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Deutsche Turnerinnen vor Medaillen? Emma im Wunderland – die neue Turnhoffnung

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Von: Günter Klein

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xkaix, Turnen European Championships 2022, Team Frauen - Finale emspor, v.l. Elisabeth Seitz (Deutschland),
Die deutschen Turnerinnen © Kai Peters/imago

München – Kim Bui war irritiert, dass sie von ihrem Team getrennt wurde. Weil die deutsche Turnerin im Mehrkampf am Donnerstag lange auf Platz drei lag, musste sie mitten in der Halle auf ein für die Führenden aufgestelltes Sofa. Am Ende war sie Achte. „Wenigstens“, sagte die 33-Jährige, „habe ich mich gut unterhalten“.

Lieber wäre sie oben auf den Rängen gesessen – bei Elisabeth Seitz, Pauline Schäfer-Betz, Emma Malewski und Sarah Voss. Die fünf Frauen sind zu einem Team zusammengewachsen, das sich als Vierter fürs Finale der besten acht (Samstag) qualifizierte. Auf Bronze darf spekuliert werden. Man fühlt sich beflügelt durch „die mediale Aufmerksamkeit“, so Sarah Voss. Kollegin Elisabeth Seitz findet, dass alles so gut läuft, dass man nichts ändern müsse: „Zusammen Kaffee trinken – oder einen Tee. Und dann Teammeeting.“

Wie in das Wunderland des großen Sports getreten wirkt die 18-jährige Emma Malewski, die das Finale am Schwebebalken erreichte und eine der Favoritinnen sein dürfte. Sie berauscht sich auch am Beobachten der anderen Turnerinnen: „Ich sauge die Atmosphäre auf und stelle mir vor, wie ich die Elemente, die ich bei anderen sehe, ausführen würde.“ Mit Malewski ist auch Pauline Schäfer-Betz ins Balken-Finale (alle Einzelgeräte werden am Sonntag entschieden) eingezogen – so eben noch, auf dem letzten Platz. „Aber ich bin ja bekannt dafür, dass ich es gerne spannend mache.“ Sie war schon Weltmeisterin.

Am Stufenbarren greifen Kim Bui zum Karriere-Ausstand und Elisabeth Seitz nach Medaillen. Seitz: „Da sind viele um 14,1 Punkte herum. Es wird knapp und interessant.“ (GÜNTER KLEIN)

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